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Montag, 21. Juli 2014

Melone mit Walnuss-Minz-Pesto

Es ist sommerlich warm hier, da will man mittags nichts Warmes oder gar Schweres. Melonen: So schmeckt der Sommer, besonders wenn sie gekühlt daher kommen.
Die Pesto habe ich gemacht wie immer, also Parmesan, Knofi, Saft einer halben Zitrone, das gute Olivenöl aus Mallorca, aber statt Pinienkernen oder Mandeln kamen diesmal die restlichen Walnüsse hinein. Und dann reichlich frische Minze und auch ein paar Blättchen Basilikum waren dabei. Wer Pesto mit Minze noch nie probiert hat, unbedingt nachholen, ist so was von WOW!
Pesto kann man einige Tage im Kühlschrank aufheben und für viele Gerichte verwenden. Ich dippe manchmal Brot hinein, oder verdünne sie etwas als Salatdressing. In diesem Fall wurde die Melone mit luftgetrocknetem, italienischen Schinken und Mozzarellakügelchen angerichtet.
 Leckerchen!
 Hier noch einige Eindrücke vom Sonntagsausflug.....
 Local Wildlife
 Chocolate Box Cottage
Lifestyle Choice

Samstag, 19. Juli 2014

Apfel-Zimt-Muffins nach Cynthia Barcomi und ein paar Gedanken zum Deutsch-Sein

Zuerst eine Warnung, dies könnte ein längerer Post werden, denn ich habe mich ja schon eine Weile hier nicht mehr geäußert....., aber die Länge des Post hängt momentan auch davon ab, wie warm es in meinem Wintergarten wird.... derzeit 25.9 Grad, gestern Nachmittag 33.2 Grad, da schmilzen die Kerzen im Kronleuchter.... So ist das halt, wenn man einen Wintergarten an der Südseite des Hauses baut. Tröstlich, an den meisten Tagen des Jahres ist es sehr angenehm in unserem Wintergarten. Wenn es zu warm wird, gehen wir eben in den schattigen Teil des Gartens.
Also, Deutschland ist Fussballweltmeister, zum VIERTEN Mal, das ist doch nun wirklich ein Grund zum Feiern. Hubby und ich haben bei den meisten Spielen mitgefiebert. Bei uns im Büro, wo unser deutsches Team normalerweise nicht einmal einen Gruß vom MD (Hat er etwa Angst?) abbekommt, hat das schon das Selbstbewusstsein gestärkt! Man muss dazu wissen: Als eine in UK lebende Deutsche versucht man normalerweise in der Masse abzutauchen, kein deutscher Akzent, nicht deutsch reden, keine deutsche Genauigkeit und vor allem: Keine deutsche Erwartungshaltung an den Tag legen, nur nicht auffallen oder gar Aufmerksamkeit auf sich lenken..... Am vergangenen Montag erschienen wir, ganz untypisch dann doch mit stolz geschwellter Brust und erhobenen Hauptes an unserem Arbeitsplatz. Schnell wurde der Plan geschmiedet diesen VIERMALIGEN Sieg mit allen Kollegen zu feiern - Rub it in! - So wurde spontan zum Freitags-Buffet geladen. Die Company hat ein bisschen Geld zur Verfügung gestellt und den Rest haben wir zu diesem Anlass gerne gespendet.
26.3 Grad nun, also vielleicht doch nicht mehr soviel schreiben? Am vergangenen Wochenende war auch ein Freund aus Deutschand mit dem Motorrad zum Biken mit Hubby gekommen. Er brachte als Gastgeschenk das Backbuch von Cynthia Barcomi mit, eigenhändig von der lieben Cynthia in Berlin signiert. Wenn das nix is!
Da lag es nahe, dieses Buch sofort auf den Prüfstand zu stellen. Das Rezept ist etwas ungewöhnlich, da es auch eine Ladung Cheddarkäse enthält. Cynthia sagt selbst, dass man das besser nicht erwähnt, weil die Deutschen sonst nicht reinanbeissen! Ich kann Euch versichern, den Käse schmeckt man als einzelne Zutat nicht heraus, er macht das Gebäck aber wunderbar weich und nicht so süß.
Das Rezept ist für 12 große Muffins ausgelegt, ich habe es in 'Häppchenförmchen' gebacken und die Menge ergab 45 Stück.
Zutaten A:
370g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Zimt (fand ich gerade nicht, habe Mixed Spice genommen)
1 Prise Muskat (war im Mixed Spice schon drin)
Zutaten B:
30g weiche Butter
125g Zucker
2 Eier
250 ml Buttermilch
Zutaten C:
100g Cheddarkäse, grob geraffelt (Gouda geht auch!)
75 g Pekannüsse, grob gehackt - oder Walnüsse bei mir, noch aus France.....mussten erst geknackt werden...
1 Apfel, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
Ofen auf 190 Grad vorheizen, Zutaten A abwiegen, Butter und Zucker schaumig rühren, Eier zufügen und weiter rühren, Buttermilch zufügen. 
Zutaten A und B mit Gummispachtel mischen, nicht zuviel mixen. Die Zutaten C unterheben. In die Muffinförmchen verteilen, ich habe das mit zwei Teelöffeln gemacht. Große Muffins ca. 18 Minuten backen, bei den Kleinen reichen 10 - 12 Minuten.
Ich denke, diese Muffins eignen sich hervorragend zum Brunch oder späten Frühstück, vielleicht mit Butter oder Frischkäse bestrichen und etwas Ahornsirup drüber geträufelt...
Schmetterling auf Rue Pflanze - ich weiss leider nicht, wie diese Pflanze in deutsch heisst, sie scheint jedenfalls die Schmetterlinge magisch anzuziehen.
 Und immer wieder Lavendel.......

Dienstag, 8. Juli 2014

Der nächste Schritt - Joghurt selbst machen

Als Fortführung des neulich vorgestellten Labneh, ging es nun noch einen Schritt weiter: Der Joghurt für den Frischkäse wurde auch selbst gemacht. Ich hatte das eigentlich nicht vorgehabt, aber nachdem ich Hubby einkaufen schickte, und er die 'falsche' Milch - nämlich Vollmilch - mitbrachte, musste diese auch verwertet werden. Als ich noch in Deutschland lebte, kam bei mir nur Vollmich auf den Tisch bzw in die Tasse. Auf der Insel trinkt man diese kaum. Main Stream ist 'Semi', will sagen Halbfett-Milch, die in der grünen Packung, Hubby trinkt sogar 'Skimmed', in der roten Packung, brrrrr. Dabei kann man dann auch sehen, warum Hubby ein Problem hatte, die richtige Milch zu erkennen, denn auch diese Vollmilch ist ja in einer grünen Packung - bei dieser Marke unterscheidet sich nur die Farbe der Schrift.... ok, easy mistake to make - wie oft habe ich für ihn schon Bier mit NUR 2,5% Alkohol - aber in einer schönen Flasche - mitgebracht, weil ich die Brille nicht aufhatte!!!!! (Wer sich übrigens wundert, warum ich UHT Milch trinke, ich habe Crohn's und da wird es empfohlen, diese Milch zu sich zu nehmen).
Was braucht man nun zur Joghurtherstellung? Ich kann nur sagen, lasst Euch kein teures Equipment aufschwatzen, auch Pülverchen und diverse Hilfsmittel sind nicht von Nöten.
Eine Thermoskanne, 1,25 Liter
Ein Thermometer
Einen Liter Milch (UHT macht die Sache einfacher)
Einen Vollmilchjoghurt mit lebenden Bakterien
Mehr braucht es nicht!
Die Milch mit dem Joghurt verrühren und in einem Topf langsam auf 46 Grad erhitzen, wenn man normale Milch nimmt, sollte diese zuerst einige Minuten auf 82 Grad erhitzt werden, denn wir wollen ja nur die 'guten' Bakterien in unserem Joghurt! Bei der UHT Milch ist das nicht nötig. Die Thermoskanne mit heissem Wasser vorwärmen. Die Milch-Joghurt-Mischung einfüllen und fest verschliessen. Der Jogurt ist nach ca. 24 - 30 Std fertig und kann dann portioniert  und in den Kühlschrank verfrachtet werden. Ich habe ihn weiter, wie im Labneh Rezept behandelt.
Nach einem Tag im Mulltuch hatte ich einen wunderbar cremigen Frischkäse, den man sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte verwenden kann. An dieser Stelle könnte man auch kleine Käse Laibe formen und diese weiter reifen lassen.....
 Hier noch ein paar Bilder aus unserem Norfolk Urlaub
 Ruinen der Castle Acre Priory

Sonntag, 6. Juli 2014

WM Chow Mein - Fast Food in der Halbzeit

Fussball, wir schauen schon viel, nicht jedes Spiel - manchmal wird es für mich einfach zu spät, die Spannung steigt und bald ist es ja auch schon vorbei....fragt sich, was wir dann mit der gewonnenen Zeit machen? Bei uns fangen die ersten  Spiele um 17.00 Uhr an, das ist zu früh zum Kochen, danach, um 19.00 Uhr ist es dann zu spät zum Kochen.... Big Dilemma - Ihr versteht? Letzte Woche wurde dieses Problem durch den Pizza-Lieferservice gelöst, diese Woche sollte der China-Man ran... Irgendwie dachte ich, das geht doch auch einfacher - und kostengünstiger - versteht sich, außerdem weiss man, was drin ist, und voll ist der Kühlschrank auch.... es gab eine Million Gründe, das Dinner selbst anzufertigen. Nur fehlte die Motivation - big time -  hing ich doch schon auf der Couch ab. OK, das Spiel Argentinien vs Belgien hatte mich nicht sowieso nicht so dolle angesprochen, also AUFFI! 
Tolle Motivationshilfe bei mir gestern Abend: Jimmy Fontana, besonders dieses Chanson hat es mir angetan: Il Mondo - meine Vorliebe für italienisches Schmalz halt.....

Was kam rein für zwei Portionen:
2 Portionen chinesische Eiernudeln, 5 Minuten in kochendem Wasser eingeweicht
1 rote Paprika, kleingeschnitten
2 Karotten, kleingeschnitten
100g kleine Champignons, kleingeschnitten
1 Lauchstange, in Ringe geschnitten
1 Tasse TK Erbsen
1 Tasse TK Shrimps
2 Scheiben kleingeschnittenen Bacon, waren noch im Kühlschrank
1 Tasse Hühnerfond, mit 2 TL Speisestärke 1 EL Shaosingh Wine und 1 EL Sojasauce verrührt
1 Prise Curry Pulver
1 Stk frischer Ingwer, gerieben
2 Knofizehen, gerieben
Erdnussöl (oder anderes neutrales)
Hier stelle ich Euch gleich noch meine neueste Errungenschaft vor, ein 'Crinkle Cut' Messer. Neulich im TV sah ich Jamie Oliver mit so einem Messer handtieren, das erweckte selbstverständlich bei mir sogleich Begehrlichkeiten, und im vergangenen Urlaub haben wir sofort zugeschlagen, als wir dieses Messer der Firma Kuhn Rikon sahen. Wenn man denkt, man braucht wirklich nix mehr, ein bisschen was geht doch immer noch, gell :o)
Zuerst die Pilze im heissen Öl vorbraten, dann Knofi und Ingwer und die anderen Gemüse zufügen, mit Curry Pulver bestreuen. Krabben und Bacon zugeben und mit Fondmischung aufgiessen.
Die abgetropften Eiernudeln zugeben und gut durchwärmen, geniessen. Geht wirklich schnell, vor allem, wenn man das Schnippseln (mise en place) vorher erledigt. Weiterer Vorteil: Dieses Gericht deckt die 'Five-a-day' Empfehlung in einem Rutsch ab.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Im Sommer will ich Auberginen - Caponata 'my way'

Wenn es Sommer wird, macht sich bei mir der Gedanke an Auberginen-Gerichte breit. Diese Vorliebe teilt Hubby leider gar nicht, da kriege ich dann umsomehr! Angefixt wurde ich von diesem Beitrag der auf Arianes Blog eine kleine Grundsatzdiskussion ausgelöst hatte. Da will ich mich wirklich nicht einmischen, denn ich war noch nie auf Sizilien, habe eine englische Schwiegermutter und kannte in meinem Berufsleben vor vielen Jahren auch nur einen Sizilianer, und mit dem habe ich sicher nicht übers Essen diskutiert..... Meine Version bezieht sich auf das, was ich im Internet bei Jamie Oliver, Giorgio Locatelli, BBC, Good Food und Konsorten so finden konnte. 
Ich habe alle Zutaten auch kleiner geschnitten, als es vielfach vorgeschlagen wird, ich finde das gibt ein besseres 'Mundgefühl', ist aber eine persönliche Sache.
 Was kam rein bei mir:
1 Aubergine, in kleine Würfel geschnitten und etwas eingesalzen
1 Dose gehackte Tomatenstücke
1 EL Tomatenpüree
1 kleine rote Zwiebel, fein geschnitten
2 Knofizehen, gerieben
1 Stange Sellerie, in kleine Würfel geschnitten
1 handvoll Kapern, bei mir waren es die eingelegten
1 handvoll gehackte Nüsse, in der Pfanne leicht angeröstet
1 handvoll Rosinen
1 handvoll grüne Oliven, kleingeschnitten, nicht im Bild, da ich sie beinahe vergessen hätte
3 EL Sherry-Essig
1 TL getrockneter Oregano
2 Zweige frisches, griechisches Basilikum (weil ich es gerade da hatte!)
1 Stück Würfelzucker
1 Stück dunkle Schokolade
reichlich Olivenöl (selbstverständlich nur das gute Zeugs!)
Die Zwiebel mit dem Sellerie in reichlich Olivenöl einige Zeit anschwitzen, den Knofi dazu geben, aufpassen, dass dieser nicht anbrennt. Die abgetupften Auberginen-Würfel zugeben und von allen Seiten anbraten. Nun restliche Zutaten und etwas Wasser zufügen und 20 Minuten leicht köcheln lassen, fertig!
Abkühlen lassen und bei Zimmertemperatur genießen, schmeckt gut als Vorspeise oder Teil eines Antipasti-Buffets. Ich hatte meine Portion gestern mit Mozzarella. Hält sich im Kühlschrank einige Tage.

Montag, 30. Juni 2014

Hier blogge ich - in letzter Minute - Behind the Scenes

 Behind the Scenes vom 01.06.-30-06-2014
In letzter Minute, kommt nun mein Beitrag zum Thema 'Behind the Scenes'. Gestern dachte ich, dass ich noch tonnenweise Zeit hätte, um diesen Blogbeitrag zu verfassen, aber, oh Schreck, das End-Datum ist ja schon heute! Im ersten und im letzten Bild der Blick durch unserer Durchreiche auf den Ort des Geschenhens - hier spielt sich eigentlich alles ab. Props habe ich keine, Porzellan, Besteck und Töpfe kommen aus dem Schrank und werden auch jeden Tag genutzt. Bei mir gilt: What you see is what you get!
Hier nun meine (schon deutlich reduzierte) Kochbuchsammlung. Ganz im Sinne des Minimalismus (von dem ich leider immer noch weit entfernt bin!) habe ich diese Sammlung auf ein Regal reduziert. Hier gilt die Regel: Wenn Neues angeschafft wird, muss Altes weichen! Und sind wir doch 'mal ehrlich, Rezepte suche ich in den Büchern schon lange nicht mehr, wenn ich recherchiere, dann im Internet, gell!
Tja und hier schreibe ich die Posts, ich habe oben ein kleines Office, aber irgendwie liebe ich den Wintergarten und sitze am liebsten hier. Man sieht auf dem Tisch sammelt sich so allerlei an, ich habe für die Fotos jetzt nicht extra aufgeräumt, es war zu spät.... sorry! Am Tisch haben 8 Personen bequem, 10 Personen ok und 12 Personen zusammengerückt Platz. Da wir meist nur zu zweit sind, werden Geschenke, Zeitschriften, Post, Einkaufszettel und andere Dinge dort zwischengelagert.
Und der Wein war auch schon leer.....  Dies ist nur ein Snapshot am Sonntag Abend, weitere Fotos aus meiner Küche finden sich hier und hier.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Ich hab den Urlaubs-Blues

Nicht, dass Ihr denkt, es gibt mich nicht mehr! Dem ist nicht so, aber ich habe in der ersten Woche nach dem Urlaub den totalen Urlaubs-Blues. Kann mich nur schwer an den (Arbeits)Alltag gewöhnen, kämpfe gegen die Müdigkeit und den Wildwuchs im Garten (es gibt noch immer Pflanzen, die wir in Norfolk gekauft haben, die wollen eingegraben werden!)  - ich sage nur 'Buchsbaum schneiden!'. Zum Kochen fehlt mir auch die Inspiration, im Urlaub haben wir fast jeden Tag gegrillt, hier auch schon wieder einige Male, aber keine neuen Rezepte, nur 'old trusted friends'. Also, gebt mir noch etwas Zeit, dann wird das auch wieder, und ansonsten gibt es auch noch Instagram..... wenigstens dort gibt es von Zeit zu Zeit ein Update. Yes, Mick - genauso ist das Feeling!