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Mittwoch, 30. September 2009

Update Schrebergarten - Allotment

Ich hätte nie gedacht, dass ich es einmal sagen würde, aber wir brauchen dringend Regen - ups nun ist es raus. Hier kann man unser Stückchen Land sehen, Hubby hat brav gegraben, bis es auch für ihn nicht mehr ging.
Der Boden ist steinhart, da geht keine Forke mehr rein. Ich wässere nun die Himbeeren und die Erdbeeren. Die roten Johannisbeeren im Vordergrund haben offenbar aufgegeben. Ich hoffe, die kommen im nächsten Jahr wieder.

Hier kann man die Kompostkisten sehen, die Hubby gebaut hat. Man sagte uns, dass kein Abfall das Schrebergartengebiet verlassen darf, alles muss kompostiert werden, also kompostieren wir brav. Leider konnte ich die Winterzwiebeln, den Knofi und auch die Broad Beans noch nicht einpflanzen, also lieber Regengott - schick uns mal was rüber, aber sanft und warm sollte es schon sein. :o)))



Dienstag, 29. September 2009

Chicken, Mushroom and Leek Pie

Wer die englischen Pies mag, freut sich bestimmt über dieses einfache Rezept.
1 Paket Blätterteig (400-500g) in zwei ungleiche Teile teilen. Den grösseren Teil so ausrollen, das der Rand locker über eine Pieform hängt, den anderen Teil als Deckel ausrollen. Das Ganze schön rustikal, die Ecken werden später eingeschlagen.
1 Hähnchenbrust, schon gekocht und in kleine Stücke geschnitten
250g gemischte Pilze
1 Stange Lauch, in Scheiben geschnitten
6 Frühlingszwiebeln, in feine Scheiben geschnitten
350 ml Hühnerbrühe
25g Mehl
20g Butter
Salz, Pfeffer, Spritzer Sojasauce etwas Senf
1 TL getrockneten Estragon
1 Schuss Sherry
3 EL Double Cream
Pilze, Lauch mit Frühlingszwiebeln in etwas Olivenöl anbraten
In einer Casserole das Mehl mit der Butter zu einer Mehlschwitze (Roux) verarbeiten. Nach und nach die Brühe zugiessen und glattrühren. Nun das Hähnchenfleisch und die Pilze zugeben und mit Gewürzen abschmecken. Zum Schluss die Sahne unterrühren.
Masse in die mit Blätterteig ausgelegte Form füllen, Teigdeckel auflegen. Alle Ränder mit Milch oder verquirltem Eigelb einstreichen und nun die Ecken überschlagen. Deckel auf der unteren Teigplatte festkleben. Ein paar Luftschlitze in die Oberfläche ritzen und mit Milch einstreichen. Bei 200 Grad ca 30 Minuten backen. Mit Gemüse und Pommes servieren. Britischer geht's nimmer!
Ich habe eine 26cm runde Pieform genommen, die Menge reicht dann für 4 starke Esser, oder sogar für 6, wenn die Beilagen stimmen.

Montag, 28. September 2009

Schnelle Scones

Und noch einmal Scones. Bei dieser Aktion habe ich festgestellt, dass es schneller geht, Scones selbst zu backen, als zum Einkaufen zu fahren, wenn man mal Lust auf die kleinen Dingelchen hat. Vorbereitungszeit ca. 10 Minuten, Backzeit 12 Minuten, ergibt 12 Scones
225 Mehl
2 gut gehäufte TL Backpulver
1 Prise Salz
50g weiche Butter
25g Zucker
1 mittelgrosses Ei
75ml Buttermilch
Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Den Teig auf Mehl ca 2,5cm ausrollen und 12 Kreise (DM 6cm) ausstechen. Mit etwas Milch bepinseln und bei 210 Grad 12 Minuten backen. Noch warm mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream (oder Butter) geniessen.

Sonntag, 27. September 2009

Sigmund Freud Museum - London

London auf den nicht so ausgetretenen Pfaden bedeutet auch, dass man den weniger bekannten Orten und Geschichten etwas mehr Beachtung schenkt. Etwas weiter ab vom Schuss liegt das Sigmund Freud Museum. Was vielleicht nicht jedem bekannt ist, lebte der berühmte Psychoanalytiker und Wissenschaftler sein letztes Lebensjahr in London.

Nach London war er, der umstrittene, jüdische Wissenschaftler nach dem Anschluss Österreichs vor den Nazis geflüchtet. Schon schwer vom Krebs gezeichnet und 80jährig zog er in das Haus in Nummber 20 Marefield Gardens ein.
Umsorgt von seiner Tochter, seiner Ehefrau und einer treuen Haushälterin versuchte er sich die Heimeligkeit seines Hauses in Wien, welches er nach 47 Jahren verlassen musste, wieder aufzubauen. Im Erdgeschoss des Hauses kann man sein Arbeits/Bücherzimmer bewundern in welchem auch viele Sammlerstücke aus der Antike ausgestellt sind. Die Antike war sein Steckenpferd. Natürlich ist dort auch die berühmte Couch ausgestellt, auf der seine Patienten sich der Psychoanalyse unterzogen.
Es ist seltsam, dass, obwohl er in diesem Haus nur ein Jahr wohnte, es heutzutage der einzige Ort ist, an welchem man auf die Spurensuche nach diesem bedeutenden Mann gehen kann. Sein Haus in der Burggasse in Wien ist zwar heute Museum, aber alle Möbel, Bücher und Familienstücke wurde damals entfernt. Freud's Tochter Anne bewohnte das Haus in Maresfield Gardens noch bis zu ihrem Tod 1982, danach wurde es als Museum allen Interessierten zur Verfügung gestellt.
Was ich bisher nicht wusste, und was aufgrund der kürzlich hier durch die Presse gegangenen Diskussion über aktive Sterbehilfe interessant ist, ist der Fakt dass Sigmund Freud durch Injektionen von seinem Arzt Sterbehilfe erhielt. Das wäre bei der derzeitigen Rechtslage hier momentan einfach undenkbar.

Samstag, 26. September 2009

Endlich auch für mich - Pflaumenkuchen

Jetzt will ich mich endlich auch in die Reihe der Blogger einreihen, die hier dauernd über Pflaumenkuchen bloggen, wobei mir dann das Wasser im Munde zusammenläuft. Seit Wochen suche ich Pflaumen, aber irgendwie war es mir bisher nicht gelungen reife Exemplare aufzutreiben. Zwetschgen kann man sich hier sowieso abschminken und nach den in den Shops vorhandenen harten - oft gelben oder gar grünen - Pflaumen stand mir nicht der Sinn. Heute Morgen waren wir auf dem Markt in Buckingham und ich fand schöne reife Pflaumen. Einziger Nachteil war, dass sich die Steine nicht gut lösten, aber da kann man ja notfalls drumherum schneiden.
Für diesen Kuchen braucht man:
250g Mehl
100g Butter
1 Ei
1 Vanillezucker
2 EL Zucker
1 kg Pflaumen, gewaschen, entsteint und geviertelt
2-3 EL Zucker
Zimt, nach Geschmack
Butterflocken
Aus Mehl, Zucker, Butter, Vanillezucker und Ei einen Mürbeteig herstellen, das geht am besten in der Küchenmaschine. Teig ausrollen und in eine gefettete 28cm Tarteform geben. Mit der Gabel mehrfach einstechen und bei 180 Grad 12 Minuten vorbacken.
Plaumen kreisförming überlappend auf dem Boden verteilen und mit Zucker und Zimt bestreuen. Butterflöckchen aufsetzen und bei 200 Grad ca 35 Minuten weiterbacken. Für die letzten 5 Minuten den Ofen auf 220 Grad hochschalten.
Mein Sohn konnte es nicht abwarten, hat ein Viertel des Kuchens direkt warm gegessen.

Freitag, 25. September 2009

Bruschette mit Tomaten und Pilzen

Diese Vorspeise ist einfach und macht happy. Pro Person zwei Scheiben leckeres Brot (Landbrot - Pain de Campagne) ist gut, unter dem Grill von beiden Seiten antoasten. Mit Olivenöl beträufeln und mit einer halbierten Knofizehe, die auf eine Kuchengabel aufgepiekst ist, die Oberfläche einreiben.
Als Belag habe ich für 4 Personen 250g braune Champignons mit klein geschnittenen Frühlingszwiebeln in einer Pfanne gebraten. Zum Schluss Salz und ordentlich Pfeffer und einen EL Balsamico darübergeben und auf den Broten verteilen.
Die Tomaten waren eine Mischung aus gelben, orangen und roten Cocktailtomaten, geviertelt und mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abgeschmeckt.
Zum Schluss mit Basilikum garnieren.

Donnerstag, 24. September 2009

Herbst im Garten

Der September war hier wettermässig sehr viel besser als der August, da dürfen wir uns nicht beklagen. Die Temperaturen gehen regelmässig über 21 Grad und es hat schon seit Ewigkeiten nicht mehr geregnet. Wir wässern im Garten andauernd.
Vor allem die Rosen und Dahlien überzeugen mit ihren blüten. Bei mir ist alles mehr oder weniger Pink, ich habe das gar nicht geplant, aber es kommt doch gut zusammen.
Im Regents Park in London waren auch die Liegestühle aufgestellt und wer Zeit und Lust hatte, tummelte sich dort am vergangenen Wochenende.
Hier kann man eine Duftpelargonie sehen. In diesem Jahr wollte ich diese Pflanzen einmal ausprobieren. Beim Reiben der Blätter setzen diese einen Duft nach Minze oder Zitrone frei. Sehr lecker, Kochen kann man auch damit. Neulich hörte ich von einem Erbeermarmeladenrezept welches mit Duftpelargonienblättern aromatisiert wurde.
Im Garten ist es noch mal richtig schön und es macht Spass dort Tee zu trinken, oder auch zu grillen.

Im Schrebergarten geht es auch munter weiter. Hubby gräbt fast jeden Tag und die ganzen 125qm sind fast alle einmal umgegraben. Heute will ich die Winterzwiebeln, den Knofi und die dicken Bohnen fürs nächste Jahr legen. Ich werde denmächst Fotos einstellen.

Mittwoch, 23. September 2009

Heidelbeer Panna Cotta

Meine Mutti hat mir die Zeitschrift "Kochen und Geniessen" geschickt, darin fand ich dieses leckere Rezept.

250g Heidelbeeren
2 EL dunkle Konfitüre
1-2 TL Zitronensaft
4 Blatt weisse Gelatine
250g Schlagsahne
1/8 Liter Milch
1 EL Zucker
1 Pck Vanillezucker
Beeren verlesen und waschen. Beeren, Konfitüre und Zitronensaft mit dem Stabmixer 2-3 sehr fein pürieren. Gelatine einweichen. Sahne, Milch, Zucker und Vanillezucker aufkochen und ca. 3 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen. Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Lauwarm abkühlen lassen. 150ml Heidelbeerpüree unterrühren und die Masse in 4 Gläser verteilen. Mindestens 4 Stunden kalt stellen. Restliches Püree ebenfalls kaltstellen und vor dem Servieren über Panna Cotta geben.

Dienstag, 22. September 2009

Marylebone - London, aber nicht für Arme

Samstag war es mal wieder Zeit nach London zu fahren. Ab und zu muss das für mich mal sein. Hubby wollte nicht, also fuhr ich mit Freundin Anna. Die erste angenehme Überraschung kam nach einigen Meilen, als der Zugfahrer ankündigte, dass man jetzt auf den FAST TRACK überwechseln würde, und dass es ein bisschen rappeln könnte. Ich war überrascht, zumal ich kein Virgin Ticket gekauft hatte. TGV gibt es in France schon seit den frühen 80gern und auch in good old Germany fahren schon seit mindestens 15 Jahren ICE Züge, und nun kommen wir auch endlich in den Genuss - wennauch nur auf ausgesuchten Routen. Also fix aufs FAST TRACK übergewechselt und los gings --- jipppppiiiii ! Schon nach 39 Minuten war ich im Zentrum von London, da kann man mit leben. Die zweite Überraschung, der Zug war neu (frisch von Siemens) und ich bekam sogar einen Sitzplatz - es geht aufwärts, das muss man so sehen.
Diesmal wollten wir nicht auf den ausgetretenen Touristenpfaden wandeln, ich blende mich ja sowieso immer gerne als Local ein (!) - daher schauten wir uns den upmarket Bezirk Marylebone an. Dieser Stadtteil hat schon von je her die Reichen und Schönen magisch angezogen. Sonntags gibt es dort den grössten und bekanntesten Farmers Market in London. Wir waren samstags dort, da gibt es einen kleineren Markt "Cabbages + Frocks" genannt, welcher auf einem Kirchplatz direkt gegenüber des grossen Conran Shops ist. Bei Conran schwelgten wir - bis der Ikea LKW durchs Tor fuhr - Augen auf - bei Conran Ideen holen und bei Ikea umsetzen ?
Kuchenstand auf dem Markt - alles selbstgemacht......

hier ein japanischer Stand, es gab allerlei Sashimi und auch japanische Kuchen und Kekse, alles mit grünem Tee.
Die Atmosphäre dort ist ruhig, sicher, sauber und en famille.

Dann wurde es Zeit fürs Mittag. Eat 'n Two Veg war unsere Wahl, Mezze gab es - leckerchen. Frisch gepresste Säfte waren auch im Angebot, der Service gut, die Toiletten geräumig und sauber (das weiss ich so genau, weil ich ein paarmal dort war - muss mir wohl eine Virus gefangen haben?)
Noch kurz - oder auch etwas länger bei Cath Kidston reingeschaut, ich könnte dort stundenlang schauen - ist alles so bunt hier .....

für daheim wäre es mir allerdings zuviel, Einzelteile ok -
vor allem die Stöffchen finde ich dort sehr nett, aber in dieser Anhäufung daheim, nee - das wäre Überkill - wohl eher was für die Yummy Mummy- die ist in diesem Stadtteil überdurchschnittlich häufig vertreten.


Montag, 21. September 2009

Claus hat ein Food Paket bekommen.....

Heute muss ich Euch mal von Claus erzählen. Claus ist unser liebster angeheirateter Cousin. Da er und meine Cousine "Childhood Sweethearts" sind, können wir uns eigentlich an die Zeit, bevor wir Clausi kennengelernt haben, gar nicht mehr wirklich richtig erinnern.
Claus ist der Foodie schlechthin. Als ich noch in Deutschland wohnte, kam er bei jedem Besuch nach der Begrüssung zuerst in die Küche, hob alle Topfdeckel an und inhalierte das Aroma - notierte sich Rezepte und die erste Frage war immer - was gibt es zu heute schönes essen??? So ist das seit vielen Jahren. Wenn ich jemanden brauchte, der den Braten in schöne Scheibchen schnitt oder ein BBQ für 30 Personen grillte - Claus war der Mann für den Job.
Ein Angeltrip mit seinen Kumpels bei dem die Fische direkt am Lagerfeuer verarbeitet wurden, stand in jedem Jahr auf seinem Kalender.
Lebensmittel - und gute dazu - das liegt ihm einfach im Blut. Ein guter Zufall ist es, dass seine Frau, meine Cousine, eine hervorrangend Köchin ist - die zwei passen wirklich gut zusammen.
Mit Clausi schlürfte ich beim Frankreichurlaub meine ersten Austern, er hatte nicht eher Ruhe, bis er in der dortigen Markthalle alle Fische, Schalen- und auch sonstige Kriechtiere durchprobiert hatte. Claus ist vorbereitet - wenn er reist, dann auf jeden Fall mit Kochbuch. Er weiss wo man wann die besten Schmankerl aufschnappen kann, dafür hat er einen Riecher - das spannt er sofort.
Leider hatte Claus vor einigen Jahren eine Gehirnblutung und ist seither nicht mehr so mobil, wie er es vorher war.
Das hält ihn aber nicht davon ab ein Netzwerk von Futterlieferanten aufzubauen. Da schickt ihm jemand einen Eimer Matjes, natürlich nur die fetten ganz frischen. Er konferriert via Internet mit vielen gleichgesinnten Futterlieferanten.
Neulich war er im Krankenhaus - es stand nicht wirklich gut um ihn, aber im Nebenbett machte er gleich eine Bekanntschaft eine Feuerwehrmannes, der eine kleine Liebschaft in Fronckreisch unterhält - so etwas ist für Networker Clausi Musik in den Ohren, da vergass er gleich seine Krankheit und hat sich ein Futterpaket aus Frankreich organisiert. Und so geht das immer weiter, ein Schinken aus Tirol - für Weihnachten soll er sein, ist auch schon auf dem Weg - und dann steht er an seiner Schneidemaschine und zaubert hauchdünne Scheibchen.... mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen, wenn ich nur daran denke.
Clausi ist der Food Networker schlechthin.
Meine Mutti hat einen Bohnenüberschuss im Garten, kein Problem, für frische Lebensmittel fährt Clausi gerne ein paar Kilomenter - ausserdem gibt es dort dann ja wieder leckeren Kuchen..... und der Kreis schliesst sich.
Besonders wohlschmeckende Salate organisiert er sich aus einer kleinen Metzgerei am Niederrhein, dann auch gerne gleich für die ganze Familie. Äpfel gibt es auch dem Schrebergarten von Muttern - sie werden von meiner Cousine zu vorzüglichen Kuchen verarbeitet. Und den Kuchen - oder Braten riechen alle - Freunde, Nachbarn und Verwandte, und dann trifft man sich um den grossen Esstisch und es gibt Gespräche und studenlang wird gegessen und gelacht und alle sind einfach happy - Clausi, mach bitte noch lange weiter so - wir lieben Dich!!!

Sonntag, 20. September 2009

Landpastete - Resteverwertung

Ich weiss nicht, wie das bei Euch ist, aber ich werde in der Küche immer besonders kreativ, wenn es um die Restverarbeitung geht. Ich trau mich fast nicht das Rezept zu bloggen, aber das Resultat schmeckt sooooo gut, dass ich es dennoch tue.
Also, es fing alles damit an, dass ich im Kühlschrank (den muss ich Euch bei Gelegenheit mal vorstellen, er ist wirklich ziemlich gross und Dinge gehen darin schon mal unter - will sagen, werden vergessen)- anyway - ein Paket mit Chicken Roll fand.
Die Leser, die Zugang zu englischen Supermärkten haben, mögen mir verzeihen, ich wollte diese Chicken Roll gar nicht selbst essen, sie war für den Stubentiger gedacht ----- der hat mir was gehustet, wollte nicht dran, daher warteten 200g dieser Köstlichkeit auf einen weiteren Verwendungszweck. Vor einiger Zeit hatte ich mal etwas von Mortadellapastete gelesen und daraus entwickelte sich die folgende Zutatenliste:
200g Chicken Roll (Schinkenwurst oder Mortadella)
75g geräucherter Speck
200g Hühnerleber
2 Eier
4 EL Semmelbrösel
2 mittlere Zwiebeln
2 Knofizehen
1 Chillischote
1 handvoll frischen Thymian, fein gehackt
1 Schuss Milch
1 Schuss Brandy
1 EL Hoisin Sauce
Salz + Pfeffer
Speck, Chicken Roll, Hähnchenleber, Knofi, Chilli und Zwiebeln nacheinander fein blitzen. Mit den Eiern, Semmelbröseln, Milch und Brandy gut verrühren. Die Masse soll weich sein, nicht so wie bei Frikadellen, eher eine Creme. Gewürze zugeben und wenn man mag, abschmecken. Eine Pastetenform buttern und die Masse hineingeben. Zugedeckt in einer Baigne Marie im Backofen bei 160-180 Grad 1,5 Std garen lassen.
Schmeckt gut als Vorspeise mit rustikalem Brot und Gürkchen oder auch der bereits vorgestellten Zwiebelkonfitüre.

Samstag, 19. September 2009

Clouds Hill - Lawrence von Arabien

Überraschend stiessen wir bei unserem Camping Trip auf das Cottage von Lawrence von Arabien - es war irgendwie direkt in der Nähe vom Campingplatz. Der Film mit Peter o'Toole in der Hauptrolle ist wahrscheinlich den meisten unter uns bekannt.
Thomas Edward Lawrence wurde 1888 in Wales geboren und verstarb tragisch bei einem Motorradunfall in der Kurve vor seinem Cottage Clouds Hill 1935 mit nur 46 Jahren. Dazwischen lag eine Karriere, die ihn immer wieder in den mittleren Osten führte. Er war in den Jahren 1915 bis 1918 an verschieden Feldzüge beteiligt und arbeitete massgeblich an den darauffolgenden Friedenverhandlungen und der arabischen Unabhängikeit mit. Daneben schrieb er zahlreiche Bücher und Artikel in Form von Kriegs + Reisetagebüchern, sein berühmtestes Buch war "The Seven Pillars of Wisdom".
Clouds Hill ist ein spartanisch eingerichtetes Mini-Cottage ohne Strom und mit aufsteigener Feuchtigkeit - die Lawrence trotz vieler Versuche nie in den Griff bekam.
Das Cottage war vom T E Lawrence Altersruhesitz vorgesehen. Der dazgehörige Rhododendronhügel wurde von ihm als Feuerholzlager verwendet - obwohl man ihn sich blühend im Juni wunderschön vorstellen kann.
Er selbst lebte von Marmeladenbroten und Käse. Besucher schliefen im Schlafsack auf dem harten Boden..... - und liess sich auch gerne einmal auspeitschen - so habe ich gelesen.
Heutzutage verwaltet der National Trust das Anwesen - wenn man es denn so nennen kann. Das Cottage hat keine Aussicht und ist weder von der Strasse, noch vom Hügel aus wirklich einsehbar. Ich kann nur annehmen, dass Lawrence das so wollte???
Innen befindet sich im Dachgeschoss ein riesiges Grammophon - es gibt keine Küche, aber unten ein Bad und ein Schlaf/Bücherzimmer.

Freitag, 18. September 2009

Fish 'n Chips

Fish 'n Chips ist hier auf der Insel Tradition. Nun werden hier seit ein paar Jahren Stimmen laut, die sagen, dass die beliebten Fische Cod (Kabeljau) und Haddock (Schellfisch) überfischt sind und die Bestände gefährlich zurückgegangen sind - ja man geht sogar soweit vorherzusagen, dass unsere Enkel wohl nie mehr in den Genuss dieser Fischarten kommen werden - wenn - und darin liegt der Hase gewissermassen im Pfeffer - wenn wir nicht heute schon unsere Gewohnheiten umstellen. Es ist ökologisch einfach nicht mehr verantwortbar diese beiden Fische (es sei denn, sie wären aus gefarmten Beständen) zu essen.
Na ja, immer halte ich mich auch nicht daran - das muss ich zugeben, aber das Gewissen plagt mich dann schon.
Eine gute Alternative ist Scholle. Scholle kommt in den heimischen Gewässern wieder reichlich vor, ist preiswert und schmeckt gut. Leider schaffe ich es nie die Riesenteile ohne Bruch in der Pfanne zu wenden. Gestern ersann ich Abhilfe. Ich schnitt die Schollenfilets in kleine Stücke, diese habe ich mit Salz und Pfeffer gewürztem Mehl gewendet und dann in heissem Traubenöl ausgebraten. Diese Stückchen (hier Goujons genannt) lassen sich wunderbar leicht wenden und behalten ihre Form. In einer kleine Pfanne bräunte ich noch etwas Butter zu der ich zum Schluss noch Zitronensaft gab. Mit dieser Sauce wurde der Fisch übergossen. Dazu gab es die unvermeidlichen Pommes und Sauce Tartare - beides leider aus Zeitmangel nicht selbst gemacht :o((

Donnerstag, 17. September 2009

Isle of Purbeck und Corfe Castle

Hier nun der versprochene Post zum Camping Trip vom letzten Wochenende. Die südlich gelegene Grafschaft Dorset besticht durch wunderschöne See/Landschaften und viel Kultur und Historie in den anliegenden Städten. Vor allem der Jurassic Coast genannte Abschnitt erlangte Berühmtheit, da man hier die Erdschichten der Frühgeschichte bewundern kann - Fossiliensuche eingeschlossen.
Uns lang es bei diesem Besuch nun nicht an grösseren Städten, die schauen wir uns später einmal an, sondern wir wollten mehr Landschaft.
Die Isle of Purbeck liegt direkt gegenüber von Poole, das ist die Stadt in UK mit den meissten Millionären ..... falls es interessiert. Sie ist auch gar keine Insel, sondern eher ein Stück Land, welches an drei Seiten vom Meer umgeben ist. In der Mitte erhebt sich majestätisch das Corfe Castle, eine frühmittelalterliche Befestigungsanlage, die im englischen Bürgerkrieg zerstört wurde und die in ihrer Hochzeit sicherlich ihresgleichen suchte.

Die Isle of Purbeck diente der britischen Autorin Enid Blyton als Inspiration für ihre "Famous Five" (für Dich und mich sind das die "Fünf Freunde") Bücher. Enid Blyton machte in jedem Jahr dreimal Urlaub in Purbeck. Sie bevorzugte das kleine Städtchen Swanage (dort waren wir bei einem frühren Besuch gewesen). Von Castle Corfe geht eine kleine Dampfeisenbahn nach Swanage, man kann sich gut vorstellen, dass George, Justin, Anne und Dick und Timmy auch nicht zu vergessen, bereits damit gereist sind. Brownsea Island in der Bucht von Wareham und Poole gelegen, diente als unmittlebare Vorlage für die in den Büchern immer wiederkehrende Insel, die George gehört und auf der die Kinder Allerlei erleben.
Castle Corfe wird vom National Trust verwaltet. Als wir dort waren fand gerade das alljährliche Michaelmas Fest dort statt und der Eintritt war wegen der Open Heritage Days frei.
Der Aufstieg ist steil aber die Panoramaaussicht belohnt dafür. Corfe Village erstreckt sich zm Fusse der Festung und ist reich bestückt mit netten Lädchen und Tea Rooms.

Nach unserer 2,5 Stunden Wanderung verwöhnten wir uns mit zwei "Knickerbocker Glories" - yummy!