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Freitag, 27. August 2010

Reichlich Regen

Also wenn die Katze - ähem, die Gärtnerin weg ist, dann tanzen die Mäuse - ähem, die Schnecken auf dem Tisch - bzw hier auf der Giesskanne! In den letzten Tagen war es entweder schrecklich windig oder es hat geregnet, so ein Klima finden die kleinen Schleimerchen natürlich herrlich. Da mampft man sich munter durch ganze Sonnenblumen oder Dahlien - den die Gärtnerin merkt es ja nicht. Trotzdem habe ich es nicht übers Herz gebracht diese Gartenidylle zu stören. Zum Töten muss man Musse haben, das geht nicht immer und schon gar nicht auf Kommando! Also kamm der kleine Schleimer noch einmal mit dem Leben davon und kann sich nun unter den Blättern munter der Fortpflanzung hingeben. There will be trouble ahead.....
Die Birnchen sind immer noch am Baum, wie lange müssen die eigentlich??? Ich habe 'mal dran gewackelt, aber sie sind fest und geben nicht nach. Also ist wohl Warten angesagt.

Bei den Toms sieht die Sache etwas anders aus. Sie reifen, langsam. Zu langsam für uns, denn wir fahren nun für 14 Tage in den Urlaub und haben daher von der Ernte nicht mehr viel.
Nach Frankreich geht es - grosse Rundreise ist angesagt. Wenn sich hier also nicht so viel tut, es liegt am Urlaub! Wenn wir zurück kommen, werde ich ausführlich berichten.

Donnerstag, 26. August 2010

Tomatenrisotto mit Ziegenkäse

Ein Risotto mit Tomaten hatte ich vorher noch nicht ausprobiert.Samstag fahren wir in den Urlaub und es heisst Reste aufbrauche. Risotto hatten wir schon ewig nicht mehr. Risotto wie gewohnt zubereiten. Für zwei Personen braucht man folgende Zutaten:
2 Schalotten, fein geschnitten
1 fette Knofizehe, gerieben
2 EL Rapsöl
150g Risottoreis
1 Glas Weisswein
400ml Hühnerbrühe
ein paar getrocknete Steinpilze, in kleine Stückchen gebrochen
2 Fleischtomaten, gehäutet, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
2 kleine Hähnchenbrüste, vorgegart und in Würfel geschnitten
50g Ziegenkäse, in Würfel geschnitten
Pfeffer
Basilikum zum Bestreuen

Schalotten, Knofi und Reis in Rapsöl anschwitzen. Mit Weisswein ablöschen und etwas Hühnerbrühe zugeben. Köcheln lassen und gut rühren, getrocknete Pilze zugeben. Weiter köcheln, Brühe nach und nach zugeben und gut rühren.
Nach etwa 10 Minuten die klein geschnittenen Tomaten zugeben und weiter garen. Zum Ende der Garzeit (nach etwa 15 - 20 Minuten) die Hähnchenfleischstücke zugeben und gut durchwärmen.
Topf vom Herd nehmen und Ziegenkäsewürfel untermischen, sie schmelzen nun leicht an. Mit Pfeffer und fein geschnittenem Basilikum bestreut anrichten. Das schmeckte schon sehr gut!!!



Dienstag, 24. August 2010

Zeigt her Eure Füsse - nicht schön, aber keltisch

Letzten Samstag waren wir in St Albans, nördlich von London. Wir hatten Besuch von Ron aus Minnesota und zeigten ihm die dortige Kathedrale. Nach der Eroberung Englands durch die Normannen in 1066 gingen diese frisch ans Werk um die einheimische Bevölkerung mit Riesenbauwerken in Erstaunen zu versetzen und damit gefügig zu machen. Ein gigantischer 'Public Spending' Plan wurde in die Tat umgesetzt und Kathedralen in allen wesentlichen Städten gebaut. St Albans war war die zweite Kathedrale (nach Canterbury), die im Jahr 1077 erbaut wurde. Baumaterialen gab es keine, denn Steinbrüche gibt es nicht im Gebiet, also recyclte man kurzerhand die Ruinen der nahegelegenen Römerstadt Verulamium - mehr darüber auf dieser Web-Seite www.stalbansmuseums.org.uk.

Im Bild oben kann man sehen, dass der Turm, einzigartig auf der Insel, aus römischen, flachen Ziegeln hergestellt wurde.Erweiterungen gab es in späteren Jahrunderten auch, denn einige Teile stürzten wegen der schlechten Bauqualität bereits nach 200 Jahren ein. Pfusch am Bau gab es auch damals schon.

Der Eintrit in die Kathedrale sowei die einstündige Führung waren gegen eine Spende erhältlich. Die Dame war sehr informativ und auch unterhaltsam. So lernten wir als Erstes, welcher Bevölkerungsgruppe auf der Insel wir angehörten. Das kann man nämlich an der Fussform - ja unglaublich aber wahr - sehen.
Laut unserer Führung gehört man der Volksgruppe der Kelten an, wenn der grosse Zeh kleiner als die ersten beiden Zehen ist. Wenn der grosse Zeh grösser ist als der zweite Zeh, gehört man der Volksgruppe der Normannen (also der Wikinger) an und wenn die ersten beiden Zehen die gleiche Länge aufweisen, dann ist man Sachse (also Saxon). Hier im Bild, nicht schön, aber keltisch, mein rechter Fuss.
Mit den jeweiligen Volksgruppen sind selbstverständlich bestimmte Eigenschaften verbunden (und hier wird es ein bisschen haarig, erinnert mich fast an Rassegesetze.....). Die Kelten sind offenbar die erstrebenswerteste Gruppe, stellen sie doch die sagenumwobene, kaum mehr aufzufindende 'Urbevölkerung' auf diesen Inseln dar. Ihnen sagt man nach, dass sie feinsinnig, künstlerisch und musisch begabt und vor allem selten sind!! Die Nomannen kommen am zweitbesten weg, sie seien organisatorisch und geschäftstüchtig veranlagt. Für die Saxons bleibt nur noch die 'Arbeiterklasse', ihnen sagt man nach, dass sie die Dinge einfach anpacken und dann durchziehen.
Da es (noch) Sommer ist, und die meisten Leuten in Sandalen unterwegs sind, eröffnen sich mir seit diesen Informationen ganz neue Wege der Unterhaltung. Und wen diese Fuss-Wissenschaft noch weiter interessiert, hier ein Artikel zum Thema.

Montag, 23. August 2010

Ribeye Steaks

Am Wochenende gab es - as special treat - Ribeye Steaks. Die gut abgehangenen Steaks wurde auf dem vorgeheizten Griddle gebraten. Ich mag es mehr medium, daher von jeder Seite 4 - 5 Minuten, Hubby mag es eher durch, daher 7 - 8 Min auf jeder Seite. Bitte die Steaks, wenn sie einmal auf dem vorgeheizten Griddle oder in der beschichteten Pfanne (ohne Fett) sind, nicht dauernd bewegen oder umdrehen. Diese Vorgehensweise erfordert Geduld, erzeugt aber, meiner Erfahrung nach, die besten Resultate. Vor dem Verzehr die Steaks etwas ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft wieder verteilt. Zu so einem Steak braucht man nicht viel, vielleicht Knoblauchbutter, etwas Gemüse oder Salat. Gewürzt mit Salz und Pfeffer wird erst hinterher.

Samstag, 21. August 2010

Neuer Mörser

Mein alter Mörser aus Marmor brach kürzlich unter Gestöhne (Hubby mahlte Kardamom) zusammen. Er war nicht wirklich gut, mehr so ein Schaustück, bei Tschibo hatte ich ihn dereinst erstanden und er hatte immerhin über 10 Jahre gehalten. Zufällig fiel mein Blick beim Aldier auf dieses Prachtstück aus unbehandeltem Granit. Er ist ordentlich schwer und mahlt herrlich fein - und aussehen tut er auch noch nett.

Freitag, 20. August 2010

Resteverwertung - Spaghetti mit heller Sauce

Es gab Reste einer Hollandaise Sauce, diese wurde mit etwas Senf, Muskat und einer handvoll geriebenem Käse 'aufgepeppt'. Drei Scheiben Bacon waren auch noch da, diese kurz unter den Grill geschoben und in Streifen geschnitten, dazu ein halbes Paket beste Baby Plum Tomaten, halbieren und beide Zutaten in die Sauce geben.
Sauce mit den gekochten Spaghetti mischen und eine handvoll in feine Streifen geschnittene Basilikumblätter darüber streuen.

Donnerstag, 19. August 2010

Wolfsbarsch vom Grill

Manchmal bekommen wir doch noch 'was Anständiges' auf den Tisch, in diesem Fall war es der Gartentisch. In der letzten Woche gab es genau einen Tag, an dem das Wetter einigermassen gut war, das war der Sonntag.
Wolfsbarsch ist in den Gewässern um die britischen Inseln heimisch. Unserer kam, ganz responsible, aus der Fischfarm. Obwohl der Wolfsbarsch im Meer easy bis 12 Kilo wachsen kann, wird der gefarmte in handlichen ein-Person-Portionen verkauft. Die Fische waschen und trockentupfen. Im Mörser je einen TL Fenchelsamen, Oregano und grobes Seesalz fein mahlen und die Fische innen und aussen damit einreiben. Noch ein paar Zitronenscheiben in den Bauch legen und in die Grill-Fischzange klemmen. Von jeder Seite ungefähr 10 Minuten grillen.

Mittwoch, 18. August 2010

Restaurant Rioja in Lippstadt

Ich bin ein bisschen rumgekommen in den letzten Wochen, nun arbeite ich meine Eindrücke auf, bevor der grosse Sommerurlaub ansteht. Ich besuchte Freundin Dani in Lippstadt. Lippstadt - so las ich in Wikipedia - versteht sich als das Venedig von Westfalen. Das halte ich nun doch für übertrieben, aber es steht fest, dass es als Einkaufsstadt mit vielen individuellen Geschäften deutlich die Nase vorn hat.

Abends ging es ins Restaurant Rioja, im ehemaligen Kolpinghaus. Die Beleuchtung schummerig (daher die mässige Qualität der Fotos), die Stimmung famos und das Essen??? Ich habe noch nie so gute Tapas gegessen- soviel steht 'mal fest.

Die Küche dort ist genial, die Bedienung flink und umsichtig. Alle Bestellungen werden auf kleinen Schiefertafeln notiert und die Gerichte werden, in der vom Gast festgelegten Reihenfolge, zum Tisch gebracht. Sonderwünsche werden gerne berücksichtigt. So gute Küche, das kam mir dann doch fast spanisch vor, man munkelt, dass in der Küche einen kreativer Russe am Werk sei ..... sei es drum - this was Spain on a plate!!!

Wer auch 'mal dorthin möchte:
Rioja im Kolpinghaus
Kolpingstr. 12
59555 Lippstadt
02941 - 9516914

Dienstag, 17. August 2010

Alte Linde in Regensburg

Direkt neben dem Sorat Hotel auf der Donauinsel an der steinernen Brücke liegt der Gasthof 'Alte Linde'. Seit 1901 gibt es dieses Traditionslokal. Hubby wollte Tradition - die sollte er denn auch bekommen - und Schnitzel sollte es sein - und wie man im Foto unten sehen kann, befand er sich, als sein Teller kam, sofort im 'Schnitzel-Heaven'. Bei gab es - weil es Mai war - nur eine Wahl, nämlich Spargel. Das Restaurant verfügt über einen riesigen Biergarten mit Blick auf die Donau und eine gemütliche Gaststube.

Alte Linde
Müllerstr. 1
93059 Regensburg
Tel 0941 - 88080

Montag, 16. August 2010

Papassini - die zweite

Hier möchte ich noch einmal die Papassini Kekse vorstellen. Nach langer Zeit hatte ich sie wieder einmal angefertigt. Das ausführliche Rezept findet Ihr hier.

Das Ausrollen des Teiges ist eine Gedulds-Friemelei. Durch den hohen Nussanteil in den Keksen reisst der Teig schnell, man braucht also Zeit und einen langen Atem, aber das Resultat lohnt sich. Die Kekse sind herrlich knusprig und zergehen auf der Zunge. Ich nahm die gesamte Ladung mit ins Büro - dort verschwanden sie bereits nach kurzer Zeit :o)))


Sonntag, 15. August 2010

Regensburg - alte Reichsstadt an der Donau

Hier noch ein paar weitere Impressionen von unserer Reise nach Regensburg, auch wenn es manchmal geregnet hat, war die Stadt doch auf jeden Fall eine Reise wert!
Oben sieht man den Dom, dort trällern die berühmten Domspatzen.

Im Mittelalter lag Regensburg an der Kreuzung alter Handelsstrassen, daher wurden auch vielerlei Gewürze und Spezereien - so auch getrocknete Feigen aus dem Orient - in die Stadt gebracht. Davon zeugen heute noch einige Geschäfte.

Und der Radi gehört unbedingt zur Brotzeit dazu - hier frisch vom Markt.

Der rote Stadtturm - am Eingang zur Stadt von der steinernen Brücke aus gesehen.
Ein bisschen Kunst ist auch erhältlich, schöne Geschäfte finden sich um jede Ecke.

Diese Fotos zeigen die Atmosphäre im Biergarten neben dem Dom, wunderschön bepflanzte Kübel und Balkonkästen.

Leider war das Wetter eher kühl und regnerisch, daher liessen die Gäste auf sich warten.

Diesen Blick hatten wir von unserem Hotelzimmer. Wir schliefen im Sorat Hotel auf der Insel, und können dies nur jedem Regensburg-Besucher wärmstens empfehlen:

Sorat Insel-Hotel Regensburg - in der Hotelbar beim Almdudler hat man einen herrlichen Blick über die Donau.
Müllerstr. 7
93059 Regensburg
0941 - 81040

Samstag, 14. August 2010

Trifle - so very British

Jetzt lebe ich schon fast 12 Jahre in UK und ich habe noch nie das britischste aller Desserts - TRIFLE - gemacht. Es war also an der Zeit dies endlich zu ändern.


Trifle wurde als Dessert bereits im Mittelalter serviert. In Italien war es im 19. Jahrhundert so beliebt, dass es in die italienische Küche unter der Bezeichnung 'Zuppa Inglese' (was soviel wie englische Tunke bedeutet) Eingang fand.Um mein kleines Trifle Projekt umzusetzen, musste ich mir im lokalen Charity Shop zuerst einmal eine passende Schüssel kaufen. Die Trifle-Schüssel sollte aus klarem Glas und möglichst gerade geformt sein, damit man den geschichteten Inhalt gut sehen kann. Mit 2 £ war ich dabei und es konnte losgehen.

Folgende Zutaten braucht man für 6 - 8 Personen:
1/2 Paket Löffelbisquits, hier heissen sie Boudoir (warum wohl??)

1 Glas Amontillado Sherry
600 - 800g frische Erdbeeren (oder andere Früchte, Dosenfrüchte gehen selbstverständlich auch)
1 Glas Erdbeermarmelade (mit etwas Sherry dünn gerührt), oder Erdbeersauce
600ml Vanillesauce (hier Custard genannt), abgekühlt
300ml Schlagsahne, mit Vanillezucker aufgeschlagen
Und so wird es gemacht:
Die Löffelbisquits in einer Lage auf den Boden der Schüssel schichten und mit soviel Sherry wie eben möglich tränken - Achtung, aufgepasst - der Engländer erkennt die Qualität des Trifles am Alkoholgehalt !!!!!
Nun die Erdbeersauce darübergeben. Es wird gerne gestritten, ob an dieser Stelle nicht auch noch Jelly (also Götterspeise) zum Einsatz kommen könnte. Ich kann mir das durchaus vorstellen. Jetzt die kleingeschnittenen Erdbeeren in die Schüssel einschichten. Die abgekühlte Vanillesauce darübergeben.
Zum Schluss mit der Schlagsahne bestreichen und bei mir - auch das wird gerne zur Streitfrage - gehört unbedingt bunter Streuzucker dazu. Abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchziehen lassen.

Freitag, 13. August 2010

Herzlichen Glückwunsch - nachträglich

Jetzt habe ich doch glatt den Blog-Geburtstag vergessen. Am 3. August wurde dieser Blog zwei Jahre alt. Unglaublich, zwei Jahre lang blogge ich (fast) jeden Tag. Mir war doch so gewesen, als ob ich im August einen Geburtstag vergessen hatte....... Also nachträglich wünsche ich allen Lesern, alles, alles Gute und bitte fleissig weiterlesen. Liebe Grüsse von der Insel.

Sonntag, 8. August 2010

Beim Dampfnudel-Uli in Regensburg

Manchmal stolpert man unverhofft ins Glück. So ging es uns an einem verregneten Tag im Mai in Regensburg. Wir hatten uns - Schirm auf - Schirm zu - die Füsse platt gelaufen und suchten nach einem traditionellen Lunch. Sehr unscheinbar in einer Seitengasse fiel mein Blick auf das Dampfnudel-Uli Lokal. Die Scheiben waren beschlagen, und einladend sah es schon gar nicht aus. Hubby schaute mich zweifelnd an, als ich entschlossen die Türe aufmachte und ihn mehr mitzog.
Innen voller Leben und Atmosphäre, von Touris wie Einheimischen gleichermassen gut besucht tat sich uns eine gemütliche Gaststube in einem Gewölbe auf. Vollgestopft mit Erinnerungstücken und auch reichlich Kitsch, zeugen Fotos an den übervoll gehängten Wänden mit allem und jedem, der in Deutschland Promi ist, vom Bekanntheitsstatus dieses Etablissements. Auch der König Ludwig durfte nicht fehlen. Dampfnudeln sind die Spezialität dort. Der Raum hat eine rechteckige Theke die es den flinken Serviererinnen erlaubt schnell jeden Gast zufrieden stellen. Die Speisekarte ist bodenständig einfach.
Bei mir mussten es einfach Reiberdatschi mit Apfelmus sein und Hubby hatte Regensburger Würstl mit Kraut. Dazu ein zünftiges Bier, und wir hatten die Welt in Bläschen - oder eher im Gläschen?Und über allem wacht Franz-Josef, immer noch!!!!!
Wer auch 'mal dorthin will:
Watmarkt
493047 Regensburg
Tel. 0941 53297
www.dampfnudel-uli.de