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Mittwoch, 31. Dezember 2008

Weymouth - Dorset

Da man nicht immer nur auf Socken im Haus rumhüpfen kann, das wird dann irgendwann langweilig, machten wir gestern einen Ausflug.
Das Wetter war recht gut, aber brrrrr kalt.
Unser Ziel war Weymouth, an der Südküste gelegen. Dort fand es wohl schon King George III, das war der dritte Monarch aus dem Hause Hannover, und der Erste, der auch in England geboren worden war und englisch sprechen konnte, recht nett.
Weymouth ist geplanter Austragungsort der Segelwettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2012. Bis dahin soll noch viel Geld in dieses Gebiet, Weymouth & Portland investiert werden. Portland ist die Halbinsel, die sich an Weymouth unmittelbar anschliesst - auch bekannt durch den Portland Zement.
Christopher Wren war seinerzeit ein Anwohner und der Stein für den Bau der St Paul's Cathedral in London kam selbstverständlich von hier - wohl eine ABM der damaligen Zeit.
Die Strände sind feinsandig und die Aussichten wunderschön.
Als Stadt hat Weymouth auch einige nette Geschäfte und Restaurants zu bieten. Gestern waren ziemlich viele Menschen dort auf den Beinen, man wagt es nicht, sich vorzustellen, wie das eventuell an einem schönen Sommertag im Juli aussehen würde.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Mutti's Sox

Mutti's Sox, so nennt Hubby die von meiner Mutter alljährlich mit viel Liebe und Geduld angefertigten Socken. Wir bekommen beide immer mindestens 2 Paar. Und wir lieben sie heiss und innig. Stricken, diese Kunst, die mal " in" und dann wieder "out" und momentan wohl wieder "trendy" ist. Es gibt nichts besseres, als an diesen kalten Wintertagen auf Mutti's Sox im Haus rumzuflitzen!!!!

Montag, 29. Dezember 2008

Pizza Maker - Pizza, fast wie beim Italiener




Mein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung und ich habe einen Pizza Maker bekommen. Ich hatte auf den Internetseiten Lobeshymnen über dieses Gerät, welches den Pizzaboden fast wie in der Pizzeria werden lässt, gelesen, und ich muss sagen, er enttäuscht nicht.
Beim ersten Versuch hatte ich leider nicht an die Kamera gedacht, da ich mich so auf den richtigen Ablauf des Pizza Machens konzentriert hatte - geschmeckt hat es herrlich. Nun kam ich auch dazu Fotos zu machen, dieses Gerät werden wir wahrscheinlich fest in der Küche installieren, perfekte Pizza!

Zum Einsatz kam diesmal ein Boden aus Trudels glutenfreiem Kochbuch (http://www.glutenfrei-kochen.de/), der ging wie folgt:

150g Quark

6EL Milch

6 EL Olivenöl

1 TL Salz

300g glutenfreies Mehl

1 Pck Backpulver

Quark mit Milch, Olivenöl und Salz gut verrühren, Mehl mit Backpulver mischen und zugeben, gut durchkneten . Teig ausrollen und weiter verarbeiten.

Als Belag gab es, 2 Tomaten, 2EL Ketchup, eine handvoll gek. Schinkenstückchen, einen Riesenchampignon, geriebenen Käse und einen Mozzarella Käse in Stückchen gerupft, Oregano.

Sonntag, 28. Dezember 2008

La Divina in Cucina

Ich habe ein wunderbares Kochbuch (und noch einige andere) zu Weihnachten bekommen. Es heisst "La Divina in Cucina" und handelt von der Entdeckung der kulinarischen Geheimnisse der Maria Callas.
Gespickt mit Rezepten aus der Zeit, die sie sich notierte, gerne gegessen hatte oder ihren Gästen aufgetischt hat, wird ihre Lebensgeschichte von Personen geschildert, die sie gekannt haben.
Das Ganze reich bebildert und mit Musik CD, auf welcher sie ihre bekanntesten Arien singt. Einfach wunderbar!!!!
Ich kann es kaum erwarten Rezepte aus diesem Buch zu kochen.
Erschienen 2007 bei Südwest Verlag

Samstag, 27. Dezember 2008

Ich habe es mit den Vorspeisen .....

Diese kleine Vorspeise gab es bei uns am ersten Weihnachtstag. Für drei Personen braucht man 6 Scheiben Räucherlachs. Eine Creme aus einem EL gehackten Kapern, einem halben TL Meerettich, ca. 100g Buko und einem EL Creme Fraiche herstellen, mit Peffer abschmecken. Nun eine Scheibe Räucherlachs mit der Creme bestreichen, eine weitere Scheibe auflegen und wieder mit Creme bestreichen, aufrollen und in drei Teile teilen, diese auf Gurkenscheiben drapieren und mit Petersilie garnieren.

Freitag, 26. Dezember 2008

London am Heiligabend 2008


Nach Feierabend am Heiligen Abend machten wir uns auf den Weg nach London. Die Familie hatten wir ja schon am vorherigen Wochenende abgefertigt, so waren wir gewissermassen "vogelfrei". Unser Ziel war der Weihnachtsgottesdienst in der St Paul's Cathedral. Die Kathedrale fasst ca. 3000 Besucher und wir stellten uns um 15 Uhr in die Schlange für den um 16 Uhr beginnenden Gottesdienst. Ich war vorher noch nie in St Paul's gewesen (die hohen Eintrittskosten hatten uns abgeschreckt), aber an diesem Nachmittag gab es all dies umsonst :o)) - ich habe mal irgendwo gelesen, dass St Pauls von Christopher Wren nach dem Vorbild von St Peter in Rom gebaut wurde. Ich muss sagen, das merkt man ganz deutlich, diese Kirche ist die prunkvollste, die ich im Königreich bisher gesehen habe. Der Gottesdienst wurde vom Chor der St Paul's Kathedrale begleitet, das war schon schön, obwohl die ausgesuchten Weihnachtslieder manchmal einen etwas obskuren Charakter hatten.
Auf dem Foto oben kann man die Congregation beim Verlassen der Kirche sehen, dazu wurde das Hauptportal geöffnet und die Glocken läuteten, hat uns gut gefallen.

Hier kann man den alljährlich von Norwegen gespendeten Weihnachtsbaum am Trafalgar Square sehen. Seit 1947 schicken ihn die Norweger jedes Jahr aus Dankbarkeit für den Beistand der Briten im zweiten Weltkrieg.

Wir wanderten dann weiter durch das nächtliche London, das war verhältnismässig ruhig, in vergangnen Jahren, war da am Heiligabend mehr los gewesen. Kein Gospel Chor an Trafalgar Square, keine einsamen Dudelsackbläser - ob es am Credit Crunch liegt??

Dieser Ausblick im abendlichen Zwielicht erinnerte mich irgendwie an eine Piazza in Rom, es handelt sich allerdings um den Exerzierplatz vor den Horse Guards, interessant ist das beleuchtete London Eye im Hintergrund.

In Covent Garden war ein einsamer Jongleur mit seinem Hund aktiv, Glühwein gab es dort leider nur, wenn man sich an einen Tisch setzte und dafür gab es widerum eine Schlange, also begnügten wir uns mit dem Duft desselben und fanden um die Ecke einen Pub. Die Temperaturen waren so mild, dass wir unseren Drink an einem Tisch draussen sitzend eingenommen haben.
Big Ben sieht leider unscharf und mehr "arty" aus - ich habe das immer noch nicht raus, mit der Kamera im Dunkeln gute Fotos zu machen. Ich bitte um Nachsicht .......

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Frohe Weihnachten - Merry Xmas

Allen Lesern dieser Seite wünsche ich auf diesem Wege ein Frohes Weihnachtsfest und ein Gutes Neues Jahr. Ich hoffe, dass Ihr auch im nächsten Jahr weiter bei mir auf der Insel vorbeischauen werdet.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Bodenlose Pizza

Eine schnelle, bodenlose Pizza mache ich mir manchmal zum Lunch. Sie geht wie folgt:
1 Dose Thunfisch (der in Wasser), ausgedrückt, einen EL davon für die Katze zurückhalten :o))
1 Tomate, in Scheiben geschnitten
1 Handvoll geriebenen Käse
Oregano - ganz wichtig
Tomate auf feuerfestem Teller verteilen, den Thunfisch darauf verteilen. Mit Käse und Oregano bestreuen und für 2 Min auf höchster Stufe in die Micro schieben (Backofen geht auch, dauert aber dann länger).
Unglaublich, wie gut der Pizzageschmack da durchkommt!

Übrigens, heute, am Heiligabend, wird in England gearbeitet, in vielen Firmen nur bis mittags, aber in manchen auch bis zum Nachmittag. Abends ist dann traditionell Party-Time, also wenn die Deutschen besinnliche Weihnacht feiern, geht hier, vor allem bei den jungen Leuten, die Post ab. Wir werden uns nach Feierabend (ca. 13 Uhr) auf den Weg nach London machen und schauen, was da so los ist. Vielleicht gelingt es uns einen Platz im Carol Service in St Pauls zu bekommen.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Christmas Goodies - Man gönnt sich ja sonst nix....

Weil Weihnachten ist und (und auch sonst manchmal!) gönnt man sich die guten Kettle Chips.
Kettle, eigentlich ein US Produzent, hat seit einigen Jahren eine Chips-Produktion in Norfolk. Dort werden ausgesuchte Kartoffeln - ohne vorher in irgendeiner Weise "behandelt" zu werden und ohne weitere Zusätze nach traditoneller Art von Hand hergestellt und ich muss sagen, das schmeckt man. Die Chips sind nicht so transparent, wie die industriell hergestellten, sondern dicker, mehr individuell und so was von "crunchy".
Man findet Kettle Chips in vielen Supermärkten, billig sind sie nicht, aber das erwartet man bei der aufwendigen Art der Produktion auch nicht. Es gibt verschiedene Versionen u.A. auch eine ganz ohne Salz oder andere Gewürze, die schmecken einfach nur nach Kartoffel. Solche Chips können nicht mehr als "Junk Food" bezeichnet werden, sie sind Teil einer ausgewogenen Ernährung - finden wir jedenfalls :o))

Montag, 22. Dezember 2008

Vorspeisenteller mit Foie Gras

Gestern war mal wieder Familientreffen, Weihnachten hat nicht jeder Zeit, da wurde schon mal vorgefeiert. Als Vorspeise gab es eine Scheibe Entenleberpastete (aus France). Dazu wurden je eine getrocknete Aprikose und eine getrocknete Pflaume in Parma-Schinken gewickelt und kurz unter dem Grill von beiden Seiten knusprig gegrillt. In der Mitte sieht man ein Tomatengelee, welches ich auf die Schnelle noch angefertigt hatte. Bei der Hauptspeise haben wir uns in diesem Jahr von der Tradition entfernt und nicht, wie in den meisten Familien üblich, Truthahn, sondern einen Schweinebraten serviert. Da unser Ofen immer noch nicht repariert wurde (der Techniker war bereits zweimal da...... aber das ist eine andere Geschichte), konnte der Braten nur nach Niedrigtemperaturmethode gebraten werden. Er war 4,5 Std bei ca. 120-140 Grad (so genau weiss man das nicht) im Rohr und dadurch sehr sehr zart und saftig. Dazu gab es die bereits bekannten Roast Potatoes, Rosenkohl und geröstete Pastinaken und Möhren, diese wurden vor dem Rösten in einer Mischung aus Sojasauce, Honig und Olivenöl geschwenkt. Fotos habe ich im Eifer des Gefechts leider vergessen.
Am Ende gab es den Christmas Pudding - war schon ein gutes Dinner!

Sonntag, 21. Dezember 2008

Die einzige englische Whisky Destillerie

In Norfolk befindet sich die erste und wohl einzige englische Whisky Destillerie. Schon lange hatte uns die Wegweiser auf der A11 neugierig gemacht. Nun war es soweit, wir machten einen kleinen Umweg und schauten uns die, nach dem englischen Schutzheiligen Georg (das ist der mit dem Drachen), benannte Destillerie an.
Frohen Mutes fuhren wir auf den engen Country Lanes unserem Ziel entgegen, wir sahen uns bereits im Geiste die verschiedenen Whiskies verkosten. Leider kam es dann etwas anderes als wir uns das gedacht hatten, denn, was nicht auf den Wegweisern stand, der Whisky ist noch gar nicht fertig!
Die Destillerie ist neu, besteht gerade mal 4 oder 5 Jahre, die Eichenfässer sind voll, aber was so ein richtiger Whisky ist, der wird frühestens nach 10 Jahren Lagerzeit in den Verkauf gebracht. Da ist also Warten angesagt, und zwar noch richtig lange.....
Zwischenzeitlich kann man dort schottische Whiskies und Beerenliköre aus Norfolk probieren und auch käuflich erwerben. Der Betreiber füllt jedes Jahr eine limitierte Charge (Chapter genannt) des Destillats ab, und Sammler können dann die Geschichte, wie in einem Buch, Kapitel für Kapitel verfolgen. Momentan gibt es das 4. Kapitel und in 6 Jahren wird der Whisky wohl fertig sein. Gelagert wird das Destillat in amerikanischen Bourbon Fässern. Die St Georges Destillery in Harling/Norfolk, ein Ort, den man wohl im Auge behalten sollte.
Weiteres unter http://www.englishwhisky.co.uk/




Samstag, 20. Dezember 2008

Guck mal - was in meinem Garten blüht

Heute Morgen auf einer Tour durch meinen Garten (ich war schon lange nicht mehr dort) fiel mir auf, dass selbst mitten im Winter einige Pflanzen immer noch nicht aufgegeben haben.
Unten kann man eine Christrose sehen, die pünktlich zum Fest im Vorgarten aufgeblüht ist.




Freitag, 19. Dezember 2008

Food Bank - Wir spenden Weihnachtsbackwaren

Donnerstag Morgen waren wir bei der hiesigen Food Bank. Ich wusste bisher gar nicht, dass es so eine Organisation bei uns gibt. Unsere Stadt hat ca. 250000 Einwohner und erscheint auf den ersten Blick sehr wohlhabend, wenn man allerdings hinter die Fassade schaut, gibt es dort eine ganze Reihe Nichtsesshafter und auch viele Rentner, die kaum das Nötigste zum Leben haben. Besonders durch die steigenden Energiekosten bleibt vielen Menschen immer weniger Geld für Nahrungsmittel.
Da ich noch reichlich Christmas Cakes von der Farmers Market Episode übrig hatte, dachte ich, es wäre gut, diese an bedürftige Personen zu Weihnachten weiterzugeben.
Google hat mir dann auch sofort die hiesige Food Bank aufgetan. Eine email dorthin und man bestätigte uns, dass man Nahrungsmittel-Spenden gerne entgegennehme, da man vor Weihnachten an jedem Tag Essen an Bedürftige verteilen würde.
Ich habe dann gleich noch weiter in meinen Vorratschränken gekramt und alle noch geschlossenen Pakete mit Nudeln, Zucker etc herausgesucht, diese und die überschüssigen Weihnachtskuchen wurden dann gespendet.
Ich kann das nur jedem empfehlen, es macht einem ein warmes Gefühl ums Herz!!!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Und noch ein Risotto - diesmal mit Erbsen und Lachs

Wie man vielleicht schon gemerkt hat, ich bin ein Risotto Fan. Dienstag Abend gab es eines wie folgt, für 2 Personen, diesmal ohne Wein, die feine Säure, die gut zum Käse passt, kommt durch den Zitronensaft :
150g Risottoreis
400-500ml Hühnerbrühe
1 Lauch in feine Scheiben geschnitten
1 Knofizehe, gerieben
Saft einer halben Zitrone
1 Tasse TK Erbsen
250g Lachs, in kleine Würfel geschnitten
1 EL Creme Fraiche
1 handvoll geriebener Käse
Pfeffer
Olivenöl
Wie immer fürs Risotto, Lauch mit Reis und Knofi in Olivenöl anschwitzen, mit heisser Brühe nach und nach aufgiessen. Nach ca. 10 Min die Erbsen und den Zitronensaft zufügen, weiter mit Brühe aufgiessen und rühren, rühren etc. Kurz vor Schluss die Lachswürfel zugeben, unterrühren und jetzt für 2-3 Min einen Deckel auf den Topf, der Lachs wird dadurch fein gegart.
Vor dem Servieren Creme Fraiche und wer möchte den geriebenen Käse unterrühren. Mit Pfeffer bestreuen und geniessen!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Creme von der Räuchermakrele

Ich liebe Räuchermakrele, von frühester Kindheit gab es die bei uns des öfteren zum Abendessen. Meist wurde sie samstags auf dem Markt in Venlo erstanden.
Hier in England ist die Räuchermakrele auch sehr populär.
Ich mache gerne eine Creme daraus, die sich dann sehr gut mit feinem Toast als Vorspeise eignet - diese Creme wird mit Räucherforelle noch eleganter - z.B. zu Weihnachten.
Dazu braucht man:
1 halbe Räuchermakrele (Haut ab und in Stückchen gebrochen)
200g Buko (oder ähnlichen Käse)
1 TL Creme Fraiche
1 EL Zitronensaft
1EL eingelegte Kapern, gehackt
Alle Zutaten vermischen (geht auch gut im Blitzhacker) und mit Pfeffer und Paprika abschmecken. Kann zur Dinnerparty in individuellen Förmchen serviert werden.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Christmas Pudding - ich wollte ja nicht.....

Ich wollte ja eigentlich nicht, aber am Sonntag habe ich dann doch noch einen Christmas Pudding gemacht. Hubby meinte "und was soll es Weihnachten als Nachtisch geben?", da musste ich passen, also habe ich im Vorratschrank gekramt und alle Zutaten zu einem traditionellen Christmas Pudding gefunden.
Hier kommt das Rezept für einen Pudding, ca. 8 Personen:
90g Sultaninen
90g Rosinen
100g getrocknete Pflaumen, in Stückchen geschnitten
40g Orangeat
frischen Ingwer, ca. 2 cm Stück, gerieben
70ml Brandy
60g Mehl mit Backpulver gemischt (Self-Raising Flour)
60g Semmelbrösel
75g Suet (das ist Rindertalg, aufbereitet- es kann auch grob geriebene kalte Butter oder grob geriebenes Schmalz genommen werden)
75g dunklen Muscovado Zucker
50g gehackte Mandeln
0,5 TL gemahlener Koriander
0,5 TL gemahlener Zimt
0,5 TL frisch gemahlene Muskatnuss
abgeriebene Schale einer Zitrone
Saft einer Orange
2 M Eier, verschlagen
etwas Butter für die Form
Trockenfrüchte, Mandeln, Orangensaft, Zitronenschale mit Brandy verrühren und eine Weile (auch gut über Nacht) ziehen lassen.
Aus den restlichen Zutaten den Teig bereiten und die Frucht-Mandelmischung zugeben. Den Boden einer gefetteten Puddingform mit Pergament auskleiden, dann die Mischung hineingeben. Einen Kreis Pergamentpapier auf den Teig geben und die Form mit Alufolie abdecken, mit Kordel sichern. Form in einen Topf stellen und mindestens halbhoch mit kochendem Wasser auffüllen. Auf dem Herd mindestens 4 Stunden leise simmern lassen, dabei den Wasserspiegel immer wieder auffüllen. Form aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen, mit einer neuen Lage Alufolie bedecken und mit Kordel sichern. Im Kühlschrank bis Weihnachten aufbewahren. Am Weihnachtstag, wieder in den Topf und im Wasserbad nochmals 2,5 Std leise simmern lassen. Vor dem Servieren aus der Form stürzen, Ilex-Zweig auflegen und am Tisch in einer Schöpfkelle Brandy erwärmen, diesen über den heissen Christmas Pudding geben und anzünden - Voila - fertig ist der traditionelle britische Christmas Pudding. Portionen austeilen und mit Vanillesauce, Brandy Butter oder Vanilleeiscreme anbieten.


Montag, 15. Dezember 2008

Die Weihnachtsfeier - The Christmas Party


Was man hier unter Christmas Party versteht, lässt sich mit den in Deutschland gemeinhin stattfindenden Weihnachtsfeiern nicht vergleichen.
In meinem Büro z.B. wird seit Wochen über nichts anderes diskutiert, als die Weihnachtsfeier, die am 19 Dezember mittags zwischen 12 und 14 Uhr stattfinden soll. Die Firma spendiert ein Mittagessen und es gibt für jeden eine halbe Flasche Wein (?), klar ist, dass nach 14 Uhr dann nicht mehr gearbeitet wird und meine jüngeren Kollegen werden zuerst im City Centre und dann daheim bei einem Kollegen munter weitersaufen - bis der Arzt kommt! Die Diskussionen der vergangenen Wochen drehten sich dann auch meist darum, wie schlecht es einem von wieviel Alkohol eigentlich werden kann, und ob Taxis dann verpflichtet sind, einen noch zu befördern, wenn man den Mageninhalt zügig aus dem Fenster gespuckt hat.....
Essentiell ist es, dass man für diese Ausschreitungen auch ein neues Party-Outfit hat, so nimmt die Diskussion, was man denn anzieht, besonders bei den Damen einen weiteren hohen Stellenwert ein.
Am vergangenen Samstag fand die Christmas Party von Hubby's Arbeitsstelle statt. Zu diesem Zweck checkten wir in ein nettes (so dachten wir) Hotel mit Leisure Facilities, Man traf sich in Abendgardeobe (Damen LBD - Little Black Dress -, oder im Abendkleid, Herren im Smoking oder zumindest doch im Anzug) um 19 Uhr an der Bar, nach ein paar Drinks, die in Runden nach festen Regeln von den Kollegen ausgegeben wurden, begab man sich ins Speisezimmer. Dort wurde ein vorher ausgesuchtes 3-Gänge Menu serviert. Ich hatte als Vorspeise Entenleberpastete, als Hauptgericht Lachs auf zerstossenen Kartoffeln mit Gemüse und Sauce und als Nachtisch Schokoladenparfait, Hubby hatte Melonenterine, Truthahnroulade und Christmas Pudding. Das Ganze war lauwarm und geschmacklich so lala, auf keinen Fall aber die £36 wert, die es pro Person gekostet hatte.
Zum Abschluss durften Kaffee und die obligatorischen Mince Pies nicht fehlen. Damit wir alle schön in Stimmung kamen, befanden sich auf den Tischen Party Poppers und Christmas Crackers.
Nach dem Dinner wurden die Tische abgeräumt und ein DJ spielte mehr oder weniger lustlos die neuesten und auch alte Hits. Es durfte getanzt werden, bis ca. 0.30 Uhr, dann war Schluss. Wir machten uns gegen 23 Uhr auf den Weg ins Hotelzimmer, der harte Kern hat selbstverständlich an der Bar noch weiter gesoffen .....
Am nächsten Morgen gab es ein Frühstücksbuffet, als ich das probierte, wusste ich, warum die britische Gastronmie allgemein so einen schlechten Ruf hat. Es gab lauwarmen Tee (und auch Kaffee) aus der Thermoskanne (ich meine, wie schwierig ist es eigentlich, einen guten englischen Tee zu machen???), lauwarme Würstchen, lauwarmen Speck, etwas matschiges, nach Karton riechendes, was als Rührei durchgehen sollte und noch andere "Delikatessen". Einfach unglaublich, womit das Personal dieses Hotels durchkam. Das Frühstück schlug mit £13.95 zu Buche, bei Ikea gibt es ein vergleichbares (aber auf jeden Fall warmes) Frühstück für 95 Pence. Wir hingegen frühstückten in einem Hotel der Interconti-Gruppe, da ist m.E. so ein schlechter Standard unakzeptabel. So fuhren wir nach dem Frühstück, einigermassen ungehalten, ob des schlechten Services, wieder nach Hause. Im nächsten Jahr werden wir uns gut überlegen, ob wir an dieser Feier noch einmal teilnehmen.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Easy Curry

Der Engländer liebt sein Curry, da gibt es nix. Das liegt am Empire - als Indien noch zum Königreich Britain gehörte, fing die Liebe zur indischen Küche an. Für viele junge Männer gehört ein Curry (so scharf wie es nur eben geht) nach einem Zug durch die Gemeinde - ähem, durch die Pubs (auch Pub Crawl genannt) einfach dazu - das grenzt dann schon an eine Mutprobe.
Die Allgemeinheit erfreut sich da eher an den "entschärften" Versionen der indischen Curries.

Meine geht etwa so, für zwei Personen:
2 Hähnchenbrustfilets, in Würfel geschnitten
1 dicke Zwiebel, kleingeschnitten
2 EL Curry Paste aus dem Glas

wer sich am Fertigprodukt stört, der kann versichert sein, dass hier auch die indische Hausfrau gerne dazu greift, wer will kann aber gerne die Gewürze selbst zusammenstellen und vorbereiten (das mache ich auch für andere Curries - dieses ist halt eine Einfaches und nach Feierabend schnell zubereitet)
4 EL Mango Chutney
Olivenöl
200g Creme Fraiche (oder halb und halb mit Joghurt gemischt)
zum Servieren Reis, Gurken-Sticks und Naan-Bread (wer mag)

Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, Curry Paste dazugeben und gut durchmischen (für ein authentisches Curry müssen die Gewürze immer in Oel angeschwitzt werden - nie hinterher dazugeben - das wird nix). Nun die Hähnchenwürfel zugeben und gut mit den Zwiebeln und der Curry Paste vermischen. Nach ca 4 Minuten das Mango Chutney und die Creme Fraiche zugeben. Das Ganze auf kleiner Hitze ca. 25 Min köcheln lassen, wenn es zu trocken wird, Flüssigkeit (Wasser oder Milch) zugeben.
Mit Reis und Gurken-Sticks servieren.


Samstag, 13. Dezember 2008

Muscheln mit Friten

Was wäre der Winter ohne die kulinarischen Freuden der Muschel?
Bei uns kommen die an Seilen in den schottischen Lochs gezüchten Muscheln auf den Tisch.
Ich bereite sie wie folgt für zwei Personen zu:
1 kg frische Muscheln
250ml Fisch (oder andere)Brühe
1 dicke Zwiebel in Scheiben
2 Knofizehen, in Scheiben
5 Pimentkörner
5 Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
100ml Weisswein
wer möchte: etwas getrockneten Oregano
Die Zwiebeln und den Knoblauch in einem grossen Topf in Olivenöl kurz anschwitzen, die anderen Gewürze zufügen und kurz im heissen Topf schwenken. Mit Brühe und Weisswein ablöschen und zugedeckt ein paar Minuten durchkochen lassen.
In dieser Zeit die Muscheln waschen und vom "Bart" befreien. Jede Muschel auf die Arbeitsfläche klopfen, wenn sie sich nicht rührt (schliesst), ist sie tot, dann bitte wegwerfen. Die lebenden Muscheln in den Sud geben, Deckel drauf und bei hoher Hitze ca. 3 Minuten garen lassen, zwischendurch mal durchrühren, bzw den Topf durchschütteln.
Und schon sind sie fertig! Wir essen die Muscheln gerne auf die belgische/französische Art mit dünnen Pommes und Mayo als Beilage!

Freitag, 12. Dezember 2008

Quorn - vegetarischer Fleischersatz

Heute will ich Euch mal Quorn vorstellen. Quorn ist ein vegetarischer Fleischersatz und hier auf der Insel in der Tiefkühltheke erhältlich. Er wird aus Pilzkulturen hergestellt und lässt sich gleich gefroren aus der Tüte verwenden. Neulich habe ich Chilli damit gemacht, nicht etwa, weil ich Vegetarier bin, sondern, weil ich Kalorien einsparen wollte. Das Zeugs ist nämlich total fettarm und schmeckt, na ja, nicht wirklich wie Fleisch, aber doch schon nahe dran.
Es gibt auch Quorn Würstchen und kleine, Hähnchenbrustfilets nachempfundene, Stückchen. Ich meine, für Vegetarier, die das Fleisch manchmal vermissen, eine gute Alternative und auch für uns normalsterbliche "Omnivors" keine schlechte Wahl.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Mini-Quiches

In dieser Vorweihnachtszeit mit all ihren süssen Verführungen, greift jeder gern auch mal zu einer herzhaften Kleinigkeit. Ich mache daher oft Mini-Quiches.
200g Mehl
100g Butter (oder Schmalz)
1 halber TL Salz
Mineralwasser
Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten (kurz ruhen lassen - geht aber auch ohne)
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und mit einem runden Ausstecher Kreise ausstechen. Diese in eine Muffinform geben. Die Menge reicht für ca. 40 Kreise.
Der Quiche-Guss für diese Menge besteht aus 3 Eiern und ca. 200g Creme Fraiche, Muskatnuss und etwas Salz und geriebenem Käse.
Gefüllt werden die Quiches mit allem was der Kühlschrank hergibt, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Diesmal hatte ich zwei Füllungen.
Füllung Nr 1:
Frühlingszwiebeln in feine Scheiben geschnitten
2 Scheiben Kochschinken, in feine Streifen geschnitten
Jedes Törtchen zuerst mit ein paar Zwiebelringen, dann mit Schinkenstreifen belegen, den Käse darüberstreuen und zuletzt ca. einen EL des Quiche-Gusses darübergeben. Bei ca. 200 Grad 15 Minuten backen.
Füllung Nr 2:
Chorizo in feine Stückchen geschnitten
2 rote Chillischoten, in feine Scheiben geschnitten
8 Oliven in Scheiben geschnitten
Jedes Törtchen zuerst mit Chorizostückchen, dann mit Chillistreifen und einer Olivenscheibe belegen, mit Käse bestreuen und zum Schluss ca. einen EL des Quiche-Gusses darübergeben. Bei ca. 200 Grad 15 Minuten backen.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Eier-Krabben-Salat auf Salatblatt

Der Eier-Krabbensalat wurde wie folgt hergestellt:

2 Eier, hartgekocht und klein geschnitten
200g gekochte Krabben
2 EL Mayonnaise
1 EL Ketchup
1 TL Senf
Spritzer Tabasco
Peffer + Salz
Alle Zutaten gut mischen und in vorbereitete Salatherzen-Blätter füllen, mit Tomatenstückchen garnieren.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Von der Insel zum Kontinent

Die Lage der britischen Inseln als Vorhut im Atlantik hat über die Jahrhunderte zu einer insularen Denkweise geführt und auch heute noch haben viele Briten keine Reisepass und sind der Ansicht, dass man sehr gut auch ohne die anderen Staaten auf dem Kontinent könne..... "The Continent", so nennt der Engländer dann auch das Land jenseits des Kanals. 36 Meilen oder ungefähr 50 Kilometer trennen die Insel vom Festland.




Im Bild zu sehen, die Küste bei Dunquerke und den Anleger der Norfolk Line im dortigen Hafen.

Die Insel zu verlassen ist immer mit Zusatzaufwand verbunden, man kann nicht so einfach mal eben in ein anderes Land (von Wales und Schottland einmal abgesehen) fahren, da gilt es immer zuerst eine Überfahrt (Crossing) zu buchen.
Der Transfer mit dem Eurotunnel ist schnell und effizient, dieses Privileg kann man sich mit hohen Preisen erwerben. Seafrance, P&O und in den letzten Jahren auch Norfolk Line bieten da eine preisgünstigere Alternative an.
Interessant ist, dass die französischen Städte Calais und auch Boulogne in vergangenen Jahrhunderten fest in englischer Hand waren und so ein sicheres Verlassen der Insel, zum Beispiel zur Teilnahme an einem Kreuzzug, gewährleisteten.
Auch heute noch könnte man den Eindruck haben, dass Calais und Boulogne fest in englischer Hand sind, ist doch das Warenangebot in den dortigen Geschäften direkt auf den englischen Touristen zugeschnitten. Vor allem Wein und Bier werden in den verschiedensten Outlets angeboten und die riesige Shopping Mall "Centre d'Europe" in Calais wurde eigens für den britischen Konsumenten geschaffen.
Kehrt der Engländer dann mit voll beladenem Wagen auf seine geliebte Insel zurück, seufzt er schon auf See, beim Ausblick auf die "White Cliffs of Dover", verzückt - "Good old Blighty"!!! Bei all den Urlaubszielen auf dem Kontinent, ist für ihn doch das Leben in England, mit all seinen Unzulänglichkeiten, als Einziges wirklich lebenswert!!

Montag, 8. Dezember 2008

Weisse-Schokolade-Dessert


Ein leckeres kleines Dessert, nicht zu kalorienreich und als Nachtisch zum Buffet bestens geeignet.
Ergibt ca. 10-12 Portionsgläser
100g weisse Schokolade, im Wasserbad geschmolzen
200ml Schlagsahne (ich habe kalorienreduzierte Double Cream genommen)
250g Magerquark
150g Joghurt
2 Vanillezucker
2-3 EL Zucker
250-300g frische Himbeeren
Schokoladensauce zum Verzieren
In einem Gefäss Joghurt, Quark, Zucker glattrühren. Die Sahne in einem zweiten Gefäss steif schlagen. Ein paar Löffel vom Quarkgemisch in die Schokolade rühren, dann das Schokoladengemisch mit der Quark-Joghurt-Masse verrühren, zum Schluss die Sahne unterheben.
Die Himbeeren auf die Portionsgläser verteilen und die Creme hinzufügen. In jedes Glas einen EL Schokoladensauce geben und mit einem Stäbchen umrühren. Ein paar Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Filo Pastry mit Paté

Gestern war wieder so ein "Ich trau mich - Tag". Wir hatten abends die Nachbarn zum traditionellen Weihnachtsumtrunk bei uns und ich wollte mal was neues fürs Finger Buffet probieren. Auf der Website von Sainsbury's (einer hiesigen Supermarktkette) hatte ich ein Rezept für Filo-Dreiecke mit Paté-Füllung gefunden.
Wie ich schnell feststellte, ist der Umgang mit Filo-Pastry nicht ganz einfach. Die Blätter trocknen sofort aus.Ins Rezept kamen:
10 Blätter Filo-Pastry
100g flüssige Butter
2 Frühlingszwiebeln in feine Scheiben geschnitten
180g Brüsseler oder Ardenen Paté
4 Scheiben Speck, unter dem Grill ausgebraten und in feine Scheiben geschnitten
Jedes Filo-Blatt mit der flüssigen Butter einstreichen und halb überklappen, die Oberfläche wieder einstreichen und in zwei Teile schneiden. Eine Ecke mit je einem TL Paté, ein paar Speck- und Zwiebelstreifen belegen und zweimal zum Dreieck überschlagen. Mit flüssiger Butter bestreichen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad ca. 12 Minuten backen.

Samstag, 6. Dezember 2008

Restaurant Forsthaus - Krefeld

Noch einmal das Thema Goldhochzeit, und dann höre ich auf, versprochen!!!! Zur abendlichen Feier ging es in das Restaurant Forsthaus, schön im Krefelder Forstwald gelegen. Von aussen sah es sehr einladend aus und war auch schon für Weihnachten geschmückt. Etwas ungewöhnlich kommt man durch die Eingangstür direkt in den Buffet-Küchen-Raum.


Ein Foto reichte hier wirklich nicht, um Euch einen Eindruck der vielfältigen Köstlichkeiten im Angebot zu geben. Es gab ein reichhaltiges kalt-warmes Vorspeisenbuffet.
Verschiedene warme Gerichte, sowei die Möglichkeit sich Fischsorten und Steaks direkt nach Geschmack braten zu lassen......


Und die Desserts - da komme ich ins Schwärmen, und ein Käseangebot gab es auch noch.

Wirklich empfehlenswert, ein Besuch im Forsthaus Krefeld - die Bedienung war auf Zack und die Weine exzellent ausgesucht.