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Sonntag, 27. Juli 2014

Schöner Sonntag mit Basilikum-Nektarinen-Schnitten

Zu einem schönen Sonntag Nachmittag im Garten gehört auch ein Stück Kuchen. Diesmal habe ich es mir ziemlich einfach gemacht (wann eigentlich mal nicht?). Fertigteig - dieses böse Wort darf man fast nur flüsstern, in der Bloggerszene..... Ich finde allerdings, dass auch diese Halb-Fertig-Produkte durchaus ihre Berechtigung haben - so im wirklichen Leben! 
Wunderbar runzelig gewordene Nektarinen, so was von süß und saftig, entkernen und häuten, das geht bei diesem Reifezustand wie von selbst, kein kochendes Wasser von Nöten. 
Diese in Scheibchen schneiden und auf dem Fertig-Mürbe-Teig in Reihen drappieren. Ich hatte den Teig 12 Minuten 'blindgebacken', das ist aber bei Fertigteig nicht empfehlenswert, da er ziemlich am Backpapier klebte.... das geht bei selbstgemachtem Mürbeteig deutlich besser. Die untere Ecke hatte noch ein paar Aprikosen, da es nicht genug von den Nektarinen gab.
Nun kommt der Clou, der Guss wurde aus drei Eiern, 125ml Saurer Sahne, 100g Zucker, einer Prise Salz, Vanilleextract und 10 Basilikumblättern zusammengemischt. Alles im Blender pürieren über die Nektarinen geben und bei 190 Grad ca. 40 Minuten backen.
Schmeckt etwas anders und sehr lecker, wäre sicher mit Schlagsahne der Hit, die haben wir uns aber verkniffen, bzw. ich hatte keine Sahne im Haus :o(
I am back in business..... ich habe wieder einen Pass. Nach nur 24 Tagen wurde er zugestellt, ich bin beeindruckt und für 65£ - ein Schnäppchen! Hello Spain - Hello Germany - I am on my way!

Samstag, 19. Juli 2014

Apfel-Zimt-Muffins nach Cynthia Barcomi und ein paar Gedanken zum Deutsch-Sein

Zuerst eine Warnung, dies könnte ein längerer Post werden, denn ich habe mich ja schon eine Weile hier nicht mehr geäußert....., aber die Länge des Post hängt momentan auch davon ab, wie warm es in meinem Wintergarten wird.... derzeit 25.9 Grad, gestern Nachmittag 33.2 Grad, da schmilzen die Kerzen im Kronleuchter.... So ist das halt, wenn man einen Wintergarten an der Südseite des Hauses baut. Tröstlich, an den meisten Tagen des Jahres ist es sehr angenehm in unserem Wintergarten. Wenn es zu warm wird, gehen wir eben in den schattigen Teil des Gartens.
Also, Deutschland ist Fussballweltmeister, zum VIERTEN Mal, das ist doch nun wirklich ein Grund zum Feiern. Hubby und ich haben bei den meisten Spielen mitgefiebert. Bei uns im Büro, wo unser deutsches Team normalerweise nicht einmal einen Gruß vom MD (Hat er etwa Angst?) abbekommt, hat das schon das Selbstbewusstsein gestärkt! Man muss dazu wissen: Als eine in UK lebende Deutsche versucht man normalerweise in der Masse abzutauchen, kein deutscher Akzent, nicht deutsch reden, keine deutsche Genauigkeit und vor allem: Keine deutsche Erwartungshaltung an den Tag legen, nur nicht auffallen oder gar Aufmerksamkeit auf sich lenken..... Am vergangenen Montag erschienen wir, ganz untypisch dann doch mit stolz geschwellter Brust und erhobenen Hauptes an unserem Arbeitsplatz. Schnell wurde der Plan geschmiedet diesen VIERMALIGEN Sieg mit allen Kollegen zu feiern - Rub it in! - So wurde spontan zum Freitags-Buffet geladen. Die Company hat ein bisschen Geld zur Verfügung gestellt und den Rest haben wir zu diesem Anlass gerne gespendet.
26.3 Grad nun, also vielleicht doch nicht mehr soviel schreiben? Am vergangenen Wochenende war auch ein Freund aus Deutschand mit dem Motorrad zum Biken mit Hubby gekommen. Er brachte als Gastgeschenk das Backbuch von Cynthia Barcomi mit, eigenhändig von der lieben Cynthia in Berlin signiert. Wenn das nix is!
Da lag es nahe, dieses Buch sofort auf den Prüfstand zu stellen. Das Rezept ist etwas ungewöhnlich, da es auch eine Ladung Cheddarkäse enthält. Cynthia sagt selbst, dass man das besser nicht erwähnt, weil die Deutschen sonst nicht reinanbeissen! Ich kann Euch versichern, den Käse schmeckt man als einzelne Zutat nicht heraus, er macht das Gebäck aber wunderbar weich und nicht so süß.
Das Rezept ist für 12 große Muffins ausgelegt, ich habe es in 'Häppchenförmchen' gebacken und die Menge ergab 45 Stück.
Zutaten A:
370g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Zimt (fand ich gerade nicht, habe Mixed Spice genommen)
1 Prise Muskat (war im Mixed Spice schon drin)
Zutaten B:
30g weiche Butter
125g Zucker
2 Eier
250 ml Buttermilch
Zutaten C:
100g Cheddarkäse, grob geraffelt (Gouda geht auch!)
75 g Pekannüsse, grob gehackt - oder Walnüsse bei mir, noch aus France.....mussten erst geknackt werden...
1 Apfel, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
Ofen auf 190 Grad vorheizen, Zutaten A abwiegen, Butter und Zucker schaumig rühren, Eier zufügen und weiter rühren, Buttermilch zufügen. 
Zutaten A und B mit Gummispachtel mischen, nicht zuviel mixen. Die Zutaten C unterheben. In die Muffinförmchen verteilen, ich habe das mit zwei Teelöffeln gemacht. Große Muffins ca. 18 Minuten backen, bei den Kleinen reichen 10 - 12 Minuten.
Ich denke, diese Muffins eignen sich hervorragend zum Brunch oder späten Frühstück, vielleicht mit Butter oder Frischkäse bestrichen und etwas Ahornsirup drüber geträufelt...
Schmetterling auf Rue Pflanze - ich weiss leider nicht, wie diese Pflanze in deutsch heisst, sie scheint jedenfalls die Schmetterlinge magisch anzuziehen.
 Und immer wieder Lavendel.......

Samstag, 24. Mai 2014

Apricot Tart - Aprikosenkuchen - Was für eine Woche!

Seit ich diesen Post von Zorra gelesen hatte, war es um mich geschehen, ich wollte Aprikosen!!! Nun ist das hier auf der Insel immer ein Import, denn das Klima lässt den Anbau dieser empfindlichen Obstbäume einfach nicht zu. Für mich ist die Aprikose die Königin (na ja, vielleicht auch eine der Prinzessinnen!) der Früchte - vielseitig einsetzbar und so abgerundet im Geschmack. Die besten kommen aus France, so hat Mutti es mir gesagt, diese waren aus Spanien und auch sehr sehr lecker.
Den Teig habe ich gemacht wie immer, 100g Butter, 200g Mehl, etwas Zucker und ein Eigelb, ggfs etwas Wasser. Etwas ruhen lassen, dann ausrollen in die Form drücken und 12 Minuten blindbacken. Auf dem Teig verteilte ich dann 100g geriebenes Marzipan, also vom Marzipanblock grob geraffelt. Darauf wurden die halbierten und entsteinten Aprikosen gelegt. Den Guss habe ich zubereitet wie dieser Herr, das Programm sah ich letzte Woche und es hat mich sofort angesprochen, französischer Akzent zieht bei mir halt immer.....  Also die Tart zuerst nur mit den Aprikosen 20 Minuten backen, dann den Guss aus einem Ei (und dem Eiweiss vom Teig) und 100ml Double Cream sowie einem EL Zucker zubereiten, den Guss auf die Tart (Tart im Englischen ohne 'e' am Ende) geben und nochmals 10 - 15 Minuten backen. Mit Aprikosenmarmelade glasieren.
Vielen Dank für die lieben Geburtstagswünsche. Ich habe mich sehr gefreut. Hubby hat mir ein iphone geschenkt, und seither arbeite ich mich in die Technologie ein.... jetzt auch auf Instagram, ich bin für Tipps, wie man das interessant gestaltet, sehr aufgeschlossen - her damit!
Reichlich Überstunden gab es auch noch diese Woche, aber nun ist ein langes Wochenende late May Spring Bankholiday - aka Pfingsten auf der Insel - ist wg Fairness immer das letzte Wochenende im Mai - da ist es uns auf der Insel dann auch ganz egal, wann unsere europäischen Nachbarn Pfingsten machen..... Das bringt mich ohne Umschweife zum Thema Wahlen, am vergangenen Donnerstag wurde gewählt, Kommunalwahlen und Europawahl. Da darf ich hier auch mitmachen, man muss mir allerdings einmal erklären, wie es die UKIP Partei auf die erste Stelle auf dem Wahlzettel geschafft hat (ich meine U kommt im Alphabet ziemlich hinten, oder?), jedenfalls hatte die Partei auch reichlich Stimmenzuwachs (igitt!), das erkläre ich mir nur so, dass die meisten Wähler (wie ich auch!) ihre Lesebrille nicht mitgebracht hatten und den 50 cm langen Wahlzettel nicht wirklich in seiner Gesamtheit ausmachen konnten - daher bot es sich dann an, das Kreuz gleich im ersten Feld zu machen, oder wie??? Ich habe etwas Abstand genommen - am langen Arm - und dann ein Kreuz im unteren Drittel des Wahlzettels gemacht..... hoffentlich an der richtigen Stelle, Ihr wisst schon, anti-Fracking und so!
Und falls Ihr Euch fragt: Baby Cakes in der Jam-only Version war für MIL (Mother in Law).

Montag, 5. Mai 2014

Ziegenkäse-Tarte mit Feigen und frischem Thymian - und England wie wir es lieben

Ziegenkäse ist nicht wirklich Hubby's 'Ding' - leider. So machte ich diese Tarte dann doch lieber fürs Buffet am heutigen 'May Bankholiday' an dem das deutsche Team so ziemlich allein im Office war. Die große Ddeutsche Bank, bei der ich arbeite, wollte ihre Kunden auch an diesem Tag gut versorgt wissen, und während die Nachbarschaft auf unserer Straße noch fest schlief, morgens halb acht, machte ich mich auf den Weg ins Büro - (ok, Schluss mit dem Gejammere, ich hatte dafür am Donnerstag den 1. Mai frei gehabt!).  
Die frischen Feigen kauften wir am Samstag auf dem Markt in Buckingham, das zarte Grün und das pinkfarbige Innenleben sprachen mich als verkannte Künstlerseele ganz besonders an. Frische Eier, auch vom Markt und der Thymian aus dem Garten und dann der Ziegenkäse aus France.... schon kamen die Zutaten zusammen. 
Den Mürbeteig wie immer im Verhältnis 2:1 (220 g Mehl zu 110g Butter) zubereiten, etwas Mineralwasser und einen halben TL Salz unterkneten, ruhen lassen. Ausrollen und in die Formen geben, bei mir eine längliche Tarteform und zwei kleine runde Formen. Bei 180 Grad so um die 15 Minuten blindbacken.
Die Feigen in Spalten schneiden und den Boden damit belegen. Den frischen Thymian darauf drapieren. Sehen die nicht aus wie kleine Aquarelle??? Aus einer zerbröselten Scheibe Ziegenfrischkäse, einer handvoll geriebenem Parmesan Käse und 120ml Double Cream (oder Schlagsahne), den verschlagenen Eiern sowie Salz und Pfeffer einen Guss zusammenrühren. Die Tartes damit begiessen und bei 180 Grad ca. 35 Minuten backen.

Mit etwas Honig beträufelt eignen sich diese Tartes sehr gut als kleine Nachspeise, mit einem Salat dazu wäre es bei mir eher eine Vorspeise. Fürs Büro-Buffet habe ich kleine Häppchen geschnitten, damit jeder probieren konnte.
Und hier noch 'mal eine kurze Erinnerung daran, warum es zu dieser Zeit auf der Insel so superschön ist!
Stairway to heaven?

Am Ufer des River Avon.
Organic Ice Cream mit Erdbeergeschmack - aber wie man sehen kann nicht mit künstlicher Erdbeerfarbe......
Neues Badezimmer, wohin mit dem Müll? Kein Probem, einfach im Garten recyceln!
Warum habe ich eigentlich keine Wisteria in meinem Garten?
Diese überschwängliche, ausufernde Wüchsigkeit, das gibt es nur in meinem Geburtsmonat Mai, da sehen selbst Unkraut-Combos toll aus, gimme more, gimme more!  

Donnerstag, 6. März 2014

Heidelbeer Marzipan Streuselkuchen nach Lecker.De

In unserem Büro hat sich so ein Handarbeitskränzchen unter den Kolleginnen (also die männlichen Kollegen wären schon auch willkommen, bisher hat aber noch keiner angebissen!) herausgebildet. Einmal im Monat in lockerer Folge treffen wir uns in einem der privaten Domizile. Zum Brunch tragen alle etwas bei, also mal ehrlich, das Häkeln oder Stricken ist hier Nebensache, es geht vorrangig ums Futtern! Und vielleicht noch ums Quatschen und voyeuristisch schauen, wie die Kollegen so leben. Wenn man Glück hat, kommt vielleicht auch noch ein bisschen Handarbeit dazu.... Diesen Kuchen hatte ich für unser letztes Treffen gebacken.
Das Rezept kann man hier finden. Bei mir wurde es dann doch wieder ganz anders - da ich wieder einmal Reste zu verwerten hatte! Ich habe den Kuchen in einer 30cm Form gemacht. Hinein kam folgendes:
500g Marzipanrohmasse, in kleine Würfel geschnitten (Rest von Weihnachten)
410g Self Raising Flour (das war der Rest aus dem Paket)
180g feiner Zucker
1 Vanillezucker
Salz
250g weiche Butter, in Würfel geschnitten (ein Stück Butter hat 250g - nicht 225g...)
1 Ei (L)
Abrieb einer Zitrone
400g TK Heidelbeeren
300g Preiselbeersauce (Rest von Weihnachten)
Puderzucker
Alle Zutaten (bis auf die Beeren und die Preiselbeersauce) zu einer Streuselmasse vermischen, ich habe das zuerst mit den Händen versucht, da ich Mr Ken Wood nicht schmutzig machen wollte (so bescheuert bin ich manchmal, ich liebe es Dreck zu vermeiden, statt ihn wegzumachen!!!), jedenfalls bekam ich einen Krampf im Arm, so was hatte ich noch nie. Ein Finger liess sich nicht mehr bewegen, Hubby meinte verschmitzt, 'maybe you are having a stroke?' - hat sich wohl schon die Lebensversicherung ausgerechnet????? Habe dann doch Mr Ken Wood bemüht, er hat den Job in unter einer Minute erledigt, mit dem Resultat, dass ich dann ausser der vorher verwendeten Plastikschüssel auch noch Mr Ken Wood sauber machen musste.....
Die Form mit Pergamentpapier auskleiden und ca. 2/3 der Streusel hineindrücken, einen Rand bilden. Die Heidelbeeren mit der Preiselbeersauce vermischen und auf den Boden streichen. Die restlichen Streusel darüber bröseln. Bei 180 Grad Umluft um die 40 Minuten backen, wenn es duftet, ist der Kuchen gut. Er schmeckt wunderbar makronig, ist aber nix für Leute, die kein Marzipan mögen, und davon gibt es überraschend viele.... Mit Schlagsahne ein Gedicht!

Freitag, 21. Februar 2014

Quiche mit Porree und Artischocken

Wir lieben einen Quiche als Lunch, samstags oder auch sonntags mit einem Glas Wein, das ist fein! Der Teig wurde dieses Mal aus feinem Dinkelmehl herstellt, so wie immer, 160 Mehl auf 80g Butter etwas Mineralwasser und etwas Salz.Den Teig etwas im Kühlschrank ruhen lassen.

Unterdessen ein paar Scheibchen Bacon unter den Grill legen und zwei Stangen Porree und zwei Knofizehen in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne in Butter, etwas Weisswein und Olivenöl anschwitzen.
Teig ausrollen und vorsichtig in die Form drücken. Mit der Gabel mehrfach einstechen, damit er sich beim Vorbacken nicht so wölbt. Ist trotzdem passiert, muss ich mich wohl doch 'mal mit dem (Chichi) des Blindbackens anfreunden???!!! 10 - 15 Minuten bei 190 Grad vorbacken, dann vorsichtig mit einem Desserteller beschweren, damit die Wölbung verschwindet - dieser Trick hat überraschenderweise gut geklappt.  

Nun den Belag auflegen, zuerst Porree und Knofi verteilen. Dann ein kleines Glas eingelegte Artischocken in schmale Streifen schneiden und kreisförmig darauf legen, mit dem klein geschnittenen Bacon bestreuen. Den Guss aus 100ml saurer Sahne und 4-5 Eiern zubereiten. Mit etwas Senf, Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken. Diesmal kam kein Käse darauf, und wir haben ihn, ehrlich gesagt auch nicht vermisst.
Ca. 25 - 30 Minuten auf 190 Grad backen. Noch leicht warm geniessen. Hier noch ein paar Eindrücke aus meinem Städtchen.



Samstag, 15. Februar 2014

Das schmeckt nach Holland....Ontbijtkoek - Frühstückskuchen aus den Niederlanden

Was hilft bei Regen und Sturm? Futtern - natürlich! Da ich nicht in den Garten kann (oh, es gibt reichlich Pläne!) verbringe ich momentan einige Zeit damit die Schränke aufzuräumen und Reste zu verwerten. Bei einer dieser Aktionen fand ich noch eine angebrochene Dose Golden Syrup etwas klebrig stand sie da und wartete auf einen Verwendungszweck, zudem gab es noch Walnüsse aus dem letzten Frankreichurlaub und auch die kandierten Kirschen waren immer noch nicht aufgebraucht.
Nicht verzagen, Google fragen, sagte ich mir und fand dann auch gleich eine Referenz zu dem holländischen Frühstückskuchen. Meine Güte, den hatte ich wirklich lange nicht mehr gegessen. Ich bin unweit der niederländischen Grenze aufgewachsen und von klein an gehörten Besuche im Nachbarland zum wöchentlichen Familienprogramm. Wie man in den Bildern unten sehen kann, verbrachte ich bereits meinen allerersten Urlaub auf der Insel Texel zusammen mit meinen Eltern, damals noch ganz ohne Auto - nur mit dem Fahrrad. Die Referenz zu den Niederlanden ist gerade in diesen Zeiten der Stürme und Fluten nicht abwegig, denn die Nachbarn dort haben ganz bestimmt die Nase vorn, wenn es um das Trockenlegen ganzer Landstriche geht. So kamen in der letzten Woche (endlich!) einige Pumpen aus den Niederlanden um die Situation in den Überflutungsgebieten an der Themse und in Somerset etwas zu entschärfen.... lange genug haben die Anwohner dort ja darauf gewartet. 
Dieser Kuchen ist so was von einfach, man glaubt es kaum. Weder Mr Ken Wood noch Eier wurden involviert. Einen Topf, eine Schüssel und einen Holzlöffel braucht man, aber fangen wir am Anfang an: Den Backofen auf 160 Grad vorheizen, eine Kastenform mit Pergament auskleiden. Nun eine Gewürzmischung wie folgt herstellen:
1 TL gemahlenes Kardamom
1 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlenes Zimt
1/2 TL Ingwerpulver
1/4 TL gemahlene Nelken (nicht zu viel, sonst schmeckt es wie beim Zahnarzt :o)
1/4 TL Muskat
1/4 TL schwarzer Pfeffer
Alles gut vermischen.
Auf kleiner Flamme diese Zutaten verschmelzen:
275g Golden Syrup (oder Apfelkraut, oder Honig)
100g brauner Zucker (oder mehr der o.g. Zutaten)
3 EL Ahornsirup / oder dunklen Zucker
200ml Milch
1/4 TL Salz
50g Butter
Nicht zu heiss werden lassen. In eine Schüssel 375g Mehl, ich habe eine Mischung aus Vollkorn-Weizenmehl und feinem Dinkelmehl genommen (authentischer ist wohl Roggenmehl, aber das hatte ich gerade nicht da) geben und mit den Gewürzen und 3 TL Backpulver vermischen. Mit den warmen Zutaten verrühren und zum Schluss gehackte Walnüsse und geviertelte, kandierte Kirschen unterheben. Rosinen etc sind auch denkbar. In die Form geben und ca. 1 Std backen. In der Form auskühlen lassen (damit der schön klietschig wird!) und noch warm mit Alufolie einwickeln. Der Kuchen hält sich ein Weilchen und wird noch besser, wenn er etwas durchgezogen ist. Dick mit Butter bestreichen und mit Cheddar - oder natürlich mit hauchdünnem 'belegen Gouda' drauf, zum Frühstück ein Genuss!
 

Kann man schon sehen, dass meine Eltern eigentlich einen Jungen erwartet hatten, oder?