





Weil ich kein Tortenkünstler bin, ging natürlich auch erst einmal alles schief. Die erste Version des Tortenbodens, ein leicht-lockerer Wiener Boden mit immerhin 12 freilaufenden Eiern, ging voll daneben, ich habe alles nach E&T zubereitet, 10 Minuten lang abgerührt bis mir der Arm abfiel, aber der Boden wollte sich im Ofen einfach nicht regen.... blieb flach wie ein Pfannekuchen und nach 40 Minuten war er hart wie eine Schuhsole, die Mülltonne hat sich gefreut.
Dieser Kuchen liess sich dann am nächsten Tag auch in drei Teile durchschneiden. Den ersten Boden habe ich mit einem Glas Erdbeerkonfitüre, das ich mit 3 EL Cointreau verrührt hatte bestrichen.
Die Creme ist nun wieder aus der E&T und (fast wider Erwarten) gelungen. Sie ging wie folgt:
Morgen erzähle ich, wie es weiter ging........
Kaum ein Museum in London hat so interessantes Gebäude wie die Tate Modern Gallery. Es handelt sich dabei um ausser Betrieb gestelltes Kraftwerk, direkt am Ufer der Themse gelegen.
Nach ausgiebigem Studium der Karte entschied sich Hubby für ein Rump Steak, traditionell mit Erbsen serviert.
Und für mich gab es ein Hunters Chicken. Dies war ein richtiges Pub-Essen und entsprach daher genau unseren Vorstellungen.
Immer auf der Suche nach einer noch besseren Methode den bei uns reichlich verwendeten Knoblauch kleinzumachen, haben wir eine Reihe von Spielzeugen angesammelt. Da ist zum einen die allseits bekannte Knoblauchpresse, rechts unten im Bild. Diese ist "tried and tested" und sollte in keinem Haushalt fehlen. Links im Bild sieht man einen kleinen Keramikteller, von uns in einem Bretagneurlaub von einem fliegenden Markthändler erstanden wurde. Die Mitte ist leicht angerauht und man kann den Knoblauch, und seine Fingerspitzen auch, dort reiben. Hubby nimmt sie gerne und reibt auch Ingwer damit. Der Vorteil ist, dass der geriebene Knoblauch auf dem Teller aufgefangen wird und dann in das Gericht gegeben werden kann. Die Reinigung ist einfach.

Das Hauptgericht am Sonntag war Lamb+Bean-Casserole.
Mit Reis anrichten. Da bei uns nicht alle Reis essen gab es auch noch Kartoffelpüree und geröstete Pastinaken dazu. Bei dem kalten, stürmischen und regnerischem Wetter ein wärmendes Dinner!

Ausser Stollen und Christmas Cake gab es noch kleine Tütchen mit verschiedenen Keksen.
Mein Stand, den man unten sehen kann, wurde neben dem Stand der "Wobbly Bottom Farm" (übersetzt heisst das etwa: Wackliger Hintern Bauernhof) und dem der "New Creation Farm" (Neue Kreation Bauernhof) platziert. Die Wobbly Bottom Farm bot, wie sollte es auch anders sein, verschiedene Ziegen- und Schafskäse an. 
Tja, was soll ich sagen, ich habe meine Kosten nicht alle reingespielt - und nun muss wohl die ganze Familie bis nach Ostern Stollen essen!!!!
Wie man vielleicht schon gemerkt hat, ich habe eine Schwäche für Käse. Nicht nur der einfache Gouda - oder hier in England mehr der Cheddar sondern alle Käsesorten haben es mir angetan. Beim Anblick der aufgetürmten Köstlichkeiten kann ich einfach nicht widerstehen.
Hier sieht man das Käsegeschäft von Neil's Yard in London. Es ist eine Pracht anzusehen, und die Aromen der Käse- und Milchprodukte sind so vielfältig. Bei mir rufen diese Düfte Erinnerungen an die Kindheit hervor, das war die Zeit als es noch an jeder Strassenecke ein Milch+Käsegeschäft gab und man die Milch lose kaufen konnte..... mmmmhhh, und Buttermilch konnte man im Becher direkt dort trinken.
1 kg Mehl
Auf ein Blech legen und nochmals eine Stunde gehen lassen. Dann im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad backen. Die Backzeit richtet sich nach der Grösse der Stollen, 2 grosse brauchen ca. 1 Stunde, 4 kleinere ca. 40-45 Minunten und meine 8 kleinen Stollen brauchten nur 30 Minuten im Ofen. Wenn sie aus dem Ofen kommen noch heiss mit reichlich flüssiger Butter bestreichen und mit Puderzucker besieben, den Vorgang mindestens zweimal wiederholen.
Ganz liebe Freunde haben uns neulich Maxim's Hazelnut Cigarettes mitgebracht. Schon die Dose sieht wunderschön aus. Neulich wurden sie dann aufgemacht, und ich muss sagen, so ein Genuss, die haben Suchtpotential.
Einer der schönsten Plätze für einen Foodie, der was auf sich hält, ist sicher der London Borough Market. Das wusste schon Bridget Jones, die die Zutaten für ihre "blue Soup" denn auch hier kaufte. Sie hatte es nicht weit, wohnte sie doch direkt gegenüber im oberen Stockwerk des Globe Pubs.

Ich habe einen Platz auf dem hiesigen Farmers Market für nächsten Freitag ergattert. Dort will ich selbstgemachten Christmas Cake, Stollen und Gebäck verkaufen. Im letzten Jahr vor Weihnachten hatte ich das schon mal recht erfolgreich gemacht. Jetzt kommt die zweite Auflage. 
Wie in den meisten Küchen, so wird auch bei mir manchmal geschummelt. Neulich zum Lunch gab es eine schnelle Version des Chicken Caesar Salads. Dazu habe ich Iceberg Salat kleingeschnitten, zwei fertig gekaufte, gebratene und kleingeschnittene Hähnchenoberschenkel (Thighs) darübergegeben, das Ganze mit Parmesan bestreut. Dressing gab es direkt aus der Flasche - schnell gemacht und megalecker war's auch noch!
Black Pudding, manchmal auch Blood Pudding oder Blood Sausage genannt gehört für viele Leute, besonders in Irland und Schottland, zum Full Irish oder eben Scottish Breakfast. Dazu wird der Black Pudding in Scheiben geschnitten und in der Pfanne ausgebraten und dann mit den restlichen Frühstückszutaten serviert. 
Also, man nehme 8-10 Tomaten, unsere lagen schon eine Weile und waren daher schön dunkelrot und aromatisch. Diese mit kochendem Wasser übergiessen und ca. 5 Min stehen lassen. Herausnehmen, dann die Haut abziehen, geht ganz leicht. Tomaten kleinschneiden. Eine kleine Zwiebel, kleingeschnitten, zwei Knoblauchzehen, gerieben, ca. 6 Anchovies (Sardellen), kleingeschnitten, 3EL Balsamico Essig, 1EL Oregano, 1 Lorbeerblatt, 2EL Tomatenmark, Salz und Pfeffer, wer will tut noch Chillies dran (ich habe das nicht gemacht, wg Hubby).
Die Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, dann Anchovies, Oregano, Lorbeer, Knofi zugeben, weiter anschwitzen, mit Balsamico ablöschen und Tomaten und Tomatenmark zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und leise mindestens 20 Minuten köcheln lassen. Vor dem Servieren eine Dose Thunfisch - am besten in Oel- (wir hatten den Guten - noch aus Sardinien) zufügen und mit erwärmen. Schmeckt wunderbar mit Penne- oder ähnlichen Nudeln. Nach Geschmack noch mit Parmesan bestreuen.

Es ist in jedem Fall politisch korrekt, sich eine Mohnblume ans Revers zu stecken und so sehen wir dann seit Tagen im TV alle Moderatoren etc mit der Blume. Auch das TV Programm ist entsprechend angepasst, man sieht Programme über Grabungen auf dem Schlachtfeldern in Belgien, Familienforschende, die dringend wissen möchten, was ihre Vorfahren im ersten Weltkrieg gemacht haben - welche gekämpft haben und welche sich geweigert haben etc. Ich denke, es ist schon gut, sich an die Schrecken eines jeden Krieges zu erinnern, aber doch nur um die einzig logische Schlussfolgerung zu ziehen, welche für mich lautet " Nie wieder Krieg!"
Samstag gab es bei uns Kartoffelsalat mit Speck und Feldsalat und dazu ein gegrilltes Stück Lachs. Ein einfaches und leckeres Abendessen.
Dieser stimmungsvolle Gartenweg (man kann auf den Fotos den Ausblick in beide Richtungen sehen) hat mich total begeistert. Er strahlt so eine Ruhe und Gelassenheit aus, man kann sich gut vorstellen, hier viel Zeit zu verbringen.
Nach den ganzen "over indulgencies" der letzten Tage, ja eigentlich Wochen, will ich mich nun wieder auf festen Boden begeben. Es muss ein gesundes Frühstück sein. Dazu habe ich einen Apfel kleingeschnitten, 2 EL Haferflocken, 1EL Rosinen und 1TL Blütenpollen (aus Sardinien) in eine Schüssel gegeben. Mit 4EL Joghurt verrührt und einen TL Honig (auch noch aus Sardinien) beträufelt, dazu Tee mit Milch - wirklich lecker!