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Samstag, 12. Juni 2010

WM Auftakt - Wir sind vorbereitet.....

So weht es derzeit bei uns im Garten, denn schliesslich unterstützen wir nicht nur ein Team!!!
Hier noch Ken Donson, der hat in diesem Jahr wunderschön geblüht.

Dazu gesellte sich Nelly Moser, auch Blütenpracht im Überfluss......

Eine thüringer Nebelkrähe hat sich in unseren Garten verflogen.
Und hier der Obelisk, den Hubby mir freundlicherweise nach dem Besuch der Gärten in Coventry gebaut hat. Ist er nicht toll geworden??? Und das Beste: Hubby wird mir noch einen bauen, das Material wurde schon eingekauft.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Schön-Schaurig - U Krale Brabantskeho - die wahrscheinlich älteste Herberge in Prag

Schaurig schön und natürlich auch touristisch zeigt sich das U Krale Brabantskeho - auch 'The Medieval Tavern' genannt. Hungrig stiegen wir die Treppen von der Burg herab, da fiel unser Auge auf das Lunchtime Angebot dieses Etablissements. Kartoffelsuppe für 55 Kronen, Päuschen muss sein, dachten wir uns, also nichts wie hereinspaziert.
Serviert wurde die tschechische Kartoffelsuppe vom mürrischen Ober in zünftigen Blechnäpfen aus Prager Manufaktur (ich kaufte im Manufaktur-Outlet übrigens einen Napf als Mitbringsel für unser Katzentier). In der Suppe schwamm alles (und ich meine das durchaus positiv), was in der Küche keine weitere Verwendung fand. Die Kartoffelsuppe war braun, enthielt Pilze und auch Wachholderbeeren. Daszu gab es einen Laib Brot und natürlich ein Pilsner Urquell, wie sollte es auch anders sein.
Wenn man mehr Zeit hat, lohnt es sich bestimmt an einer der dort regelmässig angebotenen Partynächte teilzunehmen.
Die Toilette befindet sich in den Katakomben unter dem Gebäude und dort fühlt man die Jahrhunderte verschmelzen und sieht sich ins Mittelalter zurückversetzt - ist man empfänglich, meint man fast die Schatten der mittelalterlichen Gelage zu erahnen. Die Broschüre kündigt stolz an, dass man seit 1475 täglich geöffnet gewesen sei. Mir lief, ob der zur Schau gestellten Relikte aus vergangenen Zeiten ein leichter Schauer über den Rücken, denn eines ist sicher, im Mittelalter ging es dort sicherlich rauher und brutaler zu als heutzutage.
Wer auch mal gruseln will: Reservierungen unter +420 602 524 725

Mittwoch, 9. Juni 2010

Kirschstreuselkuchen - njammm

Was die Geburtstage angeht, sie werden bei uns im Büro sehr ernst genommen. Gesammelt wird im Team für ein Geschenk, und dann bringt das Geburtstagskind natürlich Kuchen mit. Kuchen, die auf Hefeteig gebacken werden, kennt man hierzulande nicht, so dachte ich, das sei für die englischen Kollegen eine willkommene neue Geschmackserfahrung, und die deutschen Kollegen, ja die freuen sich doch immer über einen deutschen Kuchen.
Den Hefeteig machte ich in der Kenwood (die ist übrigens für Hefeteig ganz toll, minutenlang knetet sie, ohne die leichtesten Ermühdungserscheinungen) wie folgt:
375g Mehl
1 Pck Trockenhefe
180ccm lauwarme Milch
1 Ei
Prise Salz
1 Pck Vanillezucker
50g Butter
Trockene Zutaten gut durchmischen. Milch mit Butter lauwarm erwärmen, Ei unterschlagen und zu den trockenen Zutaten geben. 5 Minuten gut durchkneten lassen, das macht sie wirklich gut, die Kenwood! Den Teig zugedeckt (gleich vorort) gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat (30-45 Min). Ich habe dann den Teig geteilt und auf zwei kleine Bleche ausgerollt und mit der Gabel mehrfach eingestochen. Für den Kirschstreusel habe ich ein Glas Sauerkirschen mit Speisestärke dick angebunden.
Die Streusel (für das eine Blech) entstanden aus folgenden Zutaten:
100g Mehl
75g Butter
85g Zucker
etwas Zimt
Die Sauerkirschmischung auf den Hefeteig geben und mit der Streuselmasse bestreuen. Bei 220 Grad ungefähr 25 Minuten backen.
Für die Rhabarbermischung wurde 400g Rhabarber in Stücke geschnitten, kurz abgewallt.
Für den Quarkguss:
250g Magerquark
3-4 kleine Eier
3 EL Zucker
1 Pck Vanillezucker
1 geh. EL Vanillepuddingpulver
Alles gut verrühren und auf den Hefeteig geben, Rhabarberstücke darüber verteilen und mit etwas Zucker bestreuen. Bei 220 Grad ca. 25 Minuten backen.

Freitag, 4. Juni 2010

Tartiflette - jetzt reden wir aber 'mal nicht über Kalorien

Neulich auf dem Markt wurden halbe Reblochons angeboten. Da man diesen Käse hier keineswegs überall findet (wir sind schliesslich nicht in Frankreich), schlug ich sofort zu. Bei der Internet Recherche stiess ich dann auf viele Versionen des französischen Klassikers (angeblich in den 80ger Jahren durch die Reblochon-Käsemacher erfunden) Tartiflette.

Zuerst habe ich eine feingeschnittene rote Zwiebel, drei in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln, 2 Knofizehen, diese in feine Scheiben geschnitten mit 4 in Stücke geschnittenen Scheiben Bacon angeschwitzt.
Dazu kamen ca. 150g braune Champignons und ca. 5 bereits gekochte Jersey Kartoffeln. Diese wurden gepellt und in Scheiben geschnitten.
Alles gut anbraten und mit einen kleine Glas Weisswein ablöschen. In eine feuerfeste Form geben und den längs halbierten Reblochonkäse darüberlegen. Im Backofen bei 180 - 200 Grad ca 25 Minuten überbacken. Der Käse vermischt sich in diesem Prozess mit den andern Zutaten und es entsteht eine cremige (fettige) Sauce. Tartiflette aus dem Ofen nehmen und ggfs die Käserinden entfernen. Etwas abkühlen lassen und mit sauren Gurken, eingelegten Peperoni etc geniessen. Ohne einen Obstbrand geht es bei diesem Gericht nicht. Menge reicht für zwei Personen und geschmeckt hat es uns super!