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Montag, 31. Dezember 2012

Happy New Year - Frohes Neues Jahr

Alles Gute und viel Liebe fürs Neue Jahr 2013 wünscht Euch 
Gudrun

Samstag, 29. Dezember 2012

Fast schon Bakewell Slice

Bakewell Cake kann man in jeder Bäckerei oder auch im jedem Supermarkt kaufen. Ich mag ihn gerne, da er meine absoluten Lieblinge, Mandeln, enthält. Dieser Kuchen zeigt übrigens schön meine neueste Errungenschaft, eine rechteckige Tarteform, TKMaxx sei dank! Lange habe ich nach so einer Form gesucht und sogar in Frankreich war es mir nicht gelungen eine aufzutreiben :o(
Den Teig habe ich nach der alt-bewährten Mürbeteigmethode (wie auch für die Mince Pies) hergestellt. In die Form gebracht wurde der Boden 15 Minuten vorgebacken. Dann mit etwas Johannisbeermarmelade bestrichen und mit TK Beeren bestreut (Bakewell im Original sieht Himbeermarmelade vor). Der Guss ist aus 3 EL feinem Zucker, 50g fein gemahlenen Mandeln (mit Schale), 50g geschmolzene Butter (ich nehme immer gesalzene Butter, das schmeckt besser). Diese Zutaten gut verrühren und auf den Beeren verteilen, das ist recht klebrig und muss nicht exakt gemacht werden. Mit gehobelten Mandeln bestreuen und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze backen.
Bei unserem Besuch in Derbyshire haben wir auch dem kleinen Marktstädtchen Bakewell einen Besuch abgestattet. Dort befindet sich der Old Original Bakewell Pudding Shop. Denn die Bakewell Tarte (oben im Bild) war nicht von Anfang an eine Tarte, sie wurde in den USA dazu gemacht (so teilte man uns im Shop mit), original sei hingegen der Bakewell Pudding, ganz unten im Bild zu sehen. Wir gönnten uns natürlich einen kleinen - sehr sehr lecker!

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Weihnachten mit Pleiten, Pech & Pannen

Unten im Bild sieht man meinen Weihnachtsnachtisch. Ein Trifle mit Salted Caramel, Rezept in der Zeitschrift 'Woman & Home' gefunden. Das Glas Salted Caramel hatte ich beim letzten Besuch in Frankreich gekauft, ohne so recht zu wissen, was ich damit anfangen sollte. Die Konsistenz ist etwa wie Nutella und man kann es bestimmt gut aufs Brot schmieren. Ich bin leider kein wirklicher Fan von süßen Brotaufstrichen (vom selbstgemachten Apricot Jam einmal abgesehen). Geschmacklich war das Trifle wirklich toll, ich hatte die Löffelbisquits mit einem Weihnachtslikör getränkt, um dem Ganzen einen weihnachtlichen Touch zu geben. Auch ein kleiner Christmas Pudding fand zerkrümelt in das Trifle. Um am Weihnachtstag Zeit zu sparen, und auch weil ein gutes Trifle noch besser wird, wenn es richtig durchgezogen ist, hatte ich die Schichtspeise schon am Heiligabend vorbereitet. Doch da hatte ich nicht mit der meinem Feind 'der bösen Osmose', die meinen traditionellen Gravad Lax butterzart gemacht hatte, gerechnet. Das Salz im Caramel hat den Pfirsichen dermaßen das Wasser entzogen, das auf dem Boden der Trifle-Schüssel nur eine wässrige Lösung anzutreffen war. Die Gäste haben es tapfer geschluckt, geschmacklich war ja auch nix auszusetzen, aber ich war nun gar nicht zufrieden. Fazit: Wenn man sich für Salted Caramel entscheidet, sollte man sich gut überlegen, mit welchen Zutaten zusammen man es einsetzen will. Ich denke, wenn wir das Trifle sofort verzehrt hätten, wäre es ok gewesen. Ansonsten würde ich es lieber beim nächsten Mal mit ungesalzenem Karamell machen.
Was ging noch schief: Ich habe meine gerösteten Parsnips (Pastinaken) beim Weihnachtsessen im Ofen vergessen, erst am zweiten Weihnachtstag fiel mir das morgens im Bett ein!!!!!!!! 
Ein Glas habe ich beim Ausräumen der Spülmaschine auch zerschlagen.... und unsere Katze wird mit Essenresten (Curry!) fremdgefüttert. Es geht ihr leider nicht sehr gut dabei. Der Verursacher konnte noch nicht gefunden werden, da Penny Freigängerin ist, habe ich gestern erst einmal vorsorglich ein paar Flugblätter in der Nachbarschaft verteilt.....

Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten 2012

Mit diesen Bildern aus dem weihnachtlich geschmückten Chatsworth House wünsche ich allen Lesern dieses Blogs sowie Freunden und Familie (soweit sie dies lesen) eine wunderschöne Weihnachtszeit.
Am 27. und 28. Dezember muss ich leider arbeiten und am 30. Dezember werden wir zur  Sylvesterfeier nach Deutschland fahren. Dort werden dann mit der Familie noch die Geschenke ausgetauscht.

Samstag, 22. Dezember 2012

Tintenfisch geschmort in Rotwein

Bitte lasst Euch nicht von diesem 'uninspirierten' Foto abschrecken, dieses Gericht ist 'ne Wucht  nur eben nicht von der besten Seite fotografiert! Ich fand das Rezept in der January Ausgabe des 'Good Food' Magazins - dank Tesco-Punkten habe ich jetzt ein Jahresabo dieser Zeitschrift , und ich muss sagen, ich kann die neueste Ausgabe kaum abwarten. Man kann es mit Reis zusammen als Hauptgericht anbieten oder aber als Bestandteil einer Tapas-Runde anrichten. Ich habe den geschmorten Tintenfisch für zwei Personen gekocht, folgendes kam hinein:
Olivenöl
500g vorbereiteten Tintenfisch mit Tentakeln, in dicke Ringe geschnitten
1 Zwiebel, kleingeschnitten
1 - 2 Knofizehen, in feine Scheibchen geschnitten
1/2 TL Fenchelsamen
1 - 2 Lorbeerblätter
1/2 EL gehackter, frischer Rosmarin
Prise Zucker
1 - 2 EL Rotweinessig
1 Dose gehackte Tomaten
100ml leckeren Rotwein
Tintenfisch, Knofi und Zwiebeln in etwas Olivenöl in einer feuerfesten Casserole anschwitzen, die Gewürze zugeben und ca. 15 Min trocknen kochen lassen. Nun mit den flüssigen Zutaten ablöschen. Nun auf ganz kleiner Hitze, zugedeckt 1 Stunde köcheln lassen. Der Tintenfisch wird ganz zart (nicht gummiartig, wie man erwarten könnte!). Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Kräutern bestreut anrichten.


Freitag, 21. Dezember 2012

21. Dezember 2012 - erfüllt sich die Maya-Prophezeiung?

Heute Morgen 'mal vorsichtig durch die Gardine gelinst, noch alles da, wo es sein sollte. Der Compi funktioniert auch noch, die Elektrizität ist auch noch nicht ausgefallen, sollte alles OK sein, muss ich wohl doch zur Arbeit gehen :o(
Ich muss sagen, obwohl ich irgendwann den Film 2012 gesehen hatte, hatte ich ihn nicht mit der Maya-Prophezeiung in Verbindung gebracht (ich bin machmal etwas langsam!) - So war ich dann auch überrrascht, als mich eine Kollegin gestern fragte, ob ich heute überhaupt noch zur Arbeit kommen würde, es lohne sich am Weltuntergang doch nicht..... Dann telefonierte ich mit Mutti, die sagte, dass sie das Putzen erst einmal verschieben würde, da schliesslich die Welt heute untergehen sollte?????? Wenn das nicht der Fall sei, würde sie dann den Hausputz Morgen in Angriff nehmen, häähhhhh?
Abends sah ich ein Programm im TV, das sich mit dieser Prophezeiung beschäftigt, und siehe da, die wesentlichen Teile der Prophezeiung sind sowieso vom Glyphen-Stein abgebrochen, das Datum steht, aber was genau passieren soll, das steht in den Sternen - 'open for interpretation', wie man hier sagt.
Und da dämmerte es auch mir endlich: Diese Endzeit-Theorien sind 'Big Business', sie spielen mit der Angst der Menschen und versuchen dabei Geld zu machen. Es gibt z.B. in den USA (nur dort ist man so bescheuert) ein paar Firmen, die verkaufen Endzeit-Shelters, das sind so U-Boot-artige Röhren, die werden tief in den Boden eingelassen und dort kann man dann bis zu einem Jahr die überirdisch stattfinden Katastrophen aussitzen... fraglich ist für mich allerdings, 'will ich das denn überhaupt?'. Weiterhin kann man Endzeit-Überlebenskurse buchen, zuerst einmal lernt man dort den Umgang mit schwerer Artillerie! Typisch USA Style. Und in die Röhren kommen dann nur die aufrechten (weißen-gesetzestreuen-kirchlich organisierten usw.) Bürger, das ganze andere Gesocks und die Problemfälle lassen diese Endzeit-Überlebenden da schön hinter sich, und fangen einfach noch einmal von vorne an - mit Gewehr versteht sich. Bei unseren US-Cousins ist offenbar der Pioniergeist geweckt und wenn man dann noch ein paar Indianer erlegen kann, ist die Welt 'fast' wieder perfekt. 
Also, lasst Euch nicht verschrecken, wenn es eine Katastrophe gibt, findet sie sowieso in den USA statt, hier dürfen wir uns auf ein paar freie Tage mit Freunden und Familie freuen.
Ich habe übrigens gestern doch noch zwei kleine Stollen nach diesem Rezept (halbes Rezept) gebacken ;o)) - hoffentlich kriegen wir die bis zum Weltuntergang noch gegessen!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Wintersonntag in London - oder Bayern oder China?

Sonntag haben wir uns mit deutschen Freunden in London getroffen. Ziel war der (deutsche) Weihnachtsmarkt Winterwonderland im Hyde Park. Dieser stellte sich als verkleinerte Version des Oktoberfestes heraus.
Man fühlte sich durch Musik und Angebot fast schon ganz in Bayern - nur der Schnee fehlte halt, Hubby und mir hat es gefallen, für unsere deutschen Freunde war es eher 'schaurig' als 'schön....
 Alle Schausteller und Fahrgeschäfte kommen tatsächlich aus Good Old Germany!
Nach einem Besuch  bei Harvey Nicols und Harrods ging es in den M & M Store am Leicester Square. Dies soll der größte Süßigkeiten-Shop in der Welt sein, beeindruckend ist er allemal.
Und M & Ms gibt es natürlich dort auch, vom Zapfhahn gewissermaßen und allen Farben und Schattierungen. Leider (oder vielleicht gut so?) sind manche der US Sorten in Europa wegen der Bedenklichkeit der Zusatzstoffe nicht zugelassen.


Den Tag liessen wir in China Town, gleich um die Ecke vom M & M Store,  im Restaurant 'Four Seasons' ausklingen.
China Town hat einen speziellen Platz in meinem Herzen, denn dort habe ich mit Hubby schon viele schöne Abende verbracht. So war es toll dort endlich einmal wieder einen Besuch abzustatten.






Mittwoch, 19. Dezember 2012

Weihnachten - kommt immer so überraschend?

Hier bei uns im Haus muss es einfach Truthahn sein, auch wenn ich meinem Hubby tausendmal erzähle, dass das Weihnachtsessen auf der Insel traditionell Gans war.... heutzutage ist der 'Turkey' zu Weihnachten in den allermeisten Familien Standard. Ein Gutes hat das, da kann man nix falsch machen, alles wissen was kommt, das mag einfach jeder (Vegetarier einmal ausgenommen!). In der Weihnachtszeit findet sich das 'Christmas Dinner' auf allen Speisekarten landauf - landab. Ich hatte in diesem Jahr bereits 3 x die Gelegenheit Christmas Dinner zu mir zu nehmen.... habe aber darauf verzichtet, auch bei Hubby war es nicht anderes. Ich habe sie alle durch, ganze Truthähne, Turkey Crowns, vom TK bis zum Farmshop. Meine Beurteilung: Reichlich 'Messy' - wenn man die besten Scheibchen abgeschnitten hat, endet man den Weihnachtstag in der Küche damit endlos die Fleischfitzel von den zahlreichen Knochen abzupüsel - die Familie schaut derweil die Wiederholungen im TV und isst die Chocolate Box leer.... grrrrr. Danach wird mindestens eine Woche alles vom Turkey Curry (gut zu essen bei Bridget Jones Mum!), zum Turkey Sandwich über Turkey Bake zu Turkey Quiche serviert - die Möglichkeiten sind schier endlos, da tun sich tiefe Abgründe auf....
In diesem Jahr wird das so nicht mehr durchgezogen. Wir werden am Weihnachtstag 'nur' fünf Personen sein - drei unserer vier Söhne leben im Ausland und können nicht kommen, der verbleibende Sohn muss mit seiner Freundin die Familienehre retten und Schwiegermutter darf natürlich nicht fehlen. Mein Ziel ist: KEINE RESTE! Damit dies auch klappt habe ich eine Turkey Crown, das ist eine Truthahnbrust auf dem Knochen gekauft. Diese habe ich abgelöst, damit sich der Braten später in schöne Scheiben schneiden lässt. Die Carcasse wurde zum herstellen eines Fonds für anzufertigende Sauce benutzt.
Stuffing (die Füllung) ist den Einheimischen auch sehr wichtig. Ich habe sie aus 500g Bratwurstbrät vorbereitet. Dazu kamen 100g getrockenete Aprikosen, fein geschnitten, 2 EL Pinienkerne, gehackt, 2 TL Senf, Majoran, 1 Knofizehe, gerieben, 1/2 TL gemahlener Koriander, 1/4 TL gemahlener Zimt, ordentlich Pfeffer und natürlich etwas Brandy (wir sind schliesslich in UK) - alles gut durchgemischt, das geht am besten mit den Händen. Die Füllung habe ich auf die Truthahnbrust gestrichen, dann den Braten aufgerollt und mit Küchenzwirn verschnürt - von diesem Vorgang, weil auch ziemlich messy, gibt es leider keine Fotos. Zum Schluss wird der Braten noch mit Speck umwickelt, der wird mitgebraten und 30 Min vor Ende der Garzeit abgenommen, damit die Haut schön braun wird. Der Braten wartet nun im TK auf seinen Einsatz am 1. Weihnachtstag.

Montag, 17. Dezember 2012

Etwas mehr habe ich schon gebacken.....

Mince Pies dürfen, wie in jedem Jahr :o) nicht fehlen. Der Teig geht so wie bei den Mürbchen, ABER die Zuckermenge ist auf einen EL reduziert. Also, ich mache für ungefähr 24 Pies einen Teig aus 250g Mehl, 125g Butter, 1 Eigelb, 1 EL Zucker und etwas frisch gepressten O-Saft sowie O-Abrieb. Das Mincemeat habe ich schon vor einem Monat angefertigt, nach diesem Rezept. Es ist geschmacklich nun schön gereift. Allerdings wurde es mit etwas veränderten Trockenfruchtanteilen als zuvor gemacht. Dieses Jahr sind nur ein paar Rosinen und dann viele getrocknete Cranberries, getrocknete Pflaumen und Datteln drin - das schmeckt fast noch besser, als mit den vielen Rosinen. Man nimmt halt, was man da hat. Die Mince Pies werden immer frisch gebacken und am besten noch warm, mit Puderzucker bestreut, gegessen. An jedem Adventswochenende mache ich das. Bitte nicht zu viele auf einmal machen, frisch gebacken schmecken sie einfach am besten und das Mincemeat hält sich schon einige Zeit im Kühlschrank. Die Backzeit ist ungefähr 15 - 20 Minuten bei 200 Grad. Ich habe noch je einen TL Damsonjam auf das Mincemeat gesetzt bevor ich den Deckel (Stern) aufgesetzt habe, da gab noch zusätzlich fruchtigen Geschmack.

Samstag, 15. Dezember 2012

Mürbchen - für Backmuffel wie mich

Neulich bei 356 Tage gesehen, habe auch ich mich dem weihnachtlichen Backen ergeben, aber nur im sehr kleinen Rahmen..... in der Weihnachtszeit bin ich immer richtig froh, dass ich nicht - wie in Deutschland üblich - zig Sorten Weihnachtsplätzchen backen muss.
Ich esse Weihnachtsplätzchen zwar wirklich gerne, aber das Machen - da sind meine feinmotorischen Fähigkeiten nicht ausreichend ausgeprägt. Ich habe einfach nicht genug Geduld! Sorry! Diese Mürbchen werden nach dem Prinzip 3 : 2 : 1  gearbeitet. Also Mehl, Butter und Zucker  plus ein Eigelb und ggfs. etwas O-Saft auf jede 200 - 250g Mehl zu einem Teig verarbeiten, das geht am besten im Food Processor. Ich habe noch abgeriebene Zitronenschale hinzugegeben, gemahlene Nüsslein oder Mandeln wären auch denkbar. Den Teig auf etwas Mehl ausrollen und nach Lust und Laune ausstechen. Bei 180-190 Grad ca. 10 - 12 Minuten abbacken. Mit Zitronen-Puderzuckerglasur bestreichen ('Hundreds and Thousands' darauf streuen) und dann zum Tee geniessen - da bin ich dann wieder vorne mit dabei :o))

Dienstag, 11. Dezember 2012

Von Doggy Box und Schwiegermüttern

Meine Schwiegermutter ist 89 Jahre alt. Sie erfreut sich (meist) bester Gesundheit und lebt alleine (mit unserer Unterstützung) in ihrem kleinen Bungalow. Als ich sie kennenlernte war ich vorsichtig, ich wusste nicht, wie sie auf eine Deutsche in der Familie reagieren würde, schließlich wurde ihr Lieblingsbruder im Krieg von den Deutschen heruntergeschossen, und auch sie selbst hatte in der Air Force aktiv gedient. Ich war nervös und wollte auf jeden Fall einen wirklich guten Eindruck machen. Ich hätte mich nicht sorgen müssen, denn sie nahm mich sofort in die Familie und in ihr großes Herz auf. Seither sind wir wirklich gute Freunde! Wir haben viel gemeinsam, zuerst einmal lieben wir beide ihren Sohn, dann kommt das Gärtnern und auch das leckere Essen. Da ist sie bei mir schon an der richtigen Adresse. Sie hat noch nie eine Einladung zum Essen bei uns ausgeschlagen, da kommt sie ohne Zier, und ganz bestimmt. In Vorbereitung auf ein Dinner bei uns, isst sie den ganzen Tag nichts, damit sie auch jeden Gang mitnehmen kann, da bleibt kein Krümel auf dem Teller. Auf ein bis zwei Gläschen Sekt besteht Doris, die sonst Alkohol verabscheut, bei uns immer, gern noch mit einem Schüsschen Cassis oder Holundersirup.
Eine Gericht lehnt sie leider ab: Rindfleisch! Seit BSE hat sie kein Steak mehr angefasst, das gibt es bei ihr nicht mehr..... Also machte ich unlängst an Hubby's Geburtstagsfeier einen Rinderrippenbraten und gleichzeitig noch einen Schweineschulterbraten. Mit zwei Backöfen gar kein Problem - danke Rangemaster. Der Rinderbraten wurde 'on the bone' (das sieht man auf dem Foto schlecht) ca 2 -3 Std bei mittlerer Hitze gebraten, das Garthermometer gibt über den Zustand des Fleisches Auskunft, wenn es bei 60 - 65 Grad angekommen ist, ist es so, wie wir es mögen, in der Mitte pink aber das Blut läuft nicht mehr heraus. Der Braten bekam noch eine Einreibung aus Senfpulver, Trüffelöl, Knoblauchöl und Salz - so von Nigella vorgeschlagen.
Dies war die gut vorzubereitende (nämlich gar nicht!) Vorspeise. Einfach eine Dose Bloc de Foie Gras aus France aufgemacht und mit Onion Chutney und Garnitur serviert, dazu etwas Toast. Kommt bei der Familie immer wieder gut!
Und hier im Bild die Doggy Box, so eine Box kriegt Schwiegermutter nach einem Dinner bei uns immer mit, sie nahm reichlich vom Schweineschulterbraten, den Roast Potatoes, auch von den Roast Parsnips and Carots und dem leckeren creamed Cabbage(kremiger Wirsing).
Ich habe wirklich totales Glück gehabt, mit meinen Schwiegermüttern, ja auch in meiner ersten Ehe hatte ich eine sehr liebe Schwiegermutter.
Schwiegermutter - das war der Riesenstress meiner eigenen Mutter, sie lebte tatsächlich immer in dem Glauben, dass sie es ihrer Schwiegermutter (meiner Oma) nie recht machen konnte. Vielleicht habe ich doch in dieser Beziehung von meiner Mutter etwas gelernt, nämlich, wie man es nicht machen sollte???

Sonntag, 9. Dezember 2012

Chinesische Pflaumensauce mit Ente nach Pekingart

Pekingente, so wie in China, wird einem so einfach in einer westlichen Küche nicht gelingen. Da gibt es viele Arbeitsschritte und Aufwand, danach strebe ich nun gar nicht - ich mag es eher einfacher. Ente wird in meiner Familie traditionell im Winter oft gegessen, warum nicht einmal mit einem chinesischen Touch? An diesem Sonntag (vor einiger Zeit) habe ich nochmals das Kochbuch von Gok Wan zu Rate gezogen.  
Gok schlägt vor die Ente Salz, Pfeffer und 5-Spice-Powder zu würzen und sie mit Sternanis, Zwiebel, Ingwer, Knofi und Frühlingszwiebeln zu füllen. Die Haut der Ente wird mit einer Gabel ringsrum eingepiekst und dann kommt die Ente auf einen Rost in den 200 Grad vorgeheizten Backofen. Nach einer Stunde die Temperatur auf 220 Grad schalten und nochmals 25 Minuten rösten, ich habe mit Thermometer gearbeitet und fand, dass die Ente noch gut eine weitere halbe Stunde brauchte, hätte sogar noch etwas mehr sein dürfen, denn bei diesen Gericht sollte das Fleisch vom Knochen 'abfallen'.
Beim China-Man hier wird die Ente mit Hoisin Sauce serviert, Gok empfiehlt uns seine hauseigene Plum Sauce (Pflaumensauce), die habe ich nachgekocht - und ich muss sagen: Total leckerchen! 
Für die Sauce:
8 dicke Pflaumen, entsteint und geviertelt
1 TL 5-Spice-Powder
1 rote Chilischote, fein geschnitten
2 - 3 TL flüssigen Honig
1 Sternanis
2 - 3 TL leichte Sojasauce
2 EL Shaoxing Wine - ersatzweise Sherry
1 -2 Knofizehen, kleingeschnitten
1,5 EL dunkler Muscovado-Zucker
0,5 TL weisser Pfeffer
Alle Zutaten in einen Topf geben (zuerst nur die Hälfte von Honig und Sojasauce zugeben - am Ende dann nach Geschmack abschmecken) und zugedeckt ca. 40 Minuten leise köcheln lassen, ab und zu umrühren - etwas Wasser hinzufügen, falls die Mischung zu trocken wird. Sternanis rausfischen und mit dem Zauberstab fein blenden, ggfs noch mit Sojasauce und Honig abschmecken. Die Sauce hält sich im Kühlschrank ein paar Wochen und kann wie Chutney  oder Preiselbeersauce zu den verschiedensten Winter-Gerichten verwendet werden.
Die in kleine Stückchen aufgeschnittene Ente wird Gurkensticksen und fein geschnittener Frühlingszwiebel in Pfannekuchen serviert. Wir hatten keine Pfannekuchen, daher haben wir aus Eisbergsalat kleine Entenpaketchen gemacht, mit der Sauce beträufelt hat das ganz hervorragend geschmeckt.

Freitag, 7. Dezember 2012

Gurkenrisotto mit Schollenfilet und Krabben

Das müsst Ihr unbedingt probieren, fast eine Offenbarung- oder ich war einfach nur hungrig? Wieder einmal aus der Not geboren (ich hatte zwei Gurken gekauft - BOGOF  (buy one get one free) und die lagen nun schon ein paar Tage im Kühlschrank. Also warum nicht die Gurken einfach ins Risotto schmeissen, das hat prima funktioniert.
Folgendes kam rein:
140g Risottoreis
500ml selbstgemachten Fischfond
1 Schuss Vermouth extra dry
etwas gemörserten, getrockneten Fenchel
1 kleine Tasse TK Krabben
2 Schollenfilets
1 Bananenschalotte, fein geschnitten
1 fette Knofizehe, gerieben
Traubenkernöl (mal etwas anderes)
1 Gurke, geschält, halbiert und entkernt in ca. 1 cm breite Scheiben geschnitten
Gurken sind auf der Insel allerdings nicht so Mammut-Dinger, wie ich sie noch aus Deutschland kenne - also eine eher kleine Gurke verwenden, oder eine halbe große, aber dann vierteln
Risotto wie gewohnt zubereiten, zuerst die Schaloten mit dem Knofi in Traubenkernöl anschwitzen, Reis zugeben und glasig dünsten, mit Vermouth ablöschen und dann den warmen Fischfond nach und nach aufgiessen. Die Gurkenstücke schon nach ca 5 Minuten zugeben, da diese etwas garen sollten. Gleichzeitig die mit Zitronensaft beträufelten Schollenfilets kurz unter dem Grill garen. Zum Schluss das Risotto noch mit etwas Butter verfeinern. Die Krabben im fertigen Risotto gut durchwärmen und mit den zerpflückten Schollenfilets bestreuen. Ich habe noch mit Schezuan Pepper (meine Neuentdeckung - schmeckt toll!!!) bestreut.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Chatsworth House, Derbyshire

Letztes Wochenende besuchten wir Chatsworth House, dies stand schon lange auf unserer Liste der zu besuchenden Häuser. Chatsworth House ist das Haus der Dukes of Devonshire. Hier ist die offizielle Website.
Auch hier gibt es einen umfangreichen Park den wir im frostigen und sonnigen Wetter gerne erwandert haben. Im Bild oben die Wasserkaskade.
Die Anlage ist wunderschön in die Hügel des Peak Districts eingebettet. Der Park wurde von Joseph Paxton angelegt, dieser startete von Chatsworth House seine Karriere.  Er pflanzte allerlei exotische Bäume an.
Im Peak District gibt es viel natürliche Quellen. Ein Großteil der auf der Insel verkauften Mineralwässer kommt aus der Gegend. Chatsworth macht da keine Ausnahme, es gibt einige Seen und diese führen ausreichend Wasser um die Wasserspiele zu ermöglichen.
Da sieht man wieder, dass Reisen bildet, denn sowohl das Haus als auch der Park orientieren sich an den großen Park- und Schlossanlagen Europas, vor allem an denen im Frankreich und Deutschland. 
 
Ich kann mir schon lebhaft vorstellen, dass der Duke irgenwann von einer langen Reise aus Frankreich zurückkam, seinen staubigen Mantel auszog und seiner Frau von Versailles erzählte und diese dann sagte: 'so ein Haus wie bei Königs will ich aber auch haben' - ja und dann wurden keine Kosten gescheut, da wurde es gebaut.
Wie immer bei uns, auch dieses Mal endete der Ausflug mit 'Afternoon Tea',  der findet im Carriage Restaurant statt und man kann ihn auf der Internetseite vorher buchen.
Chinesischer Tee im chinesischen Kännchen. Dazu gab es Fingersanwiches, Scones und Clotted Cream und Strawberry Jam. Lemon Posset und Brownie sowie einen fetten Baiser. Mmmmmhhhh!