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Dienstag, 9. Oktober 2012

Ochsenbrust in Rotwein nach Two Greedy Italians

Ich schwelge in neuen Kochbüchern.... Hubby nimmt es gelassen, schliesslich habe ich versprochen nicht mehr so oft durch die Charity Shops und Flohmärkte zu trändeln, irgendein Outlet muss ich doch haben. Von Magazinen habe ich mich auch schon weitgehend entwöhnt.... Dieses ist schon das zweite Buch, dass ich von dieser Combo gekauft habe. Der Altvater - der Pate gewissermassen - der, der die italienische Cucina Povera erst nach England geholt hat: Antonio Carluccio, hat zusammen mit Gennaro Contaldo, dies ist der Mentor von Jamie Oliver, zwei Reisen durch Italien unternommen. Die beiden sind, wie ich auch, Expats und wohnen schon seit Jahren nicht mehr dort. Da kommt schon 'mal die rosarote Brille ins Spiel. Sie zwängten sich in einen Cinquecento und mit schönster Italo-Kitsch-Musik geht es ab ins Dolche Vita. Hach so was von schön! Manchmal schweifen sie arg ab (Rambling old men!), aber meist ist es wirklich nett!
In Italien kocht man gerne Rinderbraten in Rotwein. Es gibt viele Rezepte für die verschiedenen Fleischstücke. Ich habe mich für gerollte Ochsenbrust (Brisket) entschieden - ein völlig unterschätztes Stück, dabei muss man es nur lange genug kochen lassen, dann entfaltet sich ein herrlicher Geschmack. In Italien wird, wie auch in Deutschland, einen Braten auf dem Herd gekocht. Hier auf der Insel hingegen gehört ein Braten in den Ofen - aber das nur nebenbei!
Die Greedy Italians empfehlen, den Braten am Vortag einzulegen, das habe ich nicht gemacht, bei mir wurde er am Morgen für das Kochen am Nachmittag eingelegt. Das Rezept der Greedy Italiens kann man hier finden, im Folgenden kommt meine  (leicht abgewandelte)Version:
1 kg Ochsenbrust, gerollt
500ml Rotwein (die Italians nehmen eine ganze Flasche, das erschien mir zu weinlastig)
300ml Rinderbrühe
3 kleine Möhrchen, in kleine Stücke geschnitten
1 fette Knofizehe, halbiert
1 Zwiebel, fein geschnitten
2 Lorbeerblätter
2 - 3 Rosmarinzweige
Pfefferkörner nach Geschmack
1 - 2 getrocknete Steinpilze
1 TL Seleriesalz (ich hatte keine Seleriestangen da!)
Olivenöl zum Anbraten
250g Waldchampignons, in Scheiben geschnitten und in Butter gebraten
1 EL Tomatenmark
1 kl. El Senf
Salz und Pfeffer
Speisestärke zum Anbinden der Sauce
Das Fleisch in Wein mit Zwiebel, Möhrchen, Knofi, Rosmarin, Lorbeer, Steinpilzen und Pfefferkörnern zugedeckt marinieren, dabei einmal umdrehen, damit die Marinade auch das ganze Fleischstück erreicht. Aus der Marinade nehmen und trockentupfen, in Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten, das geht am besten in einer separaten Pfanne. In den Bratentopf geben und mit der Marinade Rinderbrühe begiessen, Senf und Tomatenmark zugeben, ca. 3 Stunden langsam köcheln lassen. Wenn das Fleisch gar ist, aus dem Bratensud nehmen und diesen durch ein Sieb gießen. Mit Speisestärke anbinden und die gebratenen Pilze zugeben. Schmeckt so was von lecker!!! Dazu gab es bei uns Kartoffelpuree und geröstetes Pastinaken-Möhrengemüse. Fantastisch dazu (und ganz klassisch) wäre natürlich auch Polenta :o))

Kommentare:

356 Tage hat gesagt…

Kein Wunder dass Hubby dein neues Hobby schätzt, wenn sowas leckeres rauskommt. Allerdings kann ich mir kein günstigeres "pastime" vorstellen als Flohmärkte und charity shops...

Island Girl hat gesagt…

Hi 356 Tage, ich liebe Flohmaerkte aber in unserem Haus hat sich einfach zuviel angesammelt, ich sehe das ja ein.... jetzt miste ich aus, dann kann ich wieder sammeln :o))) LG Gudrun

356 Tage hat gesagt…

Mein "resident Englishman" ist auch immer ein bisschen skeptisch wenn wir auf Flohmärkte gehen, so nach dem Motto "do we really need more plates/cups/bowls" etc. Zum Glück habe ich meinen Requisitenkeller.