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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Mr Salmon and me - Gravad Lax - Teil 1

Weihnachten ist die Zeit, in der man für seine Lieben daheim ein paar besondere Leckerbissen vorbereitet. In vielen Familien gehört Lachs zu den festlichen Speisen. Früher bin ich beruflich viel in Norwegen und Schweden gereist und zu Weihnachten habe ich immer eine geräuchterte Lachsseite aus Norwegen mitgebracht. Viele Jahre war das meine kleine Weihnachtstradition. Heutzutage reise ich nicht mehr so viel herum und muss daher neue Traditionen erfinden.
In diesem Jahr versuche ich mich zum ersten mal am Gravad Lax. Der Name bedeutet in etwa 'eingegrabener Lachs', was als Hinweis auf die Herkunft des Rezeptes gedeutet werden kann. In früheren Zeiten vergruben die skandinavischen Fischer einen Überschuss an Lachs im Sand am Strand. Durch das Salzwasser der Gezeiten wurde der Fisch dann auf die sanfte Art schmackhaft und für einige Zeit haltbar gemacht.
Diesen natürlichen Vorgang versucht man nun in der Küche durch das Einlegen des Lachses mit Salz, Zucker und Gewürzen nachzumachen.
Für meinen Gravad Lax benötige ich:
1 ganzen Lachs, ca 2,5 - 3 kg
150g braunen Zucker
150g Salz
einen dicken Bund Dill (50g)
2 EL schwarze Pfefferkörner
1 EL Korianderkörner
1 EL Fenchelsamen
2-3 EL Aquavit Die Gewürze in einem Blitzhacker grob zerhacken. Dill zufügen und auch kleinhäckseln.

Den braunen Zucker auch einige Minuten im Blitzhacker kleinhacken.
Nun Salz, Zucker und die gehackten Gewürze in einer Schüssel vermischen. Zum Schluss den Aquavit unterrühren.
Den Lachs abwaschen und trockentupfen.
Nun hinter dem Kopf einen Einschnitt machen und das Filet von der Mittelgräte lösen.
Das Filet von der Bauchhaut säubern und die Gräten mit einer Pinzette herausziehen. Die zweite Filethälfte genauso behandeln.
Nun die Gewürzpaste gleichmässig auf der unternen Lachsseite verteilen.
Das zweite Filet darüberlegen und gut andrücken.
Den Lachs fest in einige Lagen Frischhaltefolie einwickeln und auf wasserdichte Unterlage oder in eine Tupperbox geben.
Mit einem Brett oder Teller und ein paar Gewichten beschweren (ich habe drei Liter-Pakete Milch genommen). Alle 12 Stunden den Lachs umdrehen. Nach 48 Stunden soll er fertig sein. Meiner liegt in momentan in der kalten Garage und wartet auf seinen Auftritt bei unserer Nachbarschafts- Weihnachtsparty am Freitag Abend.

Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Das wollte ich wirklich schon immer wissen, wie man das macht! Danke für die schöne Beschreibung!

Zur Insel habe ich auch einen Bezug, unsere Schwiegertochter stammt aus Wales. Bei ihr mussten wir an Weihnachten auch das erste Mal eine Krone aufsetzen. Und Christmas-Pudding essen.

Herzlichen Gruss auf die Insel, Brigitte

Amelie hat gesagt…

Gerade habe ich auch meinen gravlaks fertig gemacht. Bin gespannt, wie er schmeckt. Rezept ist so ähnlich wie Deins. Ich mache es zum 1. Mal. Drück mir die Daumen.
Übrigens ist es bei Dir sehr "geschmackvoll". ;-)))
Amelie

Island Girl hat gesagt…

@ Brigitte, schön, dass Dir mein Rezept gefallen hat.
@ Amelie, Du hast bestimmt ein altes Familienrezept? Ich finde das Ergebnis so lecker, das mache ich bestimmt öfter mal.
LG

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

ich werde dein Rezept in den naechsten Tage ausprobieren, das mit dem Aquavit war mir neu.gibt es dafuer einen Ersatz? was soll ich mit dem restlichen Aquavit machen? ;)
Frohe Weihnachten von einer Insel.

Island Girl hat gesagt…

Hi Kitchen Roach
Prost kann ich da nur sagen, zum restlichen Aquavit meine ich....
Der Aquavit muss nicht rein, es ginge auch Vodka, Gin, oder irgendein anderer Fusel.... hicks. Du weisst doch, hier in England hilft viel Alkohol auch viel....
Nein, mal im ernst, es muss kein Alkohol rein - das Rezept funktioniert auch ohne.
LG

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

guut, denn gin haben wir hier. noch Rest von den sommerlichen gintonic-drinks. und..hier in Alaska hilft viel Alkohol auch viel ;) LG