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Montag, 30. April 2012

Quarkhörnchen

Neulich bei Küchenschabe gesehen, kamen sofort Sehnsucht nach diesen Quarkhörnchen auf. Meine Oma und auch meine Mutti haben diese regelmäßig gebacken.
Der Teig ist denkbar einfach:
250g Quark (bei mir war es Magerquark)
250g Salzbutter
250g Weizenmehl
Alles schön zu einem Teig verkneten (Achtung, klebt ein bisschen), dann im Kühlschrank mindestens eine Stunde ruhen lassen.
Oma hat immer mit selbstgemachtem Zwetschgenmus gefüllt, das hatte ich nicht, aber dafür gab es bei mir selbstgemachten Victoria-Plum-Jam, auch nicht schlecht! Weiterhin habe ich noch, wie bei Küchenschabe gesehen, etwas Schoki beigefügt.
Zuerst habe ich Vierecke zu Dreiecken gefaltet, dachte das sei einfacher, aber dann kam doch die Oma Anna durch, und ich habe Hörnchen gerollt.
Schön mit Eigelb einpinseln und dann bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen. Die Füllung kann übrigens auch herzhaft ausfallen, der Teig selbst ist ja nicht süss.
Mit Puderzucker servieren, bei mir gehen sie gleich mit ins Büro.....

Samstag, 28. April 2012

Quiche mit Tenderstem Broccoli und Lachs

Neulich beim Abendessen, es gab gegrilltes Lachsfilet und Salat aus Spinat, Kirschtomaten und Tenderstem Broccoli, habe ich bewusst mehr gemacht, damit ich heute Morgen dann auch Reste zu verwerten hatte. Es schwebte mir eine Quiche vor.
Den Teig (ergibt eine grosse Tarteform) habe ich wie folgt gemacht:
150g Weizenmehl
50g Buchweizenmehl
100g weiche Salzbutter
Mineralwasser
Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und eine gebutterte Tarteform damit auslegen. Mit der Gabel mehrfach einstechen und 12 Minuten bei 220 Grad vorbacken.
Der Belag bestand aus den folgenden Zutaten:
2 kleine gegarte Lachsfilets, auseinander gepflückt
4 Stiele Tenderstem Broccoli, vorgegart (normaler Brokkoli geht auch)
3 - 4 Tomaten, gehäutet, entkernt und kleingeschnitten
2 - 3 handvoll geriebenen Käse
Alle Zutaten auf den vorgegarten Boden geben und mit einem Guss aus 5 Eiern, 1 Becher saurer Sahne, Salz, Pfeffer, Muskat und etwas getrocknetem Estragon begiessen. Weitere 25 Minuten bei 220 Grad backen.

Dienstag, 24. April 2012

Antipasti zum Lunch

Dies ist zur Zeit mein Lieblingslunch. Antipasti von eingelegten Paprika und Zucchini. Aufgepeppt mit etwas Fetakäse, schwarzen Oliven und französischer Salami. Dazu frisch getoastetes Naanbread. Es könnte schlimmer sein :o)

Montag, 23. April 2012

Frühlingsgarten zwischen den Regenschauern

So langsam macht es wieder Spass in den Garten zu gehen. Es grünt und blüht überall. In diesem Jahr bin ich mit dem Resultat meiner herbstlichen Blumenzwiebelaktion mehr als zufrieden. Ich hatte mir so einen Bulb Planter gegönnt, der machte aus der Pflanzarbeit eine saubere Sache und generell ein Kinderspiel. In den vergangenen Jahren hatte ich immer aufwändig tiefe Löcher gegraben, diese mit Kompost und Dünger angereichert und die Resultate waren nie 100%.
Im vergangenen Herbst mit dem neuen Bulb Planter dann ganz einfach, Planter in den Boden gesteckt, die Erde wird ausgehoben, Zwiebel ins Loch und Erde durch Druck auf den Griff lösen, einfacher könnte es nicht sein, an einem Nachmittag habe ich 12 Pakete Blumenzwiebeln locker eingegraben und - alle - wirklich alle sind gekommen und haben geblüht oder blühen noch - ich bin begeistert.
Hier sieht man die französischen Frühstücksradieschen, schon fast zur Ernte bereit. Ich frage mich gerade, essen Franzosen eigentlich Radieschen zum Frühstück? Das ist wohl nur so eine Idee der Engländer, denke ich mal.
Hier im Bild ein neuer mehrjähriger Phlox namens Zaluzianskaya ovata (Night Scented Phlox), kommt offenbar aus Afrika. Hoffen wir mal, dass er den Winter hier gut übersteht.

Sonntag, 22. April 2012

Earl Grey Tea Loaf aus Jamie's Great Britain

Mit Spannung habe ich die Serie 'Jamie's Britain' verfolgt und mir dann sogleich auch das Kochbuch gekauft. Ich bin bekennender Jamie-Fan, da habe ich ja schon oft geschildert. Dieses Buch ist etwas anders, denn obwohl es im patriotischen Einband daher kommt, findet man darin kaum die normalen Traditionsrezepte. Jamie hat sich vielmehr auf den Weg gemacht herauszufinden was tatsächlich in Grossbritannien heutzutage auf den Tisch kommt. Weiterhin erzählt er uns Geschichten zu den Rezeptursprüngen. Er zeigt uns unsere moderne, multikulturelle Gesellschaft wie sie kocht und lebt.
Seit ich das Rezept für den Earl Grey Tea Loaf gelesen habe, liess es mich nicht mehr los. Ich lebe ja schon einige Jahre hier auf der Insel und habe mich der hiesigen Liebe für Kuchen aus Trockenfrüchten angeschlossen, kann heute kaum verstehen, warum man in Deutschland darüber nicht genauso denkt. Diese Kuchen haben etwas mittelalterliches, es kommen viele, und vor allem gute Zutaten und Gewürze hinein. Man kann sich sehr gut vorstellen mit Elisabeth I oder Henry VIII am Tisch zu sitzen, sie würden genau diese Kuchen (minus den Earl Grey Tea natürlich - zu der Zeit wurden die Früchte wohl eher in Brandy eingeweicht - das geht heute noch genausogut!!!) gegessen haben.
Diesen Kuchen fängt man besser schon am Vortag an. 400g Trockenfrüchte (was man so da hat, bei mir waren es Cranberries, Sultanien, Korinthen, kandierter Ingwer und einige getrocknete Feigen in kleine Stücke geschnitten) und der Abrieb einer Zitrone werden in einen Tee, der aus vier Earl Grey Teebeuteln in 300ml kochendem Wasser hergestellt wird, eingeweicht. Die Mischung wird über Nacht stehen gelassen, die Früchte nehmen den Tee weitgehend auf. Am nächsten Tag habe ich ein Ei in Mr Ken Wood gegeben, dieses wurde mit 200g feinem Zucker aufgeschlagen. Dazu kam der Saft einer Orange (bei mir war es eine Zitrone, da ich vergessen hatte die Orange auf Hubby's Shopping List zu setzen), dazu kommen 400g Self Raising Flour (Mehl mit Backpulver schon drin), 1/2 Muskatnuss gerieben und 1 TL gemischtes Gewürz (entspricht in etwa Lebkuchengewürz ist allerdings nicht so zimtlastig). Dies alles vermischen, der Teig wird eher krümelig, dann die Trockenfrüchte mit restlicher Flüssigkeit unterheben, das geht am besten mit einem Holzlöffel.
Eine Brotkastenform (neu - ist sie nicht hübsch?) mit Backpapier auskleiden und den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Mischung in die Form füllen und 1 Std 10 Min backen lassen.
In der Zwischenzeit den Teesirup bereiten. Aus 200ml Wasser, 100g Zucker, zwei Earl Grey Teebeuteln, dem Saft und Abrieb einer Zitrone einen Sirup einkochen. Das dauert ca. 10- 15 Minuten. Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt mit einem Holzstab mehrfach einstecken und mit dem Sirup tränken. Dabei wird nicht aller Sirup aufgebraucht, den Rest kann man dann zum Kuchen reichen. So und nun aufgepasst, diesen Kuchen gibt es nicht zum Nachmittagskaffee, er wird mit Butter und einem herzhaften Käse als 'After Dinner Treat' gegessen, dazu reicht man Tee oder auch einen Dessertwein.
Ich bitte Euch an dieser Stelle: 'Give Fruit Cake a Chance', er ist voller natürlicher Inhaltsstoffe, einfach in der Herstellung, hält sich ewig und verdient ganz sicher einen Platz in Euren Herzen. Er passt halt nur nicht auf die herkömmliche Nachmittagskaffeetafel.

Samstag, 21. April 2012

Den Frühling locken - mit Erbsen-Salat-Risotto

Danke für die guten Wünsche, ich würde gerne sagen, dass es besser geht, aber dem ist noch nicht so. Am Freitag habe ich eine Verabredung zum Libanesen abgesagt, heute Abend kann ich nicht mit in die Nachbarschaft zur Geburtstagsfeier, Hubby ist allein zum Einkaufen unterwegs, ich bin ans Haus gekettet und fühle mich recht nutzlos. Genug gejammert, es wird schon wieder! Gestern Abend gab es 'more Soul Food'. Risotto finde ich immer so einfach aber sooo befriedigend, vor allem wenn man im TK noch eine richtig gute Hühnerbrühe dazu hat.
Diesmal habe ich für zwei Portionen 200g Risottoreis genommen - Hubby kündigte grossen Hunger an....
Die Basis wie immer eine fein geschnittene Zwiebel, eine Knofizehe und eine Mischung aus Butter und Olivenöl. Dies schön langsam anschwitzen, dann den Reis kurz mitrösten, bis die Körner leicht glasig aussehen (das wusste schon meine Oma Anna - woher eigentlich, frage ich mich heute - denn sie brachte Mutti das Risottokochen bei.....), dann mit etwas Sherry (hatte keinen Wein offen) ablöschen und nun nach und nach die heisse Brühe zugeben. Nach 10 Minuten eine Tasse TK Erbsen (sorry, aber sie sind wirklich gut) unterrühren. Wenn das Risotto fertig ist ein in feine Ringe geschnittenes Salatherz und kleingeschnittenen Kochschinken unterheben, gut durchwärmen und mit ordentlich Pfeffer bestreut geniessen. Für mich braucht es nicht mehr zum glücklich sein. Ich mag mein Risotto gerne richtig schlozig, ganz so wie, wie man es in Italien liebt, so dass man einen Löffel braucht. Was ich gar nicht verstehe, ist das Bedürfnis vieler Küchenchefs und Rezepteerfinder dazu dann noch ein riesiges Stück Fleisch zu servieren.....

Freitag, 20. April 2012

Angeschlagen - Hilfe mit Nostalgie und Zamette nach Oma Anna

Ich bin angeschlagen, MALADE, seit ein paar Tagen geht das schon so, Hustenanfälle lassen mich nachts nicht schlafen, und nun zieht sich auch noch die Nase zu..... ich tue mir schon sehr leid. Leider hat sich meine Krankheit in keinster Weise auf den Appetit ausgewirkt, schade eigentlich! Hier sagt man dazu: 'Feed a Cold, starve a Fever'. Vielmehr mag ich es, als Tröstung gewissermaßen, gern deftig. Macaroni Cheese wurde bereits abgearbeitet, und nun ist die deutsche Küche meiner Kindheit dran - meine Stimme ist so was von im Eimer, ich kann also noch nicht einmal meine Mutti anrufen, wenn ich auf den Arm will.....
Meine Oma, mütterlicherseits kam aus Thüringen und war im Beruf Köchin gewesen - sie sprach dieses Gericht wie 'Zhämde' aus, daher konnte ich es lange im Net auch nicht finden. Jetzt weiss ich aber, dass der Dialekt, den sie sprach 'itzgründisch' war, denn sie kam urspünglich aus Hildburghausen. Davon hatte ich zu ihren Lebzeiten noch nie etwas gehört, fühle mich nun aber priviligiert, da diese Sprache heutzutage kaummehr gesprochen wird. Anyway, ich schweife ab. Bei Zamette handelt es sich um einen Kartoffelbrei, der mit einer Kartoffelmehl-Milch-Mischung gebunden wird und keine Butter aufweist. In meiner Kindheit zählte er zu den Lieblingsessen, wurde liebevoll 'glänzender Kartoffelbrei' genannt und immer dann aufgetischt, wenn Papa nicht daheim war. Dazu gab es für uns dann auch nur eine Beilage, ausgelassenen fetten Speck!!! Und Kompott gehörte unbedingt dazu, am besten Pflaumenkompott, aber aber Birnen (wie in meinem Fall) gehen auch.
Die geschälten Kartoffeln werden also gekocht und dann schnell gestampft, das geht am besten mit einem Handmixer, meine Oma Anna nahm dazu allerdings einen von meinem Opa aus Tannenholz geschnitzten Holzquirl, dann wird die vorher vorbereitete Kartoffelmehl-Milch-Mischung zugegeben und gut vermischt. Um die gewünschte Bindung und den Glanz des Kartoffelbreies zu erzielen, muss man schnell arbeiten, dabei hilft es, diesen Vorgang auf der heissen Herdplatte durchzuführen. Bis hierher ist noch alles klar, oder???
Nun kommen wir zu meinen spezifischen, inselbedingten Schwierigkeiten.
1. Die Kartoffeln auf der Insel sind anders, schmecken auch süßer, ich habe 'White Potatoes' genommen, die waren nicht so passend - vielleicht muss man da etwas mit anderen Sorten experimentieren?
2. Es gibt hier keinen fetten Speck, daher musste ich zum Frühstücksspeck greifen, an sich kein Problem, aber der Frühstücksspeck (Bacon) gibt nicht genug Fett her, denn die Zamette muss ein bisschen im Fett schwimmen. Ich habe das fehlende Speckfett durch Rapsöl ersetzt, was auch nicht so gelungen war.
3. Ich habe keinen Handmixer mehr, daher nahm ich einen traditionellen Kartoffelstampfer, der liess mir zu viele Stückchen, das könnte natürlich zum Teil auch an der falschen Kartoffel liegen...
Fazit: Hat es gut geschmeckt? Ja, schon. Hat es geschmeckt, wie in der Kindheit? Nein, leider nicht. Was bleibt ist die immer noch ungestillte Sehnsucht nach Muttis glänzendem Kartoffelbrei. Leider liest meine Mutter diesen Blog nicht, sonst würde sie wissen, wie sie mich bei meinem nächsten Besuch in der Heimat, glücklich machen könnte :o))

Donnerstag, 19. April 2012

Knoblauchsud - tut Pflanzen gut

Es wird langsam Frühling und ich sorge mich! Da geht es mir ganz wie Sigrun in Ihrem Hillside Garden. Da kann man sich noch so anstrengen, es gibt leider immer zahlreiche 'Garden Pests', Pestilenzen des Gartens gewissermassen, die einem die Erfolge streitig machen wollen. Meine Rosen entwickeln sich gerne auch zum Sorgenkind. Dem will ich in diesem Jahr vorgreifen. Zuerst habe ich im vergangenen September an jede Rose eine Knofizehe gesteckt, die haben bereits schön ausgetrieben.
Nun will ich aber in dieser Saison nichts dem Zufall überlassen und habe mir daher heute noch einen Knoblauchsud angefertigt, der soll alle Blattläuse das Fürchten lehren und dafür sorgen, dass die Rosen schön gesund heranwachsen. Ein Tee für Rosen gewissermassen.
Ich hatte das Rezept bereits hier schon einmal vorgestellt, aber ich stelle es gerne nochmals rein:
ca. 75g frischen Knofi, kleingehackt mit ca. 1 Liter kochendem Wasser aufgiessen. Mindestens 10 Minuten stehen lassen. Abseihen und nochmals 24 Stunden stehen lassen. Nun im Verhältnis 1:10 verdünnen und die Rosen damit wöchentlich (bei bereits bestehenden Krankheiten öfter!!!) sprühen.
Meine zweite Sorge gilt den Weichtierchen in meinem Garten, es regnet seit einigen Tagen und da machen sie sich auf den Weg..... kennt jemand ein wirksames Naturmittelchen? Könnte der Knoblauchsud auch hier Wirkung zeigen? Ich werde auf jeden Fall auch Schneckenkorn streuen müssen. Wie sieht es mit den Hostas in Pötten aus? (Ja, liebe Sigrun, auch ich habe noch nicht alle Hostas durch Farne ersetzt!!) Viele Leute schwören auf Kupferringe, ich habe damit noch keine Erfahrung, wäre Euch daher für Eure Ratschläge sehr dankbar - denn eins ist klar: 'Der Schneck muss weg'.
In manchen 'Jäger + Sammler' Programmen, die hier in schöner Regelmäßigkeit über den TV Schirm flimmern, rät man dazu, die Tierchen zu sammeln, sie einige Tage auf eine Salatdiät zu setzen und sie dann nach so einem Rezept zuzubereiten.... ich bin entsetzt, denn keine noch so tolle Knofisauce oder Mayonnaise kann mich dazu bewegen da hinein zu beissen... obwohl ich sehe die Logik schon... vielleicht zur nächsten Dinner Party, als Vorspeise???

Sonntag, 15. April 2012

Happy Sunday mit Apple Tart

Zum Sonntag zeige ich Euch einen schnellen, leckeren Apfelkuchen. Der Mürbeteig wurde wie folgt zusammengestellt:
80g Salzbutter
160g Mehl
1 Eigelb
1 Vanillezucker
etwas Wasser
Den Teig ausrollen und in eine kleine Tartform geben. Mit der Gabel mehrfach einstechen und bei 200 Grad 12 Minuten vorbacken.
In der Zwischenzeit die Äpfel vorbereiten, es empfiehlt sich Essäpfel, wie z. B. Delicious oder Gala zu verwenden, die zerfallen nicht so leicht. Die Äpfel wie schon hier gezeigt vorbereiten. Den vorgebackenen Teig mit 2-3 EL einer Konfitüre nach Wahl bestreichen, bei mir war es Feigenkonfitüre aus der Provence und dann dicht, kreisförmig, eng überlappend mit den Apfelscheiben belegen. Ich habe für die kleine Form vier Äpfel gebraucht. Tart mit Vanillezucker bestreuen und mit Butterflöckchen belegen. Bei 200 Grad ca. 25 Minuten backen. Die Tart noch warm mit verflüssigtem Riesslinggelee bestreichen. Dazu schmeckt gut Vanilleeis.

Freitag, 13. April 2012

Süsskartoffel-Suppe mit roten Linsen und Apfel

Leider gibt es zu dieser leckeren Suppe kein Fertig-Foto, manchmal vergesse ich das im Eifer des Gefechts. Lecker ist diese etwas ungewöhnliche Combo aber allemal. Sie eignet sich bestens zur Resteverwertung. Bei mir wollten die roten Linsen aufgebraucht werden.
Für 4 - 6 Personen, je nach dem, ob man die Suppe als Vorspeise oder als Abendessen anrichtet, braucht man:
2 grosse Süsskartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
1 Stange Poree, in Ringe geschnitten
2 Knofizehen, kleingeschnitten
1 Tasse getrocknete rote Linsen
1 - 2 Äpfel, geschält und in Stückchen geschnitten
1 getrocknete Chilischote
800ml Hühnerbrühe
Alle Zutaten in der Hühnerbrühe ca. 20 Minuten kochen, ab und zu umrühren (die Linsen kleben gerne am Topfboden), wenn die Zutaten gar sind, die Chilischote rausfischen und alles gut im Blender kleinhächseln, ggfs mit etwas Wasser zu der gewünschten Konsistenz bringen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 11. April 2012

Nachlese Mallorca

Was ist nur los mit mir? Trotz der vielen Food Blogs, die ich jeden Tag lese, fehlt mir momentan die Inspiration zum Kochen. Ostern hatten wir Besuch, es wurde gekocht, aber nicht fotografiert (leider!) und nun ist Hubby in Schottland und ich dümple hier so vor mich hin.
Das Foto mit meinen Mitbringseln aus Mallorca wollte ich Euch nicht vorenthalten. Eigentlich wird nur das Meersalz 'Flor de Sal d'Es Trenc' auf Mallorca hergestellt. Im Naturschutzgebiet d'Es Trenc im Süden der Insel wird nach jahrhundertealter Methode in den Sommermonaten das kristalisierte Meersalz abgefischt. An Land erfährt es dann allerlei Aromatisierung mit verschiedenen Gewürzen oder auch Blumen. Die Menschen bei Flor de Sal haben die Salzstreuung zur hohen Kunst erhoben.
Die handbemalten Flaschenkorken zeigen den maurischen Einfluss auf der Insel und kommen sicher vom nahen afrikanischen Kontinent. Das geräucherte Paprikapulver muss eigentlich bei jedem Spanienbesuch mit nach Hause und die Neuentdeckung dieses Urlaubs: Spanischer Brandy wurde am Flughafen erworben, man kommt auf die seltsamsten Ideen, wenn man so auf den Flieger wartet :o)))
Dieser Brandy, ich dachte es mir sofort, konnte, wie sollte es mit einen Namen wie Osborne anders sein, nur von einem Engländer erfunden worden sein. Ich sage es Euch, die Engländer sind für einen entscheidenden Anteil der Trinkkultur auf der Welt hauptverantwortlich. Man denke nur an Port, Sherry oder gar Whisky..., aber ich schweife ab.
Bereits im Jahr 1772 wurde die Osborne Sherry Company von Thomas Osborne Mann (war da auch eine deutsche Beteiligung???) gegründet. Der Mann kam aus Exeter in Devon und sein Imperium, das in den 50ger Jahren den markanten schwarzen Stier, als Firmenzeichen in Auftrag gab, ist seither das Synonym für spanischen Brandy schlechthin. Weich ist er und sehr gut trinkbar, zum Kaffee oder als Absacker (oder Night Cap - wie es der Engländer etwas vornehmer umschreibt) bestens geeignet.

Montag, 9. April 2012

Besuch in Windsor Castle + Town

Im Jubilee Year - 60 Jahre ist unsere Elisabeth II nun schon auf dem britischen Thron, da wurde es für uns auch einmal Zeit sie in Windsor zu besuchen. Ich kann bestätigen, sie war zu Ostern dort (man sieht es an der Standarte auf dem runden Turm), leider hatte aber sie keine Zeit uns und die paar Hundert anderen Besucher persönlich zu Begrüßen, liess uns ausrichten, dass wir es uns derweil in ihrem Heim gemütlich machen sollten.
Keine Corgies in Sicht, aber Kittykat begutachtete uns argwöhnisch, wollte offenbar nicht gestört werden.
In der St Georges Chapel, auch so eine Untertreibung, sah für mich eher aus wie eine Kathedrale, dort ruhen alle bekannten (und auch die weniger bekannten) Monarchen der letzten 800 Jahre, leider zu viele Reisegruppen dort, so dass man sich gar nicht richtig umschauen konnte.
Die Wetterlage war ziemlich durchwachsen, Windsor Castle liegt auf einem Hügel, da zog es an manchen Ecken ganz nett.

Pünktlich zur Wachablösung waren wir dort. Windsor ist eine der Haupttouristenattraktionen auf der Insel. Entsprechend viele Menschen fanden sich an diesem Ostertag dort ein. Es ist empfehlenswert die Tickets vorher per Internet zu buchen und nicht wie wir, eine Stunde dort anzustehen :o(
Das Städtchen Windsor hat viele kleine Geschäfte und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Alles ist sehr gepflegt. Meine Schwester und Schwager aus Deutschland luden uns zum Lunch ins Cafe ein.
Das ist nun wieder typisch britisch, es wird gegärtnert, was das Zeugs hält, selbst der Hügel wurde terrassenförmig bepflanzt, der Besucher hat allerdings hier leider nur die Möglichkeit den Garten anzuschauen, nicht aber ihn zu erwandern.
Trotz Besuchermassen, ein wirklich schöner Besuch!

Mittwoch, 4. April 2012

Die richtige Temperatur

Es kommt bei vielen Gerichten auf die richtige Temperatur an. Wenn ich früher z. B. Eingefrorenes (vorbereitete Lasagne oder Cottage Pie) im Backofen erhitzt habe, kam es schon mal vor, dass das Gericht innen noch nicht auf Temperatur war, wie soll man auch die Garzeit einschätzen, wenn es nicht aus einer Packung mit schönen Bildchen und Temperaturangaben kommt. Auch bei der Arbeit mit Schokolade oder beim zuverlässigen Garen von Fleisch ist so ein Temperaturmessgerät total hilfreich. Man kann sie für kleines Geld bekommen, meins hat um die £25 gekostet. Der Temperaturbereich reicht von -50 bis 200 Grad und kann auch auf Fahrenheit umgestellt werden. Der Metalstab an der Seite wird in die Mitte des Lebensmittels gesteckt und voila, schon hat man die genaue Innentemperatur. Aufgewärmtes sollte übrigens mindestens eine Innentemperatur von 75 Grad haben, damit alle eventuell vorhandenen Organismen abgetötet werden.

Montag, 2. April 2012

Frühlingsküche - Pasta mit Spargel und Brown Shrimp (Nordseekrabben)

Endlich soll auch hier etwas leichter gekocht werden, obwohl ich gestern noch dieses auftischte.... Es ist nach dem warmen Frühlingswetter nun wieder kälter geworden, aber noch scheint die Sonne. Auf dem Markt lachte mich der grüne Spargel an und die Nordseekrabben fand ich im Supermarkt meines Vertrauens.
Diese einheimischen Krabben von der Nordseeküste werden hier 'Brown Shrimp' genannt und es ist wirklich emfehlenswert nach ihnen Ausschau zu halten, sie sind soviel geschmackvoller als ihre rosafarbigen Kollegen. Ich hatte sie auch noch im Rührei verwendet, köstlich.
Dieses Rezept habe ich für zwei Personen gemacht:
1 kleiner Bund Spargel
2 Frühlingszwiebeln
2 Knofizehen
100g Brown Shrimp
1/2 Becher Creme Fraiche (ich habe Halbfett genommen, das war ein Fehler, denn die Sahne ist leider ausgeflockt :o((((
Olivenöl
1 TL Senf
Salz und Pfeffer
Die Spargelstangen in drei Stücke brechen, die Spitzen zur Seite legen, die Stücke zusammen mit Zwiebel und Knofi in Olivenöl ca. 5 Minuten anschwitzen, Spitzen zugeben und nochmals 2 Minuten braten, dann Sahne, Gewürze und zum Schluss Brown Shrimp zugeben, gut durchwärmen und mit der nach Packungsanleitung gekochten Pasta mischen.