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Freitag, 12. Oktober 2012

Sturm im Joghurtbecher - Yoghurt Pot Cake

Wieder im Buch Nigellissima von Nigella Lawson sprach mich dieser Kuchen besonders an. Sie verkauft ihn im Buch,  als ein im Grundrepertoire einer jeden italienischen Hausfrau vorhandenes Rezept. Das machte mich beim Duchlesen schon stutzig, kommt doch der Joghurt mehr aus der türkischen Ecke.... aber ich dachte, why not!
Die Zutatenliste ist nicht umfangreich, alles dreht sich um einen Joghurtbecher, in diesem werden die Mengen abgemessen.
1 Joghurt, 150g
2 Becher feinen Zucker
2 Becher Mehl
1 Becher Kartoffelmehl
3 Eier, getrennt und Eiweiss steif geschlagen
1 Becher neutrales Öl, ich habe Rapsöl genommen
1,5 Tl Vanille Extrakt
Abrieb einer Zitrone
Die Zutaten nacheinander zu einem Rührteig verarbeiten und in eine bemehlte Form füllen. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 30-35 Minuten backen.
Soweit das Rezept von Nigella, ein paar Dinge kamen mir allerdings schon fragwürdig vor: Die kurze Backzeit, kein Backtriebmittel - aber vertrauensvoll hielt ich mich ans Rezept, hier kann man meine Erfolge sehen.
Der Kuchen ist sogut wie gar nicht aufgegangen, ich machte auch noch den Fehler die Eier nicht zu trennen und nur verschlagen in den Teig zu geben....
In dieser Nahaufnahme kann man sehen, der Kuchen ist 'klietschig', geschmacklich war er toll, dennoch wanderte er dann in den Müll.... leider!
Ganz nebenbei - oder am Thema Kuchen vorbei, hier kann man nachlesen, wie der Filmset 'Nigella's Zuhause' im Studio nachgebildet wurde, so ist das mit den Lifestyle Programmen, alles nur Schein - nothing is real!
Dies ist die zweite Version, nach dem Rezept unten
Aber so leicht geben wir ja nicht auf. Weitere Recherche im Internet ergab, dieser Kuchen scheint in Frankreich sehr populär zu sein, das glaube ich nun wieder, denn Frankreich liebt seine Joghurts! Bei Corey gibt es dazu eine gute Erklärung und auch ein Rezept. Ich habe nach Abwägung aller vorhanden Rezepte diesen Kuchen so gemacht:
1 Joghurt, 150g
2 Becher feinen Zucker
2 Becher Mehl
1 Becher Kartoffelmehl
3 Eier, getrennt und Eiweiss steif geschlagen
1 Becher neutrales Öl, ich habe Rapsöl genommen
1,5 TL Vanille Extrakt
Abrieb und Saft einer Zitrone
1,5 TL Backpulver
Die Zutaten nacheinander zu einem Rührteig verarbeiten und in eine gefettete Form füllen. Im auf 190 Grad vorgeheizten Backofen 45 Minuten backen. Mein Kuchen ist aufgegangen und schmeckt hervorragend, aber ich denke, die Backzeit war immer noch zu kurz, da er unten etwas blass ist und auch sehr schlecht aus der Form kam. Beim nächsten Mal - derzeit bin ich mir noch nicht sicher, ob es ein nächstes Mal geben wird - würde ich eine Std bei 180 Grad backen.
Weiss jemand, wo das Rezept für dieser Kuchen tatsächlich herkommt?


Kommentare:

356 Tage hat gesagt…

Ärgerlich - ich habe oft das Gefühl dass diese Glamour-Chefs ihre Rezepte nicht selber durchgekocht/gebacken haben.

grain de sel hat gesagt…

Och nö, sogar mit nachgebasteltem Garten hinter dem Küchenstudio-Fenster.

Irgendwie, ich weiß nich, macht doch einen schalen Geschmack. Wer ne falsche Verpackung verkauft, der wird unglaubwürdig und demontiert sich am Schluß selbst, irgendwie. *Echt* ist mir lieber!

Anonym hat gesagt…

Hallo!
Warum Dein Kuchen nicht aufgegangen ist: Du hast das Eiweiß nicht steifgeschlagen! Wenn man es in Schneeform zum Schluß unter den Teig hebt...dann geht er auf, das Eiweiß dient dabei als natürlichstes Backtriebmittel der Welt, denn der Schnee entsteht ja durch ganz viele kleine Luftblasen, die im Kuchenteig eingeschlossen werden,die Luft dehnt sich in der Wärme des Backofens aus usw... 35 Minuten sind aber bestimmt zu kurz, ich backe meinen Rührkuchen immer ~60 Min.
Viele Grüße
cme

Anonym hat gesagt…

Das erinnert mich an den guten alten österreichischen Becherkuchen, statt Yoghurt mit Sauerram und dann noch Nüsse und Kakao, aber ansonsten selbes Prinzip. Geht normalerweise auch auf.

Island Girl hat gesagt…

@ 356 Tage, ja das glaube ich auch!
@ grain de sel, mir auch, aber bisher glaubte ich ja auch alles, was ich da so gezeigt bekam...
@cme, genau, das Eiweiss war schon ein Problem, die kurze Backzeit auch, beim zweiten Mal hat es ja auch deutlich besser geklappt.
@ Anonym, ich dachte mir gleich, dass dieses Rezept nicht wirklich italienisch ist, sondern eher an vielen Stellen ueberliefert
LG