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Sonntag, 27. März 2011

Schöner Sonntag

Oben im Bild sieht man das Kissen, das ich hätte kaufen sollen, als ich die neulich die Möglichkeit dazu bei einem Ausflug hatte, es hat mir soooo gut gefallen, aber, kennt Ihr das auch, manchmal ist man einfach zu geizig sein hartverdientes Geld auszugeben, und dann geht die Gelegenheit vorbei und man beißt sich in den Allerwertesten....? Was soll's vielleicht finde ich das Kissen ja noch einmal irgendwo.

Wie war die Woche, also das schon vorweg, gekocht wurde die ganze Woche bei mir nicht. Ich habe mich so durchgemogelt. Einmal gab es den Pizzaservice, zweimal waren wir eingeladen, einmal in eine Pub, dort gab es für mich Fish'n Chips - welcher Teufel mich beim Bestellen dieser Kalorienbombe geritten hat, weiss ich bis heute nicht. Gestern wurden wir bei Freunden mit Persian Chicken und allem Drum und Dran verwöhnt, zum Nachtisch gab es einen Schwarzwald Eisbecher - eins ist klar, mich kann man bald rollen. An den anderen Tagen wurde vorwiegend improvisiert, schnell 'mal etwas auf die Faust gegessen.

Warum diese wenige Zeit in der Küche?

Die vergangene Woche war ich vorwiegend damit beschäftigt meinen Garten endlich auf Vordermann zu bringen. Ich sage Euch, da standen Rodungsarbeiten beim Unkraut an. Fertig bin ich noch nicht, aber schon ein großes Stück vorwärts gekommen. Ich habe einen kleinen Garten und irgendwie schleppe ich immer so mickrige Pflänzchen durch, die wollen einfach bei mir im Garten nicht wachsen, nun war ich brutal, alles was keine gute 'Show' bietet mußte gehen. Ersetzt wurde mit neuen Stauden und Sträuchern. Altes wurde geschnitten, umgepflanzt etc.

Eine tolle Website von 'Mein Schöner Garten' hat mich in der letzten Woche auch reichlich motiviert. Dort gibt es über 2500 Usergärten, die kann man sich alle mit Fotos anschauen, das ist besser als das beste Gartenmagazin..... In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Sonntag, vorzugsweise im Garten.

Dienstag, 22. März 2011

Orquesta Buena Vista Social Club

Seit Jahren bin ich Fan und habe alle CDs des Buena Vista Social Club. Viele Mitglieder sind mittlerweile '6 Foot under', dennoch wollte ich unbedingt Tickets für die Vorstellung im Theater ganz hier in der Nähe. Hubby hatte gemischte Gefühle, seine Lieblingsmusik ist es nicht, aber er tat mir gerne den Gefallen. Vorher ging es zum Türken leckerchen Essen und dann in die Show. Musikalisch hat die Truppe einiges drauf, allerdings geht es mehr in die Richtung Fiesta - also laut und schnell. Ich liebe eher die ruhigen, romantischen Stücke, in denen die Stimmen ins Ohr gehen. Als dann die über 80jährige Omara Portuondo auf die Bühne kam, war der Abend für mich gerettet. Ihre Stimme hat Präsenz und Ihr Bühnenauftritt riss mit! Unvergleichlich!
Hier kann man reinhören.

Montag, 21. März 2011

Cremiger Königskohl im Januar - Creamed January King Cabbage

Wer könnte diesem Kohl widerstehen??? Ich fand ihn so toll und musste ihn sofort kaufen. Ein naher Verwandter des Wirsing soll er sein, der Geschmack ist etwas bitterer und die Blättchen sind feiner und nicht so gewellt. Die äußeren Blätter haben eine leicht rote Färbung, innen ist er aber zartgrün.
Ich habe ihn so gekocht, wie ich es immer mache. Kohl fein schneiden. Dazu zwei kleine rote Zwiebeln in Scheiben schneiden. Zuerst die Zwiebeln in etwas neutralem Öl anschwitzen, dann den gewaschenen Kohl zugeben. Unter Rühren ca. 10 Minuten garen - das geht sehr gut im Wok. Ordentlich Pfeffern und auch etwas Salzen. Zum Schluss 3 - 5 EL Schlagsahne unterrühren. Bei mir gab es den cremigen Kohl als Beilage zum gefüllten Schweinefilet.

Sonntag, 20. März 2011

Konfitüre-Streuselkuchen auf Quark-Öl-Teig

Ganz nostalgisch ging es bei mir zu, ich habe nämlich Quark-Öl-Teig gemacht. Wieder einmal war ich überrascht, wie schnell das ging und wie gut er schmeckt. Das Rezept stammt aus dem Buch 'Die besten Backrezepte von A - Z - Die neue große Backschule', das Buch habe ich, wenn mich nicht alles täuscht, vor Jahren bei Aldi gekauft.
Für ein Blech, oder zwei kleine, wie bei mir braucht man:
375g Mehl
3 TL Backpulver
200g Magerquark
100g Zucker
2 Eier
9 EL Öl
Prise Salz
Zum Bestreichen:
250g Konfitüre, ich habe munter gemischt, hier ein Restchen Preiselbeeren, dort ein Rest von der Blaubeerkonfitüre, das ganze verlängert mit hausgemachter, gemischter Marmelade
Für die Streusel:
300g Mehl
150g Butter
150g Zucker
1 Eigelb
1 Msp gemahlenen Zimt
Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel mischen. Quark, Zucker, Eier, Salz und Öl auf das Mehl geben und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zugedeckt etwa 10 Minuten ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen und auf ein/bzw zwei gefettetes Backbleich geben. Mit der Konfitüre bestreichen. Streusel aus den o.g. Zutaten mischen und auf den Kuchen geben. Den Kuchen im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20 - 25 Min backen.


Samstag, 19. März 2011

Red Nose Day 2011

Also gestern war der Comic Relief Red Nose Day 2011. Ich habe ja schon manchmal über die Versessenheit der Inselbewohner auf das Sammeln für einen guten Zweck berichtet. Gestern ging es wieder hoch her bei uns im Büro. Für den guten Zweck hat sich ein Kollege das Brusthaar wegwaxen lassen - auahhhh. Die anderen jungen, männlichen Kollegen machten je 1000 gesponsorte Liegestütze, unter dem Beifall der weiblichen Belegschaft. Ein weiterer Kollege liess sich eine Glatze schneiden.... Verkleidung war angesagt, eine Tombola gab es, Maniküre und Mendhi (indische Handbemalung) wurde angeboten. Der Arbeitgeber drückte die Augen zu, was die Arbeitszeit anging, und die Kollegen legten sich ins Zeugs. Ich bin ja eher skeptisch, was diese Aktionen angeht, aber heute Morgen im Radio vernahm ich, dass auf der Insel gestern 70 Mio Pfund für den guten Zweck gesammelt wurden. Die Gelder werden gleichermaßen für Kinder in Afrika und auch für 'Children in Need' hierzulange ausgegeben. Klar gehen von jedem Pfund ca. 60-70 Pence für die Verwaltung der Charities weg, aber die zusammengebettelte Summe kann sich dennoch sehen lassen, finde ich!

Montag, 14. März 2011

Schweinefilet, gefüllt mit Trockenpflaumen in Portweinsauce

Für 4 Personen (mit etwas Rest für den nächsten Tag) braucht man:
2 Schweinefilets, vorzugsweise aus Bioproduktion
20 Trockenpflaumen
1 Glas Portwein
1 Pck Luftgetrockneter Schinken (Parma, Serano oder Ähnliches)
2 Schalotten
2 Knofizehen
Salbeiblätter
gekörnte Brühe
Speisestärke
Salz + Pfeffer
Trockenpflaumen mit dem Portwein in eine Schüssel geben und etwas stehen lassen. Zwiebel und Knofi sowie die Salbeiblätter grob schneiden (die Schale kann dranbleiben, das gibt der Sauce Farbe) und in einen Bräter geben. Gekörnte Brühe einstreuen und mit ca. 400 ml kochendem Wasser aufgießen.
Das Schweinefilet halb aufschneiden und mit den Pflaumen füllen. Jedes Schweinefilet fest mit dem Schinken umwickeln und auf einen Rost in den Bräter legen.
Bei 180 - 200 Grad im vorgeheizten Backofen ungefähr 30 Minuten braten. Fleisch zur Seite stellen und den Bräter auf die Gasflamme stellen. Eventuell etwas Wasser aufgießen und sprudelnd kochen lassen. Durch ein feines Sieb geben, abschmecken (den restlichen Portwein vom Pflaumen einweichen zugeben) und, falls gewünscht, mit etwas Speisestärke andicken. Das Filet in dicke Scheiben schneiden und mit der Sauce anrichten. Bei uns gab es dazu in Olivenöl und Balsamico geröstete rote Beete. Leider gibt es vom fertigen Gericht keine Fotos mehr, da wir Gäste hatten, war es mir wichtiger die Teller schön angerichtet und vor allem warm auf den Tisch zu kriegen. Bitte diesbezüglich um Verzeihung!

Mittwoch, 9. März 2011

Poach Pods - neues Küchenspielzeug

Nach dem letzten Poach-Desaster nun ein neuer Versuch mich dem Thema pochierte Eier anzunähern. Es gab herrlich grüne Poach Pods.
Die Förmchen kurz mit etwas Öl einsprühen. In jeder Form ein Ei schlagen. Die Pods in simmerndes Wasser geben, sie schwimmen darin. Deckel drauf und nach 4 - 6 Minuten, so verspricht die angehängte Anleitung, hat man die feinstern pochierten Eier.
Geklappt hat alles sehr gut, die Handhabung ist einfach. Ich hatte mich für die 6-minütige Garzeit entschieden, aber das war zu lang, die Eier verliefen nicht mehr. Das mache ich beim nächsten Mal anders.
Dazu gab es, welch Sakrileg, in der Mikro unter einer Haube aus Frischhaltefolie gegarten grünen Spargel, das geht so einfach in 3 - 4 Minuten, und er schmeckt so gut!!

Dazu noch eine Scheibe gegrillten Lachs und ein Löffelchen Hollandaise aus dem Glas, selbstverständlich die gute Maille aus Frankreich - Leckerchen.

Dienstag, 8. März 2011

Sonntag - Farmers Market in Olney

Sonntag zog es uns bei klirrender Kälte in das kleine Städtchen Olney zum dort einmal im Monat stattfindenden Farmers Market. Hier werden nur lokal produzierte Waren angeboten. Oben im Bild sieht man unsere Ausbeute.

Olney ist vor allem durch das am 'Shrove Tuesday', also am Veilchendienstag stattfindende Pfannekuchenrennen bekannt. Die Attraktion zieht Frauen aus dem ganzen Königreich schon seit dem Mittelalter an. Es gibt ein Wettrennen, bei dem, so will es die Tradition, ein Pfannekuchen in der Pfanne gewendet wird.


Sonntag war aber noch alles ruhig auf dem Marktplatz.....

Es gab das volle Programm der britischen Pasteten, Cornish Pasties, Pies the lot.

Gutes Brot und Teilchen wurden bestaunt......

Vielerlei Ziegenkäse, zum Probieren......

Gemüse reichlich, da fällt es nicht schwer, seine 5 Portionen am Tag zu erreichen.

Kann man diesen Kohlsorten widerstehen, ich konnte es jedenfalls nicht.....

Montag, 7. März 2011

Meet Darcy - Cooking Club Treffen Nachtrag

Dieser Cooking Club gefällt uns, wir kochen nicht unbedingt die ganze Zeit, es bleibt auch viel Zeit zum Quatschen. Im Bild oben das herrliche Apple-Peach-Crumble, das Matt für uns schon vorbereitet hatte.

Hier halte ich übrigens Darcy, sie ist Matt's Katze. Darcy ist eine Manx Katze. Manx Katzen stammen von der Isle of Man (gelegen in der irischen See). Sie haben aufgrund einer Mutation keinen oder nur einen kleinen Stummelschwanz.

Leider wollte Darcy ihren Schwanz nicht aufs Foto lassen, er ist aber nicht viel länger als hier unten zu sehen.

Das Tierchen ist sehr aufgeweckt und lernbegierig. Sie ist noch ziemlich klein, da sie gerade erst ein Jahr alt geworden ist. Besonders süss finde ich ihre schwarze Nase.


Sonntag, 6. März 2011

Yorkshire Puddings - Cooking Club

Ich muss immer schmunzeln, wenn in den Rosamunde Pilcher Adaptionen des ZDF die mütterliche Freundin sagt, 'Komm, ich habe einen Yorkshire Pudding, da machen wir uns Tee dazu, und dann kannst Du mir alles erzählen' - so eine Bemerkung stuft den Yorkshire Pudding als Kuchen oder Süssspeise ein. Dieser Missinterpretation will ich mit diesem Beitrag entgegen treten. Merke: der Yorkshire Pudding ist keine Dessert und auch kein Kuchen, er ist vielmehr eine traditionelle Beilage zum Roast Beef oder auch zum Lammbraten. Eine Sättigungsbeilage, gewissermaßen. Bei unserem Cooking Club Treffen zeigte uns Matt, wie es geht.Mehl in eine Schüssel geben, eine Prise Salz dazu und dann langsam zwei verschlagene Eier unterrühren.
Nun Milch zugeben, bis ein Pfannekuchenteig entsteht. Diesen mindestens 30 Minuten, besser noch länger, ruhen lassen, damit er andickt.
Viele Köche verderben gar nicht immer den Brei......

Nun in jede Mulde eines Yorkshire-Pudding-Blechs (eine Muffinform geht auch), Olivenöl oder Schmalz geben. Das Blech im Backofen bei 200 Grad vorheizen, bis das Öl sehr heiss ist. Nun den Teig in die Formen giessen und den Ofen schliessen.
Ofen während der nächsten 20-25 Minuten nicht aufmachen, sonst blähen sich die Yorkies nicht auf.
Serviert werden die Yorkshire Puddings mit dem Braten, den Kartoffeln und unbedingt zweierlei Gemüse (Meat and two Veg). Die Sauce (im Bild noch nicht drauf) wird über den Yorkshire Pudding geträufelt. Der Pudding dient, ganz ähnlich wie auch Klöße, zum Auftunken der Sauce.

Samstag, 5. März 2011

Puy Linsen mit Entenschenkeln

Als Kind brachte ich meine Mutti zur Verzweiflung, denn ich wollte nie wirklich essen, was sie für mich kochte. Einmal, so erinnere ich mich, ließ sie mich bis zum Nachmittag vor einem Linsengericht sitzen, ich konnte sie einfach nicht runterkriegen und war in Tränen aufgelöst..... Mutti gab schließlich auf, und das Essen landete im Mülleimer. Das hat sich heutzutage gründlich geändert. Linsen schmecken mir vor allem in indischen Gerichten sehr gut. Diesmal habe ich allerdings die französische Route eingeschlagen.
Hier habe ich Puy Lentils verwendet, diese sind, so wird ihnen nachgesagt, die allerfeinsten Linsen. Sie sehen wunderbar marmoriert aus und verlieren beim Kochen nicht ihre Form. Der Geschmack ist charakteristisch. Vor einigen Jahren besuchten wir die Stadt Le Puy in Südfrankreich, dort, bei der schwarzen Madonna beginnt traditionell der Camino de Santiago, der Pilgerweg nach Santiago de Compostella.
Für dieses fantastische Abendessen für zwei braucht man:
125g getrocknete Puy Linsen
1 kleine (rote) Zwiebel, fein gehackt
2 Knofizehen, gepresst
1 Anchovisfilet
Olivenöl
etwas gekörnte Brühe
1 große Fleischtomate, gehäutet, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
2 Entenschenkel, Salz und Pfeffer
Die Haut der Entenschenkel mit einem scharfen Messer etwas einritzen, mit Salz und Pfeffer einreiben und im auf 180 - 200 Grad vorgeheizten Backofen ungefähr (bis sie gar sind) eine Stunde braten lassen.
In einer Casserole die Zwiebel, den Knofi mit dem Anchovisfilet in reichlich Olivenöl anschwitzen. Linsen und das dreifache Volumen der Linsen an Wasser zugeben. Etwas gekörnte Brühe einstreuen und auf kleiner Flamme, zugedeckt 15 - 20 Minuten köcheln lassen. Zum Ende der Garzeit sollte die Brühe von den Linsen aufgenommen sein. Nun die Tomatenstückchen unterrühren. Fertig.
Die Linsen auf zwei Teller verteilen und je einen Entenschenkel darauf anrichten. Mit Petersilie bestreut servieren. Dazu passt gut ein robuster Rotwein.

Dienstag, 1. März 2011

Gefüllte Riesenchampignons - Cooking Club

Sonntag war Cooking Club Treffen bei Matt. Als Vorspeise wurden gefüllte Riesenchampignons vorbereitet.
Für 5-6 Personen braucht man:
2 Riesenchampignons pro Person
2 Mozzarella Käse in Scheiben geschnitten
100g Butter
3 Knofizehen, gepresst
Salz + Pfeffer
Semmelbrösel
Salat zum Anrichten

Pilze putzen und Stiele entfernen, auf ein mit Folie ausgelegtes Backblech legen. Knofi mit Butter und Salz und Pfeffer mischen und auf die Pilze verteilen. Mit einer Scheibe Mozzarella Käse belegen und mit Semmelbröseln bestreuen.
Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten gratinieren. Auf Rocketsalat servieren.