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Sonntag, 30. November 2008

Die Goldhochzeitstorte - Klappe die Zweite

Nach einem Ruhetag im Kühlschrank wurde die Torte mit einer dicken Marzipandecke versehen werden.
Dazu zuerst die Torte mit angewärmter Aprikosenmarmelade bestreichen. Das Marzipan zu einer Kugel verkneten (zu dem hier erhältlichen Marzipan muss man keinen Puderzucker mehr zufügen und es kommt auch schon in einer passenden, goldenen Farbe). Dann mit gut gepuderzuckertem Rollholz die gewünschte Grösse ausrollen und Torte damit bedecken - das ging besser als ich gedacht hatte - alle Seiten andrücken und überschüssiges Marzipan abschneiden. Das wird später für die Dekoration verwendet.
Nun habe ich ringsherum das dünn ausgewalzte Blattgold angebracht, hier arbeitete ich mit Pinzette und Pinsel.
Aus dem restlichen Marzipan wurden vier Rosen angefertigt und in den Ecken angebracht. Die Beschriftung machte ich mit einem Icing-Fertigstift. Zusätzlich habe ich noch kleine Goldperlen zur Verzierung benutzt.
Wie von Konditor sieht sie leider nicht aus, aber ich war mit meinem Werk trotzdem zufrieden. Nun bleibt nur noch das Kunstwerk sicher nach good old Germany zu transportieren.


Samstag, 29. November 2008

Die Goldhochzeitstorte - Klappe die Erste

Weil ich kein Tortenkünstler bin, ging natürlich auch erst einmal alles schief. Die erste Version des Tortenbodens, ein leicht-lockerer Wiener Boden mit immerhin 12 freilaufenden Eiern, ging voll daneben, ich habe alles nach E&T zubereitet, 10 Minuten lang abgerührt bis mir der Arm abfiel, aber der Boden wollte sich im Ofen einfach nicht regen.... blieb flach wie ein Pfannekuchen und nach 40 Minuten war er hart wie eine Schuhsole, die Mülltonne hat sich gefreut.
Ich dachte mir, da bin ich vielleicht nicht "refined" genug für die Rezepte der E&T, also mein altvertrautes Backbuch rausgeholt und einen Rührkuchen angefertigt. Der hat ein ganz anderes, will sagen, schwereres Kaliber - ganz so ein bisschen wie ich selbst - und ist daher wohl für meinen eher hausfraulichen Ansatz besser geeignet.
Ich habe das Rezept für eine Festtagstorte verdoppelt und hinein kamen:
600g Zucker
600g Butter
10 Eier
Abgeriebene Schaler einer Zitrone
4 TL Backpulver
600g Mehl
Zucker und Butter mit Eidottern schaumig rühren, Mehl, Zitronenschale und Backpulver zufügen und durchrühren. Die Eiweiss zu Schnee schlagen und unter die Teigmasse heben.
Eine 30 x 30 cm Form den Boden mit Pergament auskleiden und den Teig einfüllen. Ca. 45-50 Min bei 175 Grad (Umluft 160 Grad) backen.


Dieser Kuchen liess sich dann am nächsten Tag auch in drei Teile durchschneiden. Den ersten Boden habe ich mit einem Glas Erdbeerkonfitüre, das ich mit 3 EL Cointreau verrührt hatte bestrichen.
Die Creme ist nun wieder aus der E&T und (fast wider Erwarten) gelungen. Sie ging wie folgt:
7 Blatt weisse Gelatine
350g weisse Schokolade
5 Eier (M)
80g Zucker
3 EL Orangenlikör
600ml Schlagsahne

Gelatine in kaltem Wasser 10 Min einweichen. Schokolade grob hacken und über Wasserbad schmelzen. Eier trennen, Eigelb mit Zucker und Likör in einem Schlagkessel über heissem Wasserdampf dickcremig aufschlagen (wieder mit dem Arm......).
Ausgedrückte Gelatine zur Eimasse geben und auflösen. Schokolade einrühren und ca. 10 Min kalt stellen. Eiweiss halbsteif schlagen. Sahne steif schlagen. Erst Eischnee, dann Sahne unter die kalte Creme heben.
Creme ca. 20 Min kalt stellen, damit sie sich etwas verfestigt - ich bin unterdessen Einkaufen gefahren - neue Eier mussten her.
Dann die Hälfte der Creme auf dem vorbereiteten Boden verstreichen, den zweiten Boden auflegen und diesen wieder mit einem Glas Erdbeerkonfitüre und Cointreau bestreichen. Die andere Hälfte der Creme darübergeben und den dritten Boden aufsetzen. Den Kuchen über Nacht im Kühlschrank festwerden lassen.
Morgen erzähle ich, wie es weiter ging........

Freitag, 28. November 2008

Tate Modern - Kunst im alten Kraftwerk

Kaum ein Museum in London hat so interessantes Gebäude wie die Tate Modern Gallery. Es handelt sich dabei um ausser Betrieb gestelltes Kraftwerk, direkt am Ufer der Themse gelegen.

Der Eintritt ist generell frei und nur für die wechselnden Ausstellungen muss gezahlt werden. Innen zeigt sich Mut zur Leere, das Gebäude wirkt - die Ausstellungsräume sind grosszügig - zwischendurch immer wieder stimmungsvolle Ausblicke auf die Themse und St Pauls.
Und wem es zu viel Kunst auf einmal ist, der Macht Pause in einem der "Watering Holes". Der Espresso, obwohl im Pappbecher, schmeckte exzellent!
Es lohnt sich auf jeden Fall auch in einem der Museums-Shops zu stöbern, da ist schon so Mancheiner fündig geworden!!!

Donnerstag, 27. November 2008

Hubby hat Geburtstag - Dinner im Flying Fox

Gestern hatte Hubby Geburtstag, wie alt er wurde wird nicht verraten. Er kommt nämlich langsam in das Alter, wo er über sein Alter nicht mehr sprechen möchte. Da wir mit der Familie bereits am vergangenen Sonntag gefeiert hatten, habe ich ihn am Geburtstag zum Essen eingeladen.
Der Flying Fox liegt an der A5 unweit des ausgedehnten Woburn Estates, Heim der Dukes of Bedford, und wir sind schon tausendmal daran vorbei gefahren, aber seit einiger Zeit erst, kehren wir auch dort ein. Was man im Bild nicht sehen kann, ist, dass er ein Teil des Gebäudes mit Riet eingedeckt ist und darauf die Figur eines Fuchses modelliert ist - daher der Name Flying Fox.
Die Atmosphäre ist sehr anheimelnd, es gibt zwei mit Holz beheizte, offene Kamine und gestern ist es uns gelungen, einen Tisch vor einem dieser Kamine zu ergattern.
Nach ausgiebigem Studium der Karte entschied sich Hubby für ein Rump Steak, traditionell mit Erbsen serviert.

Und für mich gab es ein Hunters Chicken. Dies war ein richtiges Pub-Essen und entsprach daher genau unseren Vorstellungen.

Zum Nachtisch haben wir uns noch ein Apple-Plum-Crumble mit Vanilleeis + Vanillesauce geteilt. Alles in allem, ein netter Abend.

Mittwoch, 26. November 2008

Knoblauch - Kleinmacher

Immer auf der Suche nach einer noch besseren Methode den bei uns reichlich verwendeten Knoblauch kleinzumachen, haben wir eine Reihe von Spielzeugen angesammelt. Da ist zum einen die allseits bekannte Knoblauchpresse, rechts unten im Bild. Diese ist "tried and tested" und sollte in keinem Haushalt fehlen. Links im Bild sieht man einen kleinen Keramikteller, von uns in einem Bretagneurlaub von einem fliegenden Markthändler erstanden wurde. Die Mitte ist leicht angerauht und man kann den Knoblauch, und seine Fingerspitzen auch, dort reiben. Hubby nimmt sie gerne und reibt auch Ingwer damit. Der Vorteil ist, dass der geriebene Knoblauch auf dem Teller aufgefangen wird und dann in das Gericht gegeben werden kann. Die Reinigung ist einfach.

Links oben im Bild sieht man ein Patent aus den Niederlanden (wir haben es allerdings in Brüssel gekauft), damit wird der Knoblauch gewissermassen plattgewalzt, es ist nicht ganz einfach den zermanschten Knoblauch dann aus den Rillen in das Gericht zu kriegen. Vorteilhaft sind zwei Dinge, da das Spielzeug aus Edelstahl ist, entfernt es unter fliessendem Wasser alle eventuell an den Händen haftenden Knoblauchgerüche, wenn man die Hände daran abreibt - ausserdem kann man damit, da es recht schwer ist, ggf Einbrechern eins überziehen.

Mein persönlicher Favorit ist derzeit der Micro-Grater, damit kann man von Zitronenschalen, Parmesan, Schokolade, Ingwer und natürlich Knoblauch alles wunderbar fein reiben - und das in "no time", wie der Engländer sagt.

Dienstag, 25. November 2008

Pilzrisotto

Mein leckeres Pilzrisotto für zwei Personen geht wie folgt:
ca. 150g Risottoreis
250g in Scheiben geschnittene braune Champignons, hier heissen sie Chestnut Mushrooms
1 EL getrocknete Steinpilze, in warmem Wasser eingeweicht
1 Knofizehe, gerieben
Saft einer halben Zitrone (oder 100ml Weisswein)
1 Poreestange, in feine Scheiben geschnitten
300-400 ml Hühner(oder Gemüse)brühe
Pfeffer
Olivenöl
Parmesan zum Bestreuen
Olivenöl heisswerden lassen, Poree, Reis und Knoblauch ein paar Minuten anschwitzen, soll nicht braun werden. Die Pilze, die eingeweichten Steinpilze und etwas Brühe zugeben, später nach und nach die restliche Brühe nach Bedarf zugeben, bis der Reis die gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken und ggfs mit Parmesan bestreuen.






Montag, 24. November 2008

Lamb+Bean-Casserole

Das Hauptgericht am Sonntag war Lamb+Bean-Casserole.

Hubby hatte viele Jahre eine Rezeptkarte gehütet und nach dieser die Lamb+Bean-Casserole oft für uns gekocht. Im vergangenen Jahr hat er die Rezeptkarte - zu treuen Händen - die derzeitige Verlobte seines Ältesten weitergegeben, da diese das Gericht so mochte, und es ihrem Partner von nun an kochen wollte - dann ging das Verlöbnis leider auseinander und die Rezeptkarte landete irgenwo im Niemandsland der Trennung.... und tauchte leider auch nicht wieder auf - schade, nun mussten wir halt improvisieren.

Für 6 Personen:
1,5 kg Lammfleisch aus der Keule
2 Dosen gehackte Tomaten (entsprechend frische, abgezogen und kleingeschnitten)
2 dicke Knoblauchzehen, gerieben
2 grosse Zwiebeln (kleingeschnitten)
2 EL Mehl
Salz und Pfeffer
500ml Rinderbrühe
2 Lorbeerblätter
3-4 Stengel Thymian
2 Dosen Baked Beans
Olivenöl
Das Fleisch mit Mehl, Salz und Pfeffer bestäuben und in einer gusseisernen Casserole mit Olivenöl gut anbraten. Zwiebeln, Knoblauch und Thymian zufügen und weiterbraten. Nach ca. 8-10 Minuten Tomaten und Brühe zugeben und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen offen ca. 2 Std garen lassen. Vor dem Servieren die Baked Beans zugeben und ggfs nochmals abschmecken.
Mit Reis anrichten. Da bei uns nicht alle Reis essen gab es auch noch Kartoffelpüree und geröstete Pastinaken dazu. Bei dem kalten, stürmischen und regnerischem Wetter ein wärmendes Dinner!

Sonntag, 23. November 2008

Apfel-Plaumen-Tarte

Heute Abend kommt die Familie wieder zu Besuch. Hubby und sein Jüngster haben in der nächsten Woche Geburtstag und da gibt es natürlich ein Get-Together.
Als Nachtisch habe ich bereits am Samstag eine Apfel-Pflaumen-Tarte gebacken, hier kommt das Rezept:
150g Mehl
75g Butter
1 Vanillezucker (zum Glück hat mir meine Tante welchen aus Deutschland mitgeschickt)
etwas Mineralwasser
Alle Zutaten in die Küchenmaschine und flugs hat man einen Mürbeteig. Diesen ausrollen und eine kleine Kuchenform damit auskleiden.
Zwei EL Aprikosenmarmelade auf dem Boden verstreichen und dann ca. 350g Pflaumen (entsteint und geviertelt) und zwei Äpfel (geschält und in Scheiben) nett darauf verteilen. Mit Zucker-und-Zimt-Mischung bestreuen und ein paar Butterflöckchen aufsetzen, bei 200 Grad ca. 25 Minuten backen.
Heute Abend werde ich den Kuchen mit Vanilleeis servieren.

Samstag, 22. November 2008

Die Finanzkrise beisst - Mein Tag auf dem Farmers Market

Freitag war es also soweit, ich hatte einen Stand auf dem Farmers Market. Es wehte ein schneidender Wind und Regenwolken zogen auf.......
Am Vorabend wurde der kleine Fiorino geladen - Hubby hatte extra für diesen Zweck ein Regal ins Auto gebaut.
Ausser Stollen und Christmas Cake gab es noch kleine Tütchen mit verschiedenen Keksen.

Mein Stand, den man unten sehen kann, wurde neben dem Stand der "Wobbly Bottom Farm" (übersetzt heisst das etwa: Wackliger Hintern Bauernhof) und dem der "New Creation Farm" (Neue Kreation Bauernhof) platziert. Die Wobbly Bottom Farm bot, wie sollte es auch anders sein, verschiedene Ziegen- und Schafskäse an.
Die New Creation Farm, beschäftigte sich mit frisch gepressten Apfelsäften, Äpfeln und Kompotten. Ich fühlte mich gut platziert, hatte mit allen gleich einen Schwatz gehalten.
Zwei Stände weiter war Günther aus Hannover (schon seit 1969 in England) platziert, der verkaufte Honig von seinen 159 Bienenvölkern. Die Atmosphäre war nett, leider liefen die Geschäfte nicht wirklich gut.
Die regulären Markthändler fanden das höchst ungewöhnlich und nur der andauernden Finanzkrise oder vielleicht dem Wind Chill Factor zuzuschreiben.
Während Günther und ich noch in Erinnerungen an Harzer Käse und Vollkornbrot schwelgten, reichten sich plötzlich die beiden Standinhaber der New Creation Farm die Hände und baten mit einem Gebet um "devine Intervention". Spätestens jetzt war den Meisten klar, dass die Einnahmen an diesem Farmers Markt wohl unter dem erwünschten Mass bleiben würden....

Tja, was soll ich sagen, ich habe meine Kosten nicht alle reingespielt - und nun muss wohl die ganze Familie bis nach Ostern Stollen essen!!!!

Freitag, 21. November 2008

Neil's Yard - Cheese Shop

Wie man vielleicht schon gemerkt hat, ich habe eine Schwäche für Käse. Nicht nur der einfache Gouda - oder hier in England mehr der Cheddar sondern alle Käsesorten haben es mir angetan. Beim Anblick der aufgetürmten Köstlichkeiten kann ich einfach nicht widerstehen.
Hier sieht man das Käsegeschäft von Neil's Yard in London. Es ist eine Pracht anzusehen, und die Aromen der Käse- und Milchprodukte sind so vielfältig. Bei mir rufen diese Düfte Erinnerungen an die Kindheit hervor, das war die Zeit als es noch an jeder Strassenecke ein Milch+Käsegeschäft gab und man die Milch lose kaufen konnte..... mmmmhhh, und Buttermilch konnte man im Becher direkt dort trinken.

Aber ich schweife ab, bei Neil's Yard kann man die besten Käse von lokalen Produzenten aus dem ganzen Königreich kaufen - wenn das nix ist!

Donnerstag, 20. November 2008

Stollen - wie bei Oma

1 kg Mehl
400g Butter / Butterschmalz - aufgelöst
125g Zucker
1 Vanillezucker
3 Pk Trockenhefe
250ml lauwarme Milch
200 g Zitronat/Orangeat
150g Rosinen
150g Sultaninen
300g gehackte Mandeln
50ml Brandy - oder Rum
Aus Mehl, Zucker, Butter, Hefe und Milch einen Vorteig kneten. Diesen an einem warmen Ort gehen lassen. Die Trockenfrüchte mit den gehackten Mandeln mischen und mit Brandy beträufeln, ziehen lassen.
Nach ca. 1 Std die Früchte-Mandelmischung unter den Hefevorteig kneten. Teig aufteilen, diese Menge ergibt 2 grosse Stollen, 4 kleinere oder 8 ganz kleine Stollen.
Teigbälle kreisförmig ausrollen und eine Seite einschlagen, diese Form soll an das Jesuskind in der Krippe erinnern. Auf ein Blech legen und nochmals eine Stunde gehen lassen. Dann im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad backen. Die Backzeit richtet sich nach der Grösse der Stollen, 2 grosse brauchen ca. 1 Stunde, 4 kleinere ca. 40-45 Minunten und meine 8 kleinen Stollen brauchten nur 30 Minuten im Ofen. Wenn sie aus dem Ofen kommen noch heiss mit reichlich flüssiger Butter bestreichen und mit Puderzucker besieben, den Vorgang mindestens zweimal wiederholen.
Die Stollen werden hoffentlich alle auf dem Farmersmarkt am Freitag verkauft - wish me luck!!

Mittwoch, 19. November 2008

Maxim's - Cigarettes

Ganz liebe Freunde haben uns neulich Maxim's Hazelnut Cigarettes mitgebracht. Schon die Dose sieht wunderschön aus. Neulich wurden sie dann aufgemacht, und ich muss sagen, so ein Genuss, die haben Suchtpotential.

Diese Köstlichkeit ist nach dem berühmten Restaurant Maxim's in Paris benannt und wird unter dessen Marke verkauft. Das Restaurant machte 1893 auf und repräsentiert seither die Pariser "L'art de vivre" aufs Beste - durch diese kleinen Zigarettchen konnten wir daran ein wenig teilhaben.

Dienstag, 18. November 2008

Katzentage

Sollte ich nochmal geboren werden, komme ich als Katze wieder zu uns.
Das ist ein Leben, wenn es draussen schön ist, haben alle Gärten der Nachbarschaft um Vögel und Mäuse zu jagen, wenn es draussen regnet und stürmt, ziehen wir uns schnell ins Körbchen an die Heizung zurück. Da stehen wir auch den ganzen Tag nicht mehr auf, schliesslich liegt in der Ruhe ja die Kraft.
Sollte sich was in der Küche regen, gehn wir mal kurz gucken, manchmal werden so leckere Sachen wie Leber oder Hackfleisch vorbereitet und da gilt es dann schon seinen Anteil einzufordern.
Um Credit Crunch und Aktienkurse braucht man sich allerdings nicht weiter zu kümmern, der Napf ist bisher jedenfalls immer schön gefüllt gewesen und falls im Napf doch mal nix Gescheites drin ist, wird das durch unwilliges Mauzen und Ignorieren desselben kundgetan - dann können wir immer noch schauen, ob es beim Nachbarn was Besseres gibt!
Ein paar Schattenseiten im Katzenleben gibt es allerdings, so kann es z.B. sein, dass der Lieblingssessel manchmal belegt ist, böse Falle, das heisst warten bis Dosenöffner Eins oder Zwei aufstehen und schnellstens in die Lücke springen. Ja, und dann wäre da noch die Sache mit dem Kinderkriegen, das ist halt ein-für-alle-mal vorbei - ob das so ein Nachteil ist, bleibt noch dahingestellt - der vielleicht wesentlichste Nachteil im Katzenleben ist sicher die Tatsache, dass wir Katzen keinen Daumen haben und daher die Kühlschranktüre nicht allein aufmachen können.

Montag, 17. November 2008

London Borough Market

Einer der schönsten Plätze für einen Foodie, der was auf sich hält, ist sicher der London Borough Market. Das wusste schon Bridget Jones, die die Zutaten für ihre "blue Soup" denn auch hier kaufte. Sie hatte es nicht weit, wohnte sie doch direkt gegenüber im oberen Stockwerk des Globe Pubs.
Der Borough Market liegt in Southwark (sprich Sawak) ganz nah am Ufer der Themse, wer mehr wissen will schaut bei http://www.boroughmarket.org.uk/

Unter Eisenbahnbrücken werden im viktorianischen Ambiente beste Zutaten aus dem Königreich und auch aus fernen Ländern gehandelt, es duftet verführerisch und man darf gerne probieren. Wer hier nicht fündig wird, der kann einem schon leid tun!

Leider ist dieser wunderbare Markt durch Pläne von Network Rail, das Eisenbahnnetz und den Bahnhof London Bridge zu erweitern, akut bedroht - es wäre zu wünschen, dass dieses Stück Londoner Geschichte weiterhin in seiner Gesamtheit erhalten bleibt!

Sonntag, 16. November 2008

Gez jeht datt los - Farmers Market

Ich habe einen Platz auf dem hiesigen Farmers Market für nächsten Freitag ergattert. Dort will ich selbstgemachten Christmas Cake, Stollen und Gebäck verkaufen. Im letzten Jahr vor Weihnachten hatte ich das schon mal recht erfolgreich gemacht. Jetzt kommt die zweite Auflage.
Gebacken habe ich noch nichts, das muss jetzt bald mal passieren.
Ich hoffe, dass der Credit Crunch nicht zu sehr zuschlägt und die Leute dennoch etwas Feines für Weihnachten kaufen möchten. Im Foto könnt Ihr erst mal die Zutatenberge sehen, die sich nun in meiner Küche stapeln.

Kleines Update: Mittlerweile wurde der erste Christmas Cake für den Markt in den Ofen geschoben ;o))

Samstag, 15. November 2008

Schummel - Chicken Caesar Salad

Wie in den meisten Küchen, so wird auch bei mir manchmal geschummelt. Neulich zum Lunch gab es eine schnelle Version des Chicken Caesar Salads. Dazu habe ich Iceberg Salat kleingeschnitten, zwei fertig gekaufte, gebratene und kleingeschnittene Hähnchenoberschenkel (Thighs) darübergegeben, das Ganze mit Parmesan bestreut. Dressing gab es direkt aus der Flasche - schnell gemacht und megalecker war's auch noch!

Freitag, 14. November 2008

Wembley Stadium - eine Schreckensmeldung jagt die andere

Als wenn der ganze Medienrummel um den Credit Crunch nicht schon genug wäre, um einen morgens nicht mehr aus dem Bett steigen zu lassen - am Mittwoch kam schon die nächste Schreckensmeldung: Das erst kürzlich mit viel Pomp und Circumstance eröffente Wembley Stadium hat durch die Stürme und Regenfälle der vergangenen Woche einen tiefen und vor allem langen Riss in der Baussubstanz erhalten. Dieser Störfall ging auch nicht etwa sang- und klanglos vonstatten, nein der Boden bebte schon und nun sind grosse Teile des Stadiums abgeriegelt und man sucht zum Einen nach dem Grund für diesen Riss und zum Anderen, wie meistens, natürlich auch einen Schuldigen.
Dies ist nicht das erste Problem, dass es dort gab, zuerst wurde die Eröffnung um fast ein Jahr verschoben, dann wurde der Kostenrahmen mehr als einmal gesprengt, es gab Probleme mit der Kanalisation und auch 90000 Sitze mussten bereits ausgetauscht werden. Ja, und zu allem Überfluss verlor das Team England im August 2007 dort noch gegen die deutsche National-Elf. Schade eigentlich, denn an der Architektur von Sir Foster gibt es wirklich nichts aussetzen.

Donnerstag, 13. November 2008

Black Pudding

Black Pudding, manchmal auch Blood Pudding oder Blood Sausage genannt gehört für viele Leute, besonders in Irland und Schottland, zum Full Irish oder eben Scottish Breakfast. Dazu wird der Black Pudding in Scheiben geschnitten und in der Pfanne ausgebraten und dann mit den restlichen Frühstückszutaten serviert.
Es ist nicht ganz klar, ob diese Tradition auf der Insel aus Deutschland oder aus Frankreich eingeführt wurde. Nachweisen lässt sich der Black Pudding hier seit ca. 1868.
Ich mag ihn gerne, da er mich an deutsche Blutwurst erinnert.

Mittwoch, 12. November 2008

Tomatensauce mit Thunfisch

Die letzten Tage waren so stürmisch und verregnet, dass sich bei mir fast eine Winterdepression breit gemacht hat. Um dem entgegen zu wirken dachte ich, ich koche wenigstens abends mal was Sonniges. Ich habe mir soviel Mühe gegeben und eine Tomatensauce aus frischen Tomaten gemacht, die Zutaten fotografiert und abends wollte ich noch das fertige Gericht fotografieren, aber - oh Gier - als mir das wieder einfiel, war alles bereits ratzfatz aufgegessen - ich bitte den geneigten Leser mir dies nachzusehen - Sorry!

Also, man nehme 8-10 Tomaten, unsere lagen schon eine Weile und waren daher schön dunkelrot und aromatisch. Diese mit kochendem Wasser übergiessen und ca. 5 Min stehen lassen. Herausnehmen, dann die Haut abziehen, geht ganz leicht. Tomaten kleinschneiden. Eine kleine Zwiebel, kleingeschnitten, zwei Knoblauchzehen, gerieben, ca. 6 Anchovies (Sardellen), kleingeschnitten, 3EL Balsamico Essig, 1EL Oregano, 1 Lorbeerblatt, 2EL Tomatenmark, Salz und Pfeffer, wer will tut noch Chillies dran (ich habe das nicht gemacht, wg Hubby).

Die Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, dann Anchovies, Oregano, Lorbeer, Knofi zugeben, weiter anschwitzen, mit Balsamico ablöschen und Tomaten und Tomatenmark zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und leise mindestens 20 Minuten köcheln lassen. Vor dem Servieren eine Dose Thunfisch - am besten in Oel- (wir hatten den Guten - noch aus Sardinien) zufügen und mit erwärmen. Schmeckt wunderbar mit Penne- oder ähnlichen Nudeln. Nach Geschmack noch mit Parmesan bestreuen.

Dienstag, 11. November 2008

Armistice Day + Rememberence Sunday

Heute ist Armistice Day, dieser Tag feiert das Ende des ersten Weltkrieges am 11 Nov 1918. Armistice Day wird hier sehr ernst genommen und zusammen mit dem Remeberence Sunday (der war am vergangenen Sonntag) gefeiert. Es gibt an zahlreichen Orten Militärparaden und es gelingt immer noch ein paar Veteranen des ersten Weltkrieges zur Teilnahme aufzutreiben. Um 11 Uhr findet allerorten eine Gedenkminute statt und hier im Städtchen werden auch ein paar Kanonen abgeschossen. Für mich als Deutsche, hinterlässt dieser Tag immer ein komisches Gefühl, da ja essentiell gefeiert wird, dass der Krieg gegen Deutschland gewonnen wurde.
Äusserlich zeigt man seine Betroffenheit und auch dass man gespendet hat durch das Anstecken einer roten Mohnblume. Die Charity, der das zugute kommt, ist die Royal British Legion - sie kümmert sich um das Wohl der an militärischen Operationen teilnehmenden Soldaten und ihrer Familien.
Es ist in jedem Fall politisch korrekt, sich eine Mohnblume ans Revers zu stecken und so sehen wir dann seit Tagen im TV alle Moderatoren etc mit der Blume. Auch das TV Programm ist entsprechend angepasst, man sieht Programme über Grabungen auf dem Schlachtfeldern in Belgien, Familienforschende, die dringend wissen möchten, was ihre Vorfahren im ersten Weltkrieg gemacht haben - welche gekämpft haben und welche sich geweigert haben etc. Ich denke, es ist schon gut, sich an die Schrecken eines jeden Krieges zu erinnern, aber doch nur um die einzig logische Schlussfolgerung zu ziehen, welche für mich lautet " Nie wieder Krieg!"

Montag, 10. November 2008

Kartoffelsalat & Lachs

Samstag gab es bei uns Kartoffelsalat mit Speck und Feldsalat und dazu ein gegrilltes Stück Lachs. Ein einfaches und leckeres Abendessen.

Sonntag, 9. November 2008

White Chocolate Cookies

Auf Anne's Foodblog fand ich ein Rezept für Salted White Chocolate Cookies, da ich den Punkt im Salz zufügen nicht so ganz sah, machte ich sie ohne Salz:
200g Butter oder Margarine (ich habe Schmalz genommen)
200g Zucker
40g braunen Zucker
1 Ei
1 TL Vanille Extrakt
150g Mehl
200g Haferflocken
1 TL Backpulver
0,5 TL Backnatron
200g weisse Schokolade, gehackt
Aus den Zutaten nacheinander einen Teig bereiten, in Rollen formen und ca. 6mm Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, etwas flach drücken und bei ca. 180 Grad im Umluft 12-14 Min backen.
Sie sind so was von knusprig (vielleicht wegen dem Schmalz?) und lecker, unglaublich!

Samstag, 8. November 2008

Gartenwege - Greyfriars in Worcester

Dieser stimmungsvolle Gartenweg (man kann auf den Fotos den Ausblick in beide Richtungen sehen) hat mich total begeistert. Er strahlt so eine Ruhe und Gelassenheit aus, man kann sich gut vorstellen, hier viel Zeit zu verbringen.
Ich würde gerne langfristig einige Elemente in meinen eigenen Garten integrieren. So finde ich z.B. die Art wie er gepflastert ist ganz toll. Es wurden die verschiedensten Materialien recycled.
Der Weg befindet sich im Garten eines alten Kaufmannshauses aus dem Mittelalter "Greyfriars" genannt. Es steht unter der Verwaltung des National Trust und kann in Worcester besichtigt werden.

Freitag, 7. November 2008

Heute mal Gesundes Frühstück

Nach den ganzen "over indulgencies" der letzten Tage, ja eigentlich Wochen, will ich mich nun wieder auf festen Boden begeben. Es muss ein gesundes Frühstück sein. Dazu habe ich einen Apfel kleingeschnitten, 2 EL Haferflocken, 1EL Rosinen und 1TL Blütenpollen (aus Sardinien) in eine Schüssel gegeben. Mit 4EL Joghurt verrührt und einen TL Honig (auch noch aus Sardinien) beträufelt, dazu Tee mit Milch - wirklich lecker!